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Wahlen

Ausgangslage vor den Wahlen

Doppelter Präsidiumswechsel in Hittnau

Die meisten Kandidaten in Hittnau dürfen dem Wahlsonntag am 8. März mit einem Sitz auf sicher entgegensehen – allen voran die Kandidaten für die Präsidien.

Ab der neuen Legislatur wird an der Gemeindeversammlung in der Kirche Hittnau jeweils Reto Huber durch den Abend führen – höchstwahrscheinlich. (Archiv)

Foto: Simon Grässle

Doppelter Präsidiumswechsel in Hittnau

Ausgangslagen in den Gemeinden

Die meisten Kandidatinnen und Kandidaten in Hittnau dürfen dem Wahlsonntag am 8. März mit einem Sitz auf sicher entgegensehen – allen voran die Kandidaten für die Präsidien.

Im Hittnauer Gemeindehaus dürfte man sich wohl langsam überlegen, ob nicht doch stille Wahlen in der Gemeindeordnung als zulässig festgehalten werden sollten. Bereits zum zweiten Mal in Folge haben sich für den Gemeinderat genauso viele Personen gemeldet, wie Sitze zu vergeben sind – obwohl die Exekutive auf die Legislatur 2022 bis 2026 von sieben auf fünf Sitze verkleinert wurde.

Die letzte Kampfwahl um das Gemeindepräsidium liegt sogar noch weiter zurück. 2010 lieferten sich Christoph Hitz (parteilos) und Yvonne Gorgi-Huwiler (Forum Hittnau) das letzte Duell. Nach dem Rücktritt von Hitz Ende 2020 übernahm Carlo Hächler (FDP) dessen Nachfolge konkurrenzlos. Und auch jetzt dürfte mit Reto Huber (SVP) der nächste Präsident bereits feststehen.

Wechsel zur SVP

Dieser wurde vor vier Jahren noch als Parteiloser in den Gemeinderat gewählt. «Vom Gemeinderat aus waren wir bestrebt, die Ortsparteien persönlich über die kommenden Geschäfte der Gemeindeversammlung zu informieren.» Da er gute Beziehungen zur SVP hatte, war er dort regelmässig bei Parteisitzungen zu Gast.

«Dabei habe ich gemerkt, dass eine Partei im Rücken helfen kann, Informationen aus dem Dorf zu erfahren und eine erweiterte Sicht auf grosse Geschäfte zu haben.» Seine Ansichten würden sich in vielen Bereichen mit denen der SVP decken. «Daher bin ich letzten Sommer der SVP Hittnau beigetreten», sagt Huber. «Auch wenn es in der Gemeinde um Sachpolitik geht und nicht um Parteipolitik.»

Während mit Huber die SVP in den Gemeinderat zurückgekehrt ist, wird die FDP ab der neuen Legislatur nicht mehr vertreten sein. Sie scheidet mit Carlo Hächler aus dem Gemeinderat aus. Dafür wird das Forum Hittnau neu zwei Vertreter in der Exekutive stellen. Gaby Dürr tritt nicht mehr für das Forum zur Wahl an, dafür neu Raphael Hintermann und Sabrina Maione, die aktuell in der Sozialbehörde tätig ist. Die beiden Bisherigen Claudia Schnyder (parteilos) und Olivier Scurio-Lüthi (GLP) komplettieren das Gremium.

Kampfwahl in der Schulpflege

Und obwohl die FDP künftig nicht mehr das Gemeindepräsidium besetzen wird, bleibt sie sowohl in der Schulpflege als auch in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) an der Spitze: Co-Parteipräsident Jonathan Mischler, der neu in die RPK einziehen will, ist der einzige Kandidat für dessen Präsidium, und Matthias Weckemann stellt sich konkurrenzlos für eine weitere Amtszeit als Schulpräsident für die Schulgemeinde zu Verfügung.

Auch in der RPK wären die Voraussetzungen für eine stille Wahl theoretisch gegeben. In der Schulpflege mischt jedoch Rahel Vital-Hächler (parteilos) die Runde der Bisherigen mit ihrer Kandidatur auf. Diese wird auf die nächste Legislatur hin ebenfalls von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert. Während Armin Huber (Forum Hittnau) und Gian Luca Beeler (GLP) sich gegen eine erneute Kandidatur entschieden haben, treten Christine Cavigelli (parteilos), Nathalie Krummenacker (SVP), Sandra Kuhn-Schulthess (GLP) und Muriel Signer Dübendorfer (parteilos) neben Weckemann noch einmal an.

Die Kandidaten für den Gemeinderat Hittnau

Raphael Hintermann (Forum Hittnau, neu)

Reto Huber (SVP, bisher), auch als Präsident (neu)

Sabrina Maione (Forum Hittnau, neu)

Claudia Schnyder (parteilos, bisher)

Olivier Scurio-Lüthi (GLP, bisher)

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