Wahlen

Wahlen im Bezirk Pfäffikon und Tösstal

Parlament Illnau-Effretikon rutscht nach rechts, SP in Pfäffikon wieder im Gemeinderat

Bauma, Fehraltorf, Hittnau, Illnau-Effretikon, Lindau, Pfäffikon, Russikon, Weisslingen, Wildberg, Wila, Turbenthal, Zell, Schlatt: Wer zieht in diesen Gemeinden in die Exekutive ein? Alle Resultate in der Übersicht.

Das Stadthaus von Illnau-Effretikon: Die SVP kehrt in die Exekutive der Stadt zurück.

Foto: Simon Grässle

Parlament Illnau-Effretikon rutscht nach rechts, SP in Pfäffikon wieder im Gemeinderat

Bauma, Fehraltorf, Hittnau, Illnau-Effretikon, Lindau, Pfäffikon, Russikon, Weisslingen, Wildberg, Wila, Turbenthal, Zell, Schlatt: Wer zieht in diesen Gemeinden in die Exekutive ein? Alle Resultate in der Übersicht.

Pfäffikon: Marc Grosspietsch bringt SP wieder in Gemeinderat

Es ist vollbracht: Die SP schafft nach 14 Jahren die Rückkehr in den Pfäffiker Gemeinderat. Marc Grosspietsch, Präsident der lokalen SP, konnte seinen direkten Konkurrenten Florian Appenzeller von der SVP hinter sich lassen – allerdings nur mit 175 Stimmen Vorsprung. Er komplettiert den Gemeinderat, bestehend aus den Bisherigen Rajka Frei (SVP, 2333 Stimmen), Stefan Gubler (FDP, 2493 Stimmen), Alex Kündig (EVP, 2693 Stimmen), Lukas Weiss (Grüne, 2427 Stimmen) und Gemeindepräsident Marco Hirzel (parteilos).

Hirzel trat zum ersten Mal als Parteiloser an, nachdem er 2023 aus der SVP ausgetreten ist. Bei den Wahlen 2022 lag Hirzel mit seinen Stimmen im Mittelfeld und sagte damals: «Würde ich als Parteiloser in Pfäffikon antreten, könnte ich wohl mehr Stimmen erreichen.» Gesagt getan. Mit 2910 Stimmen ist er der Spitzenreiter der aktuellen Wahlen. Die Stimmbeteiligung lag bei 47,63 Prozent.

In der Schulpflege gab es zehn Kandidaturen für sieben Sitze. Gewählt sind: Andrea Di Biase (parteilos, bisher) mit 2103 Stimmen, Walter-José Hollenstein (FDP, neu) mit 1616 Stimmen, Roger Klos (SVP, bisher) mit 1738 Stimmen, Reha Özkarakas (SP, bisher) mit 1708 Stimmen, Guido Santner (Grüne, bisher) mit 1987 Stimmen und Elisabeth Weidmann (EVP, bisher) mit 1974 Stimmen. Schulpräsidentin Nicole Keller-Hochuli (FDP), die von Amtes wegen Einsitz in den Gemeinderat nimmt, wurde ohne Konkurrenz wiedergewählt und erreichte mit 2252 Stimmen das beste Resultat aller Gewählten. (lcm)


Zell: Neue Gemeinderätin mit gutem Resultat, spontaner Kandidat chancenlos

In Zell stellten sich neben vier bisherigen neu Annina Bauert (parteilos) und Martin Haussener (BGV) sowie Dagmar Müller (parteilos) als Schulpräsidentin zur Wahl. Spontan stieg zudem Sidam Hussein (parteilos) ins Rennen um die freien Gemeinderatssitze. Jetzt liegen die Wahlresultate vor: Neu im Gemeinderat sind Annina Bauert und Martin Haussener. Bauert erhält 1142 Stimmen – nur neun Stimmen weniger als Regula Ehrismann (EVP), die, nach 2022, erneut das beste Resultat einfährt. Haussener schafft den Einzug ins Gremium mit 884 Stimmen. Spontankandidat Hussein verpasst die Wahl klar, sein Name wurde nur 84 Mal auf den Zettel geschrieben.

Neben Regula Ehrismann dürfen auch Stefan Hochreutener – mit den drittmeisten Stimmen – sowie Emil Ott (BGV) und Ralf Weiss (SVP) erneut im Gemeinderatszimmer Platz nehmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,62 Prozent. Das Schulpräsidium – und damit auch der siebte Sitz im Gemeinderat – geht an Dagmar Müller mit 826 Stimmen fürs Präsidium und 993 für den Schulpflegesitz. Sie war die einzige Kandidatin fürs Präsidium. Léa Biffi (parteilos) schafft die Wahl in die Schulpflege mit 879 Stimmen, der bisherige Markus Kägi (FDP) scheidet als Überzähliger mit 808 Stimmen aus. (nos)


Illnau-Effretikon: Rechtsrutsch im Parlament – doch auch Juso ist dabei

Das Ergebnis ist eindeutig: Das Parlament in Illnau-Effretikon ist nach rechts gerutscht. Die SVP hat drei Sitze dazugewonnen und wird künftig zwölf Politiker in der Fraktion beherbergen. Gleichzeitig musste die Fraktion der FDP/JLIE einen Sitz einbüssen und wird bloss noch sechs Mitglieder umfassen, denn die JLIE hat sich wegen Mitgliedermangel aufgelöst. Trotzdem: Die beiden Fraktionen zusammen ergeben eine Kraft von 18 Stimmen, was bei den total 36 Sitzen eine deutliche Dominanz bedeutet.

Unter Sitzverlusten haben vor allem die Zentrumsparteien gelitten: die EVP, die GLP und die Grünen haben jeweils einen Sitz verloren. Somit wird die EVP nur noch einen Sitz belegen, die GLP noch drei und die Grünen zwei. Die Mitte konnte ihre vier Sitze verteidigen, wie auch die SP bei sieben Fraktionsmitglieder bleiben wird.

Eine Überraschung gibt es dennoch: Künftig wird auch die Juso Zürcher Oberland Teil des Parlaments sein. Sie konnte einen Sitz ergattern. (mgp)


Illnau-Effretikon: SVP übernimmt im Stadtrat GLP-Sitz

Die letzten zwei Legislaturen hatte die SVP versucht, wieder zurück in den Stadtrat gewählt Illnau-Effretikon zu werden. Ohne Erfolg. Nun hat sie es aber geschafft und damit den GLP-Sitz übernommen. Denn Erik Schmausser (GLP) hatte nicht mehr für eine Wiederwahl kandidiert. Neu kandidierten dafür Parteikollege Andreas Hasler (GLP), Daniel Huber (SVP) und Simon Binder (SVP) für den Stadtrat.
Binder hat die Wählerschaft überzeugt: Er hat es mit 2499 Stimmen in den Stadtrat geschafft. Dabei liegt er 28 Stimmen vor Hasler und 324 Stimmen vor Huber – und 34 Stimmen hinter Brigitte Röösli (SP).
Die bisherigen Stadtratsmitglieder konnten ihre Sitze verteidigen. Marco Nuzzi (FDP) wird weiterhin als Stadtpräsident amtieren. Mit ihm werden neben Simon Binder auch Philipp Wespi (FDP), Michael Käppeli (FDP), Samuel Wüst (SP), Rosmarie Quadranti (Die Mitte) und Brigitte Röösli (SVP) in der Exekutive sitzen. Alle Kandidierenden haben das absolute Mehr erreicht. (mgp)


Wildberg: Esther Pfenninger wird erste Gemeindepräsidentin

Für die kommenden Jahre wird Esther Pfenninger (FDP) das Zepter der Gemeinde Wildberg in der Hand halten. Sie wurde als Gemeindepräsidentin gewählt und ist damit die erste Frau, die das Amt übernimmt. Sie ist konkurrenzlos angetreten, weswegen das Resultat keine grosse Überraschung darstellt.

Nichtsdestotrotz schreibt sie mit dieser Wahl Geschichte in Wildberg. Mit ihr werden Gabriela Kleiner (parteilos), Marcel Flisch (parteilos) und Lorenz Kreienbühl (parteilos) im Gemeinderat sitzen. Kleiner mit 402 Stimmen und Kreienbühl mit 393 Stimmen sind neu in die Exekutive gewählt worden. Im Gemeinderat gab es genau so viele Kandidierende wie Sitze, weswegen auch diese Kandidierenden konkurrenzlos angetreten sind.

Tatsächlich spannend wurde es für den letzten Sitz im Gemeinderat der dem Präsidium der Primarschulpflege zusteht. Gleich drei Personen haben dafür kandidiert. Einziehen wird Simon Lutz, der die Wählerschaft überzeugen konnte und 184 Stimmen erhalten hat. Seine Kontrahenten Pierre-Yves Martin und Patrick Häfliger haben bloss 106 und 55 Stimmen erhalten und damit das absolute Mehr nicht erreicht.

Interessant bei dieser Wahl ist, dass sowohl Martin wie auch Häfliger auf den definitiven Wahlvorschlägen aufgelistet waren, Lutz jedoch nicht. Er ist mit im Nachgang, wenige Wochen vor den Wahlen, als Kandidat dazugekommen. Ausserdem ist er das einzige Mitglied der Primarschulpflege, das schon zuvor amtierte. Alle anderen Mitglieder sind neu dazugestossen. Seine Chancen standen daher von Anfang an gut. Patrick Häfliger wurde nicht als Mitglied der Primarschulpflege gewählt. (mgp)


Weisslingen: SVP holt sich zusätzlichen Sitz im Rat

Roman Nüssli (SVP) zieht mit 724 Stimmen in den Gemeinderat von Weisslingen ein. Er verdrängt den Bisherigen Clemens Wangler (WF), der mit 604 Stimmen als überzählig ausscheidet. Ursprünglich war Roman Nüssli für seinen Parteikollegen und bisherigen Gemeinderat Markus Moser-Wehrli in die Lücke gesprungen – dieser hatte aus zeitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichten wollen. Diverse Wisligerinnen und Wisliger nominierten Moser-Wehrli jedoch mittels Wahlvorschlags für eine weitere Amtszeit. Prompt wurde er am Sonntag mit 671 Stimmen als Gemeinderat bestätigt.

Der bisherige Gemeindepräsident Pascal Martin (SVP) war konkurrenzlos angetreten. Er wurde mit 853 Stimmen bestätigt. Damit setzt sich der fünfköpfige Gemeinderat aus den Bisherigen Patrick Geiser (WF, 881 Stimmen), Roland Bischofberger (WF, 843 Stimmen), Pascal Martin (SVP, 936 Stimmen), Markus Moser-Wehrli (SVP, 671 Stimmen) sowie neu Roman Nüssli (SVP, 724 Stimmen) zusammen.

In der Schulpflege gab es exakt fünf Anwärter für die fünf Sitze. Neben den zwei Bisherigen – Schulpflegepräsidentin Marianne Bachofner (SVP, 802 Stimmen) und Tamara Götz (parteilos, 871 Stimmen) – wurden Pascal Keller (SVP, 817 Stimmen), Séverine Lutz (FDP, 806 Stimmen) und Janine Plüss (parteilos, 805 Stimmen) gewählt. Marianne Bachofner zieht in ihrer Funktion als Schulpflegepräsidentin gleichzeitig wieder als Vorsteherin der Schulbehörde als sechstes Mitglied in den Gemeinderat ein.

Für die fünf Sitze der Rechnungsprüfungskommission (RPK) hatten sich mit den Bisherigen Chris Kirschner (SVP) und Robert Camenzind (Die Mitte) und den zwei Neuen Richard Habenberger (SVP) und Patrik Nüssli (SVP) nur vier Personen zur Verfügung gestellt. Alle vier wurden gewählt. Für den freigebliebenen Sitzt kommt zu einem zweiten Wahlgang. (alb)

Bauma: ein weiterer Parteiloser im Gemeinderat

Die sechs Sitze im Baumer Gemeinderat sind besetzt: Unumstritten war die Wiederwahl von Gemeindepräsident Andreas Sudler (parteilos). 1186 Stimmen wurden für ihn abgegeben. Das Rennen neu in den Gemeinderat hat Sebastian Köstli gewonnen. Somit hält noch ein Parteiloser mehr Einzug in den Baumer Gemeinderat. Insgesamt sind es da jetzt fünf Parteilose.

Köstli wurde mit 936 Stimmen erkoren und erzielte damit einen Platz mit 181 Stimmen vor seinem Mitbewerber Andreas Guyer, der für die EDU antrat. Im Baumer Gemeinderat wird sich sonst nicht viel verändern, alle bisherigen bleiben gewählt. Dies sind Manuela Burkhalter (SVP), Karin Götz, Rudolf Rüegg und Daniel Schmidt (alle parteilos).

Von Amtes wegen nimmt die Schulpflegepräsidentin oder der Schulpflegepräsident als siebtes Mitglied im Gemeinderat Einsitz. Dies ist Karin Inauen (SVP, bisher). Sie war die einzige Kandidatin für diese Funktion. Zudem wird die Baumer Schulpflege ganz in Frauenhand sein: Neben Karin Inauen als Schulpflegepräsidentin sind die parteilosen Kandidatinnen Petra Kunz (bisher), Claudia Caprez (bisher), Lilian Andrea Bernal Zamora (neu), Ana Lea Ferreira Fernandez (neu), Christine Stauffer (bisher), Lysann Helbing (neu) gewählt.

Wer neu das Präsidium der Rechnungsprüfungskommission (RPK) übernimmt, ist noch nicht klar. Keiner der fünf Kandidatinnen haben im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht. Zuvorderst lag Patrick Thalmann (FDP) mit 615 Stimmen. Das reichte nicht. Es wird einen zweiten Wahlgang geben. Alle fünf RPK-Kandidaten wurden ansonsten in die Kommission gewählt. Neben den bisherigen Patrick Thalmann und Margrit Stricker (EVP) sind auch Domini Böni (parteilos), Flavio Grotz (parteilos) und Begatim Bektashi (FDP) neu dabei. (eru)

Russikon: ein Sitz mehr für SVP im Gemeinderat

Im Gemeinderat von Russikon bleiben die politischen Verhältnisse weitgehend stabil. Philip Hirsiger wurde mit 1149 Stimmen in seinem Amt als Gemeindepräsident bestätigt. Der Parteilose war der einzige Anwärter auf den Sitz. Im Januar 2025 war er wegen eines Hirnschlags vorübergehend ausgefallen. Seit letzten April ist er wieder im Einsatz. Neben Philip Hirsiger (1241 Stimmen) wurde auch die zwei bisherigen Gemeinderäte Raphael Alder (FDP) mit 1090 Stimmen sowie Stefan Fehr (SVP) mit 1039 Stimmen bestätigt. 

Nicht mehr zur Wahl gestellt hatten sich Barbara Schmid (parteilos), Natalie Furrer (FDP) und Rolf Hartmann (parteilos). An ihrer Stelle ziehen Christoph Casparis (FDP, 1023 Stimmen), Manuel Grözinger (SVP, 788 Stimmen) und Adrian Krauer (parteilos, 1152 Stimmen) in den Gemeinderat ein.

In der Schulpflege hatten sich für die fünf Sitze sieben Kandidatinnen und Kandidaten beworben. Gewählt wurden die Bisherigen Peter Minder (FDP, 939 Stimmen) und Marica Cvetic (FDP, 852 Stimmen) sowie die vier Neuen Franca Rütimann (parteilos, 881 Stimmen), Eliane Schumacher (FDP, 797 Stimmen) und Katrin Klassen (parteilos, 768 Stimmen).

Peter Minder hatte neu auch für das Präsidium kandidiert – er wurde mit 825 Stimmen gewählt. Pascale Bräuer (parteilos) erreichte mit 703 Stimmen zwar das absolute Mehr von 560 Stimmen, bleibt aber als überzählig auf der Strecke. Marco Müller (SVP) erhielt 550 Stimmen. (alb)

Hittnau: neuer Präsident bestätigt

Er musste sich zwar keine Sorgen machen, aber kann jetzt trotzdem offiziell aufatmen: Reto Huber (SVP) wurde von der Hittnauer Bevölkerung zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Der bisherige Ressortvorsteher Finanzen und Soziales übernimmt damit das Präsidium von Carlo Hächler (FDP). Eine weitere Amtszeit in der Exekutive werden Claudia Schnyder (parteilos) und Olivier Scurio-Lüthi (GLP) antreten. Neu in den Gemeinderat gewählt wurden Raphael Hintermann (Forum Hittnau) und Sabrina Maione (Forum Hittnau).

Zu einer Kampfwahl kam es in der Schulpflege. Diese wird auf die Legislatur 2026 bis 2030 von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert. Fünf Bisherige entschieden sich zu einer erneuten Kandidatur: Christine Cavigelli (parteilos), Nathalie Krummenacker (SVP), Sandra Kuhn-Schulthess (GLP), Muriel Signer Dübendorfer (parteilos) und Schulpräsident Matthias Weckemann (FDP). Zum Angriff auf die Bisherigen blies Rahel Vital-Hächler (parteilos) als neue Kandidatin – mit Erfolg. Das Nachsehen hatte die bisherige Nathalie Krummenacker, die aus dem Gremium ausscheiden wird. Matthias Weckemann wurde konkurrenzlos als Präsident bestätigt.

Neu in die Rechnungsprüfungskommission (RPK) zieht Jonathan Mischler (FDP) ein, der zugleich das Präsidium besetzt. Sowohl in der RPK als auch in der Sozialbehörde gab es genauso viele Kandidaten, wie Sitze zu besetzen waren. (lcm)

Schlatt: Schulpfleger verpasst Wahl in Gemeindevorstand

Vor vier Jahren waren die Wahlen in Schlatt eigentlich keine. Es gab exakt gleich viele Kandidierende wie Sitze. Heuer hatten die Schlatterinnen und Schlatter beim Gemeindevorstand die Qual der Wahl. Sieben Kandidierende wollten einen Sitz im fünfköpfigen Gemeindevorstand – und nur zwei bisherige Mitglieder stellten sich erneut zur Wahl.

Wenig überraschend sind es auch die beiden, die die meisten Stimmen holten. 267 Stimmen erhielt Sandra Rechsteiner, die Ressortvorsteherin Soziales und Gesundheit. Zwei Stimmen weniger holte Gemeindepräsident Urs Schäfer, der auch als Präsident bestätigt wurde. Die beiden sind wie alle Kandidatinnen und Kandidaten aus Schlatt parteilos.

Neu im Gemeinderat vertreten sind Veranstaltungstechniker Alex Peter und der ehemalige Feuerwehrkommandant André Beugger. Die beiden holten 202 respektive 199 Stimmen. Mit Bereitschaftspolizist Reto Böni schaffte es auch der jüngste Kandidat im Feld (Jahrgang 1990) neu in den Gemeindevorstand. Er holte 174 Stimmen und klassierte sich damit hauchdünn mit zwei Stimmen Unterschied vor Postautochauffeur Ralf Bill. Dieser verpasste die Wahl ebenso wie ZHAW-Dozent Thomas Keller. Für Keller ist dies auch ein Abschied aus der Gemeindepolitik. Denn er war bisher Mitglied der Schulpflege Elsau-Schlatt, hat sich aber entschieden, neu für den Gemeinderat zu kandidieren. Mit 158 Stimmen erzielte er das schlechteste Resultat.

Keine Überraschung gab es derweil bei den Wahlen der Schulpflege Elsau-Schlatt. Dort bleibt die kleinere der beiden Gemeinden mit Simon Hausammann und Dominique Hänggi (beide parteilos) vertreten. Die Behörde wurde für die kommende Legislatur von sieben auf fünf Sitze verkleinert. Hausammann erreichte mit 1023 Stimmen das zweitbeste Resultat, Hänggi mit 991 das drittbeste. Einzig Präsident Andreas Derrer konnte sich mit 1045 Stimmen vor den beiden Vertretern aus Schlatt klassieren. Der Elsauer behält auch das Präsidium – er war dafür der einzige Kandidat. (bes)

Fehraltorf: keine Überraschung

«Unaufgeregte Wahlen» hatte Gemeindepräsident Anton Muff (DGF) im Vorfeld erwartet. Und genauso war es denn auch. Er selbst wurde als einziger Kandidat für das Gemeindepräsidium mit 1839 Stimmen von 1872 glanzvoll in seinem Amt bestätigt. Für die fünf Sitze des Gemeinderats wurden neben Muff gewählt: Markus Bachofner (SVP, bisher), Christof Bögli (FDP, bisher) und Verena Hubmann (DGF, bisher); neu Einsitz nimmt Tamara Maag-Pedrett (parteilos). 

In der Schulpflege waren gleich alle fünf bisherigen Mitglieder nochmals angetreten. Präsidentin Carmen Evangelisti (DGF/FDP) wie auch Maja Bachmann (SVP), Cecile Kägi (FDP), Jonas Kofler (FDP) und Sara Lepori (DGF) wurden alle bestätigt. Auch für die fünf Sitze der Rechnungsprüfungskommission hatten sich fünf Kandidierende zur Verfügung gestellt, drei von ihnen neu: Almos Hernath (SVP), Christian Zingg (FDP), Tobias Suter (parteilos). Sie ergänzen die Bisherigen Gian Duri Zender (FDP) und Beat Huber (SVP). Beat Huber (SVP) stellt sich als Einziger für das Amt des RPK-Präsidenten zur Verfügung. 

Bei der Kirchenpflege kommt es wie erwartet am 14. Juni zu einem zweiten Wahlgang – für die sieben Sitze waren nur sechs Personen zur Wahl angetreten. Die vier Bisherigen Pascale Bauer (parteilos), Walter Bamert (SVP), Rudolf Linsi (parteilos) und Monica Ramsperger Saxer (parteilos) bleiben alle im Amt. Neu gewählt wurden die beiden Parteilosen Andreas Hembd und Antonia Hösli-Caflisch. (mk)

Wila: Der neue Gemeindepräsident heisst Michael Hutzli

Nun ist es offiziell: Die Wilemer haben Michael Hutzli (parteilos) mit 702 Stimmen zu ihrem neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Damit setzt der 42-Jährige seine politische Reise fort, die 2022 mit dem Eintritt in den Gemeinderat begann.

«Ich durfte in den letzten vier Jahren viele Menschen und Herausforderungen kennenlernen», sagt Hutzli am Wahlsonntag. «Es ist uns im Gemeinderat enorm wichtig zu erfahren, was die Wilemer beschäftigt.» Entsprechend wolle man weiterhin auf eine enge Zusammenarbeit setzen, um Wila gemeinsam weiterzuentwickeln. «Behördenwahlen bringen immer einen frischen Wind – dennoch werden wir den Weg weitergehen, den wir eingeschlagen haben.»

In der kommenden Legislaturperiode wird Hutzli weiterhin von Maya Berwert (SVP) und Bernhard Waldvogel (parteilos) unterstützt. Sie wurden mit 710 Stimmen (Berwert) respektive 739 Stimmen (Waldvogel) in ihren Ämtern bestätigt. Zu ihnen gesellen sich die beiden neuen, parteilosen Kandidierenden Riccardo Rizza mit 698 Stimmen und Roland Storchenegger mit 723 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,58 Prozent.

In der Rechnungsprüfungskommission (RPK) wird es zu keinem Wechsel an der Spitze kommen. Mit 710 Stimmen kann Fredi Nessensohn (SVP) seine Arbeit im Präsidium für eine weitere Amtsdauer fortsetzen, unterstützt von drei neuen Mitgliedern: Thierry König (754 Stimmen), Ramon Leuenberger (747 Stimmen) und Simone Weber (748 Stimmen), alle drei parteilos. Die bisherige, ebenfalls parteilose Heidi Weber (742 Stimmen) verlängert ihr Engagement um weitere vier Jahre. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,70 Prozent. (ks)

Turbenthal: Zwei Neue schaffen Sprung in Gemeinderat

Sieben Sitze, sieben Kandidierende: So präsentierte sich die Ausgangslage vor den Gemeinderatswahlen in Turbenthal. Die Stimmberechtigten haben die fünf bisherigen Mitglieder erneut gewählt. Die meisten Stimmen erhielt Walter Fehr (BGV) mit 1177 Stimmen, dicht gefolgt von der neuen Kandidatin Manuela Bieri (BGV) mit nur vier Stimmen weniger. Gemeinsam mit Urs König (FDP) aus Schmidrüti, der am drittmeisten Stimmen erhielt, treten sie die Nachfolge von Roger Schwender und Cornelia Oelschlegel (beide parteilos) an. Auch Gemeindepräsident René Gubler (FDP) darf eine weitere Legislatur bestreiten, er schafft die Wahl ins Präsidium mit 1098 Stimmen. Die Wahlbeteiligung in Turbenthal lag bei 36,55 Prozent.

Eine Kampfwahl steht erst bei der Primarschulpflege an, wo Präsident Ueli Laib (parteilos) Konkurrenz von Bettina Stadler (parteilos) erhält. Wegen falsch gedruckter Wahlzettel findet diese Wahl erst am 12. April statt. Die Sekundarschulpflege Turbenthal-Wildberg wurde bereits Mitte Januar still gewählt. (nos)

Lindau: Gemeindepräsident Hosang geht in die fünfte Legislatur

Die Wahlen in Lindau sind ohne Überraschungen über die Bühne gegangen. Bernard Hosang (FDP) wird die Gemeinde weiterhin als Präsident führen. Damit beginnt er seine fünfte Legislatur. Er wurde 2012 als Nachfolger des zurücktretenden Gemeindepräsident Fritz Jenzer (parteilos) gewählt und hält seine Position seit nun 14 Jahren.
Hosang hat für das Präsidium 985 Stimmen erhalten, jedoch haben auch andere Gemeinderatsmitglieder Stimmen fürs Präsidium erhalten, die sich dafür nicht aufgestellt hatten: Urs Christen (SVP) hat 91 Stimmen erhalten, Esther Elmer (SP) hat 69 Stimmen erhalten. Das Absolute Mehr liegt hier bei 629 Stimmen.
Hosang, Christen und Elmer werden auch weiterhin im Gemeinderat sitzen, sowie auch die Bisherigen Andreas Vonwyl (parteilos), Claudio Stutz (SVP) und Stephan Schori (SVP).

Mit in der Partie wird auch Claudia Steinmann (FDP) sein, der als Präsidentin der Schulpflege auch einen Sitz im Gemeinderat zusteht. Sie hat für das Schulpflegepräsidium 692 Stimmen erhalten. Wie auch beim Gemeinderat haben für das Präsidium auch andere Mitglieder Stimmen erhalten, die sich nicht aufgestellt hatten: das bisherige Mitglied Bruno Vollmer (SVP) hat 150 Stimmen erhalten, Stefan Wyss hat 118 Stimmen erhalten - er ist zudem neu in der Schulpflege. Das Absolute Mehr liegt hier bei 536 Stimmen. (mgp)


So präsentierten sich die Ausgangslagen

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