Kontinuität prägt die Behördenwahlen in Fehraltorf
Ausgangslagen in den Gemeinden
In Fehraltorf sind die Behördenwahlen vom 8. März weitgehend eine Formsache. Der amtierende Gemeinderat geniesst Rückhalt, Veränderungen beschränken sich auf wenige Kommissionen.
«Wie schon bei den Gesamterneuerungswahlen vor vier Jahren zeichnen sich in Fehraltorf auch dieses Mal unaufgeregte Wahlen ab.» So beschreibt Anton Muff (DGF), Fehraltorfs amtierender Gemeindepräsident, die Ausgangslage «seiner» Gemeinde für die Behördenwahlen am 8. März.
Für die fünf Sitze des Gemeinderats stellen sich fünf Kandidierende zur Wahl – vier Bisherige und eine Neue. So treten Markus Bachofner (SVP), Christof Bögli (FDP), Verena Hubmann (DGF) und Anton Muff (DGF) wieder an; neu hinzu kommt Tamara Maag-Pedrett (parteilos). Sie tritt als Nachfolgerin von Fritz Schmid (parteilos) an, der seit 2014 im Gemeinderat sass, nun aber nicht mehr kandidiert.
Das Präsidium des Gemeinderats ist nicht umkämpft: Anton Muff (DGF) möchte eine zweite Amtszeit anhängen. Er ist der einzige Kandidat.
Auf ihre Kandidatur als einzige Neue angesprochen, zeigt sich Maag von einer persönlichen Seite. Sie sei in Fehraltorf aufgewachsen, weshalb sie viel mit der Gemeinde verbindet. «Gerne möchte ich meine Zeit, meine Stimme und meine Erfahrung einbringen, um das aktive Leben hier konstruktiv mitzugestalten.» Fehraltorf soll eine Gemeinde bleiben, in der sich alle Generationen wohlfühlen; dazu möchte sie als Gemeinderätin beitragen.
Die Gemeinde hat einiges vor
Den Gewählten stehen einige Projekte bevor. So soll mit der Entwicklung des Luppmen-Areals ein neues Wohn- und Gewerbequartier das Gesicht von Fehraltorf prägen. Die Verwaltung will digitale Dienstleistungen ausbauen und die Finanzen stabil halten. Auch Schulraumplanung und die Zusammenarbeit im regionalen Polizeiverbund gehören zu den Themen, die in den nächsten vier Jahren auf der Agenda stehen.
In der letzten Legislatur wurde ein grosses Projekt abgeschlossen: der Bau der neuen Sporthalle mit Lehrschwimmbecken und zusätzlicher Schulraum. Im März 2021 stimmte die Bevölkerung über dieses Projekt ab, im Mai 2022 fand der Spatenstich statt. Im März 2024 wurde das neue «Herzstück für Sport und Kultur» eröffnet.
Das Grossprojekt hatte aber seinen Preis: Gleich zweimal wurden in der vergangenen Legislatur die Steuern erhöht, nämlich 2022 und 2024. Dabei zeigte sich jedoch, dass die Bevölkerung durchaus hinter dem Gemeinderat steht: Beide Male winkten die Fehraltorferinnen und Fehraltorfer die Erhöhung ohne grossen Widerstand durch.
Nur die RPK verändert sich
Im Gegensatz zum Gemeinderat bleibt in der Schulpflege wirklich alles beim Alten. Alle fünf bisherigen Mitglieder kandidieren für die bevorstehende Amtszeit. Carmen Evangelisti kandidiert für eine weitere Amtszeit (DGF/FDP) als Präsidentin. Sie ist von Amtes wegen auch Mitglied des Gemeinderats. Weiter wollen Maja Bachmann (SVP), Cecile Kägi (FDP), Jonas Kofler (FDP) und Sara Lepori (DGF) in der Schulpflege bleiben.
Die Rechnungsprüfungskommission ist das einzige Gremium, in dem es zu grösseren Veränderungen kommt. So stellen sich für die fünf Sitze fünf Kandidierende zur Verfügung, drei von ihnen sind neu.
Almos Hernath (SVP), Christian Zingg (FDP) und Tobias Suter (parteilos) wollen sich in die RPK wählen lassen, zusammen mit den Bisherigen Gian Duri Zender (FDP) und Beat Huber (SVP). Der bisherige Präsident Ulrich Hürlimann (FDP), Ruedi Bachmann (GLP) und Hans‑Peter Leserf (parteilos) treten nicht mehr zur Wahl an. Beat Huber (SVP) stellt sich als Einziger für das Amt des RPK-Präsidenten zur Verfügung.
Sechs Personen für sieben Sitze
Stellen sich für alle Behörden genügend Personen zur Wahl, fehlt es der Kirchenpflege an einem Kandidaten; sechs Personen stellen sich für sieben Sitze zur Wahl. Zu den vier Bisherigen Pascale Bauer (parteilos), Walter Bamert (SVP), Rudolf Linsi (parteilos) und Monica Ramsperger Saxer (parteilos) gesellen sich die zwei Neuen Andreas Hembd (parteilos) und Antonia Hösli-Caflisch (parteilos).
Bleibt der siebte Sitz vakant, kommt es am 14. Juni zu einem zweiten Wahlgang. Stellt sich dann nach wie vor keine Person zur Wahl, zählt die Kirchenpflege – wie auch schon in den letzten vier Jahren – nur sechs Personen. Das Gremium ist auch dann beschlussfähig.
Für die vier Sitze in der Gesellschaftskommission kandidieren vier Personen, darunter drei Bisherige und neu Corina Fontana (SVP).
Die Kandidaten für den Gemeinderat Fehraltorf
Anton Muff (DGF, bisher), auch als Präsident (bisher)
Christof Bögli (FDP, bisher)
Markus Bachofner (SVP, bisher)
Tamara Maag-Pedrett (parteilos, neu)
Verena Hubmann (DGF, bisher)