Kezo schliesst 2025 mit deutlichem Plus ab
Meldungen aus der Regionalwirtschaft
Personalien, Zahlen, Strategien – alles zum Wirtschaftsgeschehen in der Region.
26. August: KEZO schliesst 2025 mit deutlichem Plus ab
Die Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. In einer Mitteilung von Mittwoch wurden Zahlen aus dem Geschäftsbericht sowie der Jahresrechnung veröffentlicht: Insgesamt nahm die Kezo rund 189’000 Tonnen Abfall an und verwertete diese – 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Während die Menge des Haushaltskehrichts weitgehend konstant blieb, nahm vor allem der Abfall aus Industrie und Gewerbe zu. Als einen Grund nennt die Kezo die hohe Bautätigkeit in der Region.
Die Jahresrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 7,1 Millionen Franken ab, budgetiert war lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis. Der Nettoerlös lag bei 47,71 Millionen Franken. Der Cashflow erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 15,88 Millionen Franken. Die Kezo betont, dass ein hoher Cashflow insbesondere für die Eigenfinanzierung des geplanten Ersatzneubaus wichtig sei.
Deutlich zugenommen hat auch die Energieproduktion beziehungsweise -abgabe. Die Kezo verkaufte knapp 26’000 Megawattstunden Fernwärme, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Abwärme für umliegende Gewächshäuser stieg um 17 Prozent auf gut 30’500 Megawattstunden. Hinzu kamen rund 128’500 Megawattstunden Strom – laut Kezo entspricht dies dem Jahresverbrauch von etwa 30’000 durchschnittlichen Schweizer Haushalten.
Zum deutlich besseren Rechnungsergebnis gegenüber dem Budget trugen zudem höhere Stromerlöse infolge gestiegener Strompreise bei. Der Stromerlös lag mit 91,15 Franken pro Megawattstunde deutlich über den budgetierten 75 Franken.
Die Delegiertenversammlung genehmigte die Jahresrechnung in der vergangenen Woche einstimmig.(eve)
18. August: Dormakaba kauft zwei Firmen in den USA
Dormakaba mit Sitz in Rümlang und Produktion in Wetzikon baut ihr Geschäft in den USA weiter aus. Der Schliesstechnikkonzern hat die kalifornischen Firmen Azure Access und Apollo Security übernommen. Damit stärkt Dormakaba insbesondere ihr Angebot im Bereich elektronischer Zutrittskontrollsysteme.
Laut Dormakaba sollen die Übernahmen die Entwicklung neuer Zutrittslösungen beschleunigen und die Position im US-Markt stärken. Während Dormakaba bisher vor allem Komplettlösungen angeboten hat, will der Konzern künftig auch sein Geschäft mit einzelnen Komponenten wie Schlössern, Lesegeräten und Controllern ausbauen.
Für die beiden übernommenen Firmen eröffnet der Zugang zum globalen Netzwerk von Dormakaba neue Wachstumsmöglichkeiten. Die Unternehmen beschäftigen zusammen lediglich rund 30 Mitarbeitende. Sie verfügen zwar über innovative Technologien, sind aber schlicht zu klein, um ihre Produkte international in grösserem Umfang zu vermarkten und zu skalieren. (sco)
4. August: Planted eröffnet eigenes Bistro in Kemptthal
Seit 2020 produziert das Start-up Planted auf dem früheren Maggi-Areal in Kemptthal veganen Fleischersatz. Nun plant Planted am Produktionsstandort im Valley ein öffentliches Bistro. «Ab Anfang September öffnen wir unsere Türen», sagte Sprecherin Melissa Huber gegenüber dem «Tages-Anzeiger».
Das Bistro wird in der Firmenkantine untergebracht, die aktuell nur Mitarbeitenden offensteht. Die Kantine, die bislang von externen Anbietern betrieben wurde, wird Planted ab September selbst führen. Derzeit werde das Konzept ausgearbeitet. Die Öffnungszeiten stehen noch nicht fest. Klar ist, dass viele eigene Produkte auf der Speisekarte stehen werden.
Zusätzlich soll in der Stadt Zürich eine Pop-up-Beiz eröffnet werden. Wann und wo, wollte Planted-Sprecherin Huber noch nicht verraten. (sco)

31. Juli: 20 Kinder am Bereuter-Ferienplausch in Volketswil
Die Bereuter-Gruppe in Volketswil bildet seit vielen Jahren junge Berufsleute aus und kämpft so gegen den Fachkräftemangel. Mit dem Ferienplausch setzt das Unternehmen noch früher an: Während zweier erlebnisreicher Tage auf dem Betriebsareal in Volketswil erhielten 20 Kinder – Buben und Mädchen – einen spielerischen und praxisnahen Einblick in die Welt des Bauens.




Ob Mauern, Schalen, Spitzen, Baggerparcours oder eine Fahrt mit dem Lastwagen: Beim Ferienplausch standen praktische Erfahrungen im Zentrum. Die Kinder durften ausprobieren, Fragen stellen und selbst aktiv werden. Dabei erlebten sie, wie viel Teamarbeit, Technik, Präzision und Geschick hinter dem Bauen steckt.
«Wir möchten den Kindern zeigen, dass Bauen mehr ist als Maschinen, Beton und Baustellen. Es geht um Zusammenarbeit, Können, Verantwortung und Freude am Handwerk», sagt Reto Müller, Geschäftsführer der Bereuter Baugrubentechnik AG. «Wenn Kinder bei uns mit leuchtenden Augen einen Bagger bedienen, eine Mauer setzen oder in einem Lastwagen mitfahren dürfen, bleibt oft ein positives Erlebnis zurück – und vielleicht auch ein erster Funke Interesse für einen späteren Beruf.» (pd/sco)
3. Juli: Vorsichtig optimistische Stimmung bei Oberländer Unternehmen
Das jährliche Stimmungsbarometer zur Wirtschaftslage, das der Arbeitgeber-Verband Zürcher Oberland und rechtes Seeufer (AVZO) bei seinen Mitgliedern erhebt, zeigt mehrheitlich eine erfreuliche Beurteilung des vergangenen Jahrs und eine überwiegend optimistische Einschätzung für das laufende Jahr 2026.
Der AVZO hat seine Mitglieder im Juni zum vergangenen Geschäftsjahr und zu den Aussichten für das Jahr 2026 befragt, 47 Unternehmerinnen und Unternehmer haben teilgenommen. Das Geschäftsjahr 2025 wird von 68% der Teilnehmenden als sehr erfolgreich oder erfolgreich beurteilt (Vorjahr: 70%). Die restlichen Unternehmen beurteilen das vergangene Jahr als mässig und einige wenige als gar nicht erfolgreich.
Die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr fallen trotz der geopolitisch schwierigen Situation erfreulich positiv aus, erwarten doch 56% eine Verbesserung des Geschäftserfolgs (Vorjahr: 35%). 35% gehen von gleichbleibendem Erfolg aus (Vorjahr: 40%) und 9% rechnen eher mit einer Verschlechterung (Vorjahr: 25%) .
Die grössten Sorgen bezüglich der geopolitischen Entwicklungen bereiten den Unternehmerinnen und Unternehmern die Energieversorgung und Rohstoffpreise (45%), Lieferkettenstabiliät (36%), politische Risiken in Auslandsmärkten (36%), Währungs- und Zinsschwankungen (30%) und Handels- und Zollpolitik sowie Sanktionen (28%).
Dagegen werden diverse Massnahmen ergriffen wie Diversifikation der Lieferketten, Stärkung des Heimmarkts, geografische Marktdiversifikation und Absicherung durch Finanzinstrumente. Auch der Lageraufbau, Auslagerung von Teilbereichen ins Ausland und Investitionen in Digitalisierung und neue Technologien wurden genannt. Stark zugenommen bei den genannten Herausforderungen hat der Umgang mit neuen Technologien wie KI, wurde dies doch von 37% genannt (Vorjahr: 18%). (pd/lcm)
25. Juni: Marc Kessler wird Verwaltungsrat von Quality1 in Bubikon
Seit mehr als elf Jahren ist Marc Kessler CEO von Quality1 mit Sitz in Bubikon. Nun gibt er die operative Leitung ab und wechselt in den Verwaltungsrat des Anbieters von Garantieversicherungen für Autos und Motorräder.
Vollzogen werde der Wechsel auf das neue Jahr, teilt Quality1 mit. Kessler werde der Geschäftsleitung auch in der neuen Funktion beratend zur Seite stehen. «Nach mehr als elf Jahren an der operativen Spitze ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, die CEO-Verantwortung weiterzugeben. Ich freue mich darauf, die Weiterentwicklung des Unternehmens künftig aus dem Verwaltungsrat zu unterstützen», lässt sich Kessler zitieren. Ein neuer CEO für die Tochtergesellschaft der Allianz Suisse wird derzeit gesucht. (pd/sco)

18. Juni: Bertschinger in Bubikon stösst an Grenzen des Wachstums
1975 als Einzelfirma gegründet, ist die Bertschinger AG auf mittlerweile 80 Mitarbeitende angewachsen. Am Donnerstagmittag waren rund 50 Mitglieder des Wirtschaftsforums Wetzikon zu Gast am Firmensitz in Bubikon. Geschäftsführer Harry Letsch und Matthias Bertschinger stellten das Unternehmen vor und sprachen offen über Chancen, aber auch Risiken.
Bertschinger sieht sich als Partner für jede Art von Bauen mit Holz: Neben der Schreinerei verfügt das Unternehmen über eine Zimmerei, über hauseigene Architekten, Projektleiter und Spezialisten für den Innenausbau – und zwar für Umbau wie für Neubauten. Von kleinen Reparaturen bis zum Bau eines Mehrfamilienhauses aus Holz reicht die Angebotspalette.
Gründer Urs Bertschinger hatte seine Nachfolgeregelung schon früh in Angriff genommen. Neben seinen drei Söhnen Patrick, Raphael und Matthias wurden auch mehrere langjährige Mitarbeiter zu Mitinhabern. Die neue Crew führte das Unternehmen nach Urs Bertschingers plötzlichem Herztod 2018 praktisch nahtlos weiter.
Mittlerweile stösst Bertschinger an die Grenzen des Wachstums. Das habe nichts mit der Nachfrage zu tun, sondern sei äusseren Umständen geschuldet, wie Harry Letsch erklärte. Die Firma kann ihre Liegenschaft im Industriegebiet Schwarz nicht erweitern.

«Wir würden gerne bauen», sagte Letsch: «Aber das Land, das für eine Erweiterung am jetzigen Standort in Frage kommt, liegt in der Landwirtschaftszone.» Die Aussichten auf eine Umzonung sind gleich null. Trotzdem wollen Letsch und seine Geschäftsleitungskollegen am Standort Bubikon festhalten: «Wir können uns nur innerhalb der bestehenden Gebäudestrukturen entwickeln.»
Sandra Elliscasis, Präsidentin des Wirtschaftsforums und Wetziker Stadträtin, nahm den Ball auf und wies scherzhaft daraufhin, dass sich in Wetzikon bei Bedarf durchaus ein Plätzchen für das Unternehmen finden liesse.
Matthias Bertschinger stellte in seinem Referat die Bertschinger Immobilien AG vor und nannte eine eindrückliche Palette an realisierten Bauprojekten: darunter den Seidenturm oder das Projekt Hinterdorf in Dürnten oder auch das Mehrfamilienhaus Guldistud in Tann. Die Schwierigkeit bei solchen Neubauten liege vor allem in den hohen Landpreisen in Verbindung mit dem eigenen Qualitätsanspruch, sagte Matthias Bertschinger: «Es ist eine Herausforderung, Wohnraum zu vernünftigen Preisen zu errichten.»
Anschliessend an die beiden Referate folgte eine Betriebsbesichtigung in verschiedenen Gruppen, ehe der Lunch-Anlass des Wirtschaftsforums Wetzikon mit einem Apéro Riche und zahlreichen Gesprächen abgeschlossen wurde. (sco)
11. Juni: Dübendorfer Spin-off mit 140’000 Franken ausgezeichnet
Seoho Jung, der Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident des ETH-Spin-off Chiral Nano, wurde am Mittwoch mit dem W. A. de Vigier Award ausgezeichnet. 200 Projekte wurden eingereicht, von denen nach einem langwierigen Auswahlverfahren fünf Sieger auserkoren wurden. Der Award ist mit je 120’000 Franken dotiert, zusätzlich gibt es einen Anerkennungspreis von je 20’000 Franken.
Chiral Nano entwickelt auf dem Dübendorfer Empa-Campus Fertigungsanlagen für die Herstellung der nächsten Generation von Computerchips. Da herkömmliche Siliziumchips an ihre Grenzen stossen, setzt das Unternehmen auf Nanomaterialien wie Kohlenstoffnanoröhren, die leistungsfähigere und energieeffizientere Chips ermöglichen sollen.
Dafür hat Chiral Nano ein Verfahren entwickelt, das Nanomaterialien züchtet, automatisch prüft und mit hoher Präzision auf dünne Siliziumscheiben überträgt, aus denen später Computerchips entstehen. Ziel ist es, die industrielle Produktion dieser neuen Chiptechnologie zu ermöglichen und so Anwendungen wie künstliche Intelligenz und Quantencomputing voranzutreiben. (red)
9. Juni: R&M in Wetzikon ernennt Chief Product & Marketing Officer
R&M baut seine Führungsstruktur um: Am 15. Juni übernimmt Hannes Grubinger die Position des Chief Product & Marketing Officer (CPMO) und wird zugleich Mitglied der Geschäftsleitung. In dieser Funktion ist er für das globale Produktportfolio, die strategischen Marktsegmente und das Corporate Marketing verantwortlich.

R&M entwickelt in Wetzikon hochwertige Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze. Grubinger soll sicherstellen, dass die globalen Go-to-Market-Aktivitäten eng mit der Produktstrategie und den Innovationszielen von R&M abgestimmt sind.
Er promovierte an der ETH Zürich im Bereich Höchstfrequenztechnik und Feldtheorie. Zuvor schloss er ein Ingenieurstudium der Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Universität München als Diplom-Ingenieur ab. Zuletzt leitete Hannes Grubinger das Produktmanagement für Hochfrequenz- und Mikrowellenprodukte bei Huber+Suhner. (pd/sco)
8. Juni: Raiffeisenbank-Genossenschafter genehmigen alle Anträge
3729 Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Raiffeisenbank Zürcher Oberland gaben ihre Stimmen an der Urabstimmung 2026 ab. Das sind 20 Prozent der knapp 20’000 Mitbesitzer der Genossenschaftsbank.
Dabei folgten sie sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrats mit grossem Mehr: Die Rechnung 2025, die mit einem Jahresgewinn in Höhe von 2,55 Millionen Franken abschloss, wurde mit einer Zustimmung von 99,57 Prozent genehmigt. Die Verzinsung der Anteilsscheine zu 2,25 Prozent erhielt 93,24 Prozent Ja-Stimmen. Und der Verwaltungsrat wurde mit einer Zustimmungsrate von 97,30 Prozent entlastet.
Eine Veränderung gibt es im Verwaltungsrat, aus dem Pia Boeniger aufgrund einer Amtsdauerbeschränkung ausgeschieden ist. Nach 22 Jahren im Verwaltungsrat der Bank mit Sitz in Uster wurde Pia Boeniger an den beiden Informationsveranstaltungen von Ende April gebührend gewürdigt und verabschiedet.
Ihre Nachfolgerin Marianne Bonato ist bereits 2023 gewählt worden, wodurch das Gremium temporär auf sieben Mitglieder anwuchs. Sie wurde wie Brigitta De Boni, Florin Gass, Stefan Woodtli, Gerald Radeck und Verwaltungsratspräsident Christian Elliscasis für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren wiedergewählt und übernimmt das Amt der Vizepräsidentin. (pd/sco)
2. Juni: Bank Avera: 150’000 Franken für die Gemeinnützigen Gesellschaften
236 Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Bank Avera konnten Donato Scognamiglio (Verwaltungsratspräsident) und André Wegmann (Vorsitzender der Geschäftsleitung) zur 33. Generalversammlung der Regionalbank begrüssen.
Im Stadthofsaal von Uster wurden sämtliche Anträge des Verwaltungsrats genehmigt. Darunter war auch die Verteilung des Jahresgewinns von 10,25 Millionen Franken. Wie bereits in den Vorjahren wird der Hauptanteil des Bilanzgewinns der gesetzlichen Gewinnreserve zugewiesen. Zudem wurde die Ausschüttung von insgesamt 150’000 Franken an die Gemeinnützigen Gesellschaften der Bezirke Hinwil, Pfäffikon und Meilen genehmigt. (pd/sco)
21. Mai: Fabian Roth wird neuer CEO der Hug Baustoffe AG
Die Geschäftsleitung der Firma Hug Baustoffe mit Sitz in Nänikon richtet ihre Geschäftsleitung neu aus: Das Unternehmen wird ab sofort von Fabian Roth geführt, der den Posten des CEO übernimmt. Dies gab die Firma in einer Medienmitteilung bekannt. zuvor wurde das Unternehmen von Dominik Rieder als Geschäftsführer geführt. Hug Baustoffe AG ist führender Anbieter im Bereich Baumaterialhandel, Sanitärlösungen sowie Wand- und Bodenbeläge mit insgesamt elf Standorten im Wirtschaftsraum Zürich. (eve)

20. Mai: ZAV Recycling AG in Hinwil gewinnt 18’500 Tonnen Metall aus Müll
141’000 Tonnen Schlacke aus Kehrichtverbrennungsanlagen hat die ZAV Recycling AG in Hinwil im Jahr 2025 verarbeitet, 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus dieser Trockenschlacke gewann das Unternehmen 18’500 Tonnen Metall, hauptsächlich Eisen, aber auch Aluminium, Kupfer, Silber und Gold.
Hauptaktionär der ZAV Recycling AG ist der Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo). Während die Rückgewinnung von Eisen im vergangenen Jahr ein Verlustgeschäft war, führten hohe Marktpreise bei den übrigen Metallen zu hohen Erlösen. Die Schlackenlieferanten, darunter auch die Kezo, haben pro angelieferte Tonne eine Vergütung von 70 Franken erhalten. 2024 waren es noch 47 Franken gewesen.
Bei einem Gesamtumsatz von 33,7 Millionen Franken (Vorjahr: 28,5 Millionen) steigerte die ZAV Recycling AG den Jahresgewinn von 123’000 auf 171’000 Franken. (sco)
18. Mai: Veloplus ersetzt «Velohandbuch» durch Kundenmagazin «Antrieb»
Nach fast vier Jahrzehnten endet ein Stück Schweizer Velogeschichte. Die Veloplus AG mit Hauptsitz in Wetzikon ersetzt ihr legendäres «Velohandbuch» durch ein Kundenmagazin mit dem Namen «Antrieb».
Seit 1987 war das jährliche «Velohandbuch» ein fester Bestandteil in den Haushalten von Schweizer Velofans. Es war Katalog, Ratgeber und Inspirationsquelle zugleich und eine Erinnerung daran, dass Veloplus sein Geschäft vor fast 40 Jahren als Versandhandel ohne Läden begonnen hatte. 568 Seiten dick war die letzte Ausgabe des «Velohandbuchs 2025/2026».

«Das Handbuch war ein treuer Begleiter», sagt Geschäftsführer Dominique Metz, der das Unternehmen vor zwei Jahren von Gründer Martin Wunderli übernommen hat. «Aber wir wollten ein Format, das unsere Leidenschaft, unsere Geschichten und unsere Vision noch spürbarer macht.»
Ausserdem ist ein mehrere hundert Seiten dicker Wälzer mittlerweile ziemlich aus der (Online-)Zeit gefallen. Die neue Broschüre umfasst noch 56 Seiten. Gedruckt wurde sie in einer Auflage von 140’000 Exemplaren. Das spart im Vergleich zum «Velohandbuch» rund 80 Tonnen Papier im Jahr. Das Kundenmagazin «Antrieb» liegt ab sofort in allen elf Veloplus-Läden kostenlos auf. (pd/sco)
13. Mai: Erster Bagger mit erneuerbarem Diesel beim Brüttener-Tunnel-Bau im Einsatz
Schwere Baumaschinen benötigen ordentlich Pfupf. Vorzugsweise liefert Diesel die nötige Energie, um die fahrbaren Arbeitsgeräte anzutreiben. Solche Baumaschinen umweltfreundlich zu betreiben, war lange mehr Wunschdenken als Realität.
Wie sich nun auf einer Baustelle in Bassersdorf zeigt, gibt es Alternativen. So wurde ein Bagger des Bauunternehmens Eberhard Bau AG erstmals mit erneuerbarem Diesel betankt. Dieser wird künftig beim Bau des Brüttener Tunnels, der den Bahnverkehr unter anderem in Effretikon entlasten soll, zum Einsatz kommen. Ab 2027 wird die Baufirma grössere Mengen des synthetisch hergestellten Treibstoffs beziehen.
Produziert wird er in einer Anlage der Synhelion AG in Deutschland. Dort werden seit 2024 neben erneuerbarem Diesel auch umweltfreundliches Kerosin und umweltfreundliches Benzin in industriellem Massstab hergestellt, wie das Zürcher Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.
Der Vorteil: Der Treibstoff erbringt dieselbe Leistung wie die herkömmlichen, reduziert aber die CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent. Für die Verwendung sind ausserdem keinerlei technische Umbauten an den Baumaschinen nötig. (jgu)
11. Mai: Wechsel in der Chefetage bei der Energie Uster AG
Mirjam Keinath ist seit Anfang Mai neues Mitglied der Geschäftsleitung der Energie Uster AG. Im Rahmen einer geplanten Nachfolgeregelung übernimmt sie die Leitung des Geschäftsbereichs Markt & Innovation und tritt damit die Nachfolge von Philippe Joss an. Joss verlässt das Unternehmen «infolge Pensionierung nach langjähriger und erfolgreicher Tätigkeit», wie es in einer Mitteilung heisst.

Mirjam Keinath verfügt über umfassende Erfahrung in der Energiewirtschaft. Zuletzt war sie als Leiterin Netzwirtschaft beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) tätig. Sie bringe ausgewiesene Expertise in den Bereichen Markt, Regulierung und strategische Weiterentwicklung mit, schreibt die Energie Uster AG in einer Mitteilung.
Die Übergabe der Leitung des Geschäftsbereichs erfolge bis spätestens Ende 2026 im Rahmen einer koordinierten gemeinsamen Führungsphase mit Philippe Joss. Dadurch würden Kontinuität sowie ein reibungsloser Wissenstransfer sichergestellt, schreibt das Ustermer Energieversorgungsunternehmen. (pd/sco)
7. Mai: Was der Nasenrücken mit der Belastbarkeit zu tun hat
Das 12. Wirtschaftsforum der Gemeinde Pfäffikon wurde erstmals zusammen mit dem Gewerbeverein durchgeführt. Das, aber auch die Referentin sorgten für eine rege Beteiligung. Man lernte nämlich, Gesichter zu lesen.
Es war eine echte Profilerin, die in der «Palme» in Pfäffikon den Vertreterinnen und Vertretern aus Gewerbe und Industrie in die Gesichter schaute. Fabienne Rüttimann, Gründerin der Akademie einfach anders in Dübendorf, erklärte, dass ein breiter Nasenrücken von grosser Belastbarkeit zeuge, ein schmaler eher einem Menschen gehöre, der die Sache Schritt für Schritt angehe. Aber natürlich nicht nur das: Die Referentin erzählte Erhellendes und Spannendes zum Thema Menschen verstehen und respektvoll miteinander umgehen.
Der Gastgeber, Gemeindepräsident Marco Hirzel (parteilos), hatte zuvor über aktuelle Themen aus Pfäffikon berichtet. Dabei hob er hervor, dass die Wahlen in Pfäffikon – im Unterschied zu fast allen anderen Gemeinden im Oberland – mit einer aussergewöhnlich hohen Stimmbeteiligung verlaufen seien, was seines Erachtens etwas untergegangen sei und deshalb hier nachgeholt werde.
Positiv entwickelte sich laut dem Gemeindepräsidenten auch die finanzielle Situation. Die Gemeinde habe erneut einen guten Abschluss erzielt und könne den Steuerfuss stabil halten. Zentrale Themen der kommenden Jahre bleiben unter anderem die Mobilität, die Entwicklung des Gebiets Tumbelen Nord und die geplante Fusion mit der Gemeinde Wildberg.
Und auch das Dorfzentrum gibt Grund zur Freude. Veranstaltungen, Märkte und Aktivitäten auf der Seestrasse hätten wesentlich zur Belebung beigetragen. Gemeinsam mit dem Gewerbeverein plane man weitere Projekte zur Stärkung des Standorts und der Arbeitsplätze im Zürcher Oberland. (mk)
7. Mai: FBB hat zwei weitere Elektro-Lkws in Betrieb genommen
Seit Sommer 2024 ist das Baustoffunternehmen FBB mit Sitz in Bauma mit zwei vollelektrischen Scania-Sattelschleppern unterwegs. Mittlerweile ist die Zahl der E-Lkws des Unternehmens mit Standorten im ganzen Oberland auf vier Fahrzeuge angewachsen.
Zu den beiden Scania-Sattelschleppern sind im März zwei Mercedes E-Actros 600 gekommen. «Die Fahrzeuge bewähren sich im täglichen Einsatz bestens, reduzieren Emissionen deutlich und leisten einen messbaren Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt», sagt Werkstattleiter Dominik Tanner, der für den FBB-Fahrzeugpark verantwortlich zeichnet.

Auch preislich werden die elektrischen Alternativen allmählich interessanter. Die beiden Scania kosteten im Sommer 2024 mehr als 500’000 Franken in der Anschaffung, dreimal mehr als ein vergleichbares Dieselmodell. Mittlerweile habe sich diese Differenz auf den Faktor 2 reduziert, sagt Tanner. Dass sich die FBB nicht mehr für Scania, sondern für Mercedes entschieden hat, hat zwei Gründe: Die Lieferfristen des deutschen Herstellers sind deutlich kürzer und die Reichweiten etwas länger. (sco)
23. April: Der Gründer von Bächli Bergsport stirbt mit 89 Jahren
Heinz Bächli, der Gründer der Bächli Bergsport AG, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. In der Todesanzeige in der «Neuen Zürcher Zeitung» verabschiedet sich das Unternehmen von einem «mutigen Geschäftsmann und starken Bergsteiger».
Der einstige Lehrer Ernst Bächli gründete 1974 mit seiner Frau Margrit in Volketswil das Unternehmen Bächli Bergsport. Erster Firmensitz sei das Wohnzimmer gewesen, erinnerte sich Margrit Bächli gemäss der Firmenwebsite an die Anfangszeit. Neben zwei kleinen Kindern habe die Wohnung vor allem Bergsportartikel beherbergt.
Heute hat die Bächli Bergsport AG 15 Filialen in der ganzen Schweiz. Heinz Bächli trat 2006 aus der Firma aus. Verwaltung und Zentrallager sind heute in Nänikon positioniert, eine Filiale gibt es in Volketswil. (sda/eru)
22. April: Huber+Suhner verstärkt Zusammenarbeit mit Microsoft
Huber+Suhner hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit Microsoft zu intensivieren. Ziel ist der Ausbau der innovativen Technologie Hollow Core Fiber (HCF) im globalen Microsoft-Azure-Netzwerk. HCF-Kabel leiten das Licht durch Luft statt durch Glas und ermöglichen so eine bis zu 47 Prozent schnellere Datenübertragung. Dies führt zu einer geringeren Latenz und einer effizienteren Kommunikation zwischen Rechenzentren, was besonders für Cloud- und KI-Infrastrukturen entscheidend ist.
Seit 2017 arbeitet der Spezialist für Verbindungstechnik mit Sitz in Pfäffikon eng mit Microsoft zusammen, um HCF-Kabel und -Steckverbinder zu entwickeln. Diese Technologien sind bereits im Einsatz und übertragen Livedaten im Azure-Netzwerk, das Cloud-Ressourcen, lokale Rechenzentren und das Internet verbindet.
Huber+Suhner hat spezielle Kabelsysteme für den Innen- und Ausseneinsatz sowie innovative HCF-Steckverbinder entwickelt, die eine einfache Integration in bestehende Glasfaserinfrastrukturen ermöglichen. Diese Lösungen bieten wirtschaftliche Vorteile wie geringere Energiekosten, höhere Effizienz beim KI-Training und mehr Flexibilität bei der Standortwahl von Rechenzentren.
Bei Huber+Suhner geht man davon aus, dass die Produktionsmengen schrittweise ansteigen werden. (pd/sco)
20. April: Ecovadis zeichnet R&M erneut mit Gold aus
Der neue Nachhaltigkeitsbericht des Wetziker Industrieunternehmens R&M beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Nachhaltigkeit im Business und in der Unternehmensstrategie einnimmt. Wie kann R&M die umfangreichen Aspekte der Nachhaltigkeit adressieren und gleichzeitig profitabel wachsen?
Man wolle keine Symbolpolitik betreiben, um sich nach aussen zu profilieren, sagt CEO Roger Baumann: «Für R&M bedeutet nachhaltiges Wirtschaften einen klugen Umgang mit Ressourcen und die Sicherung der zukünftigen Handlungsfähigkeit.» Ökologie und Ökonomie müssen dabei nicht in einem Konflikt stehen: Der Hersteller von Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze konnte beispielsweise durch effiziente Transporte und Lagerhaltung die Emissionen reduzieren und gleichzeitig seine Kosten senken.

Erstmals ermittelte R&M Daten über den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch. Er lag bei 23,5 Prozent im Jahr 2025. Langfristiges Ziel ist, 80 Prozent des weltweiten Verbrauchs durch erneuerbare Energiequellen abzudecken.
Die internationale Ratingagentur Ecovadis hat R&M 2025 für deren Engagement im Bereich Nachhaltigkeit erneut das Gold-Zertifikat verliehen. (pd/sco)
15. April: Ein neuer CEO für die Bioengineering AG in Wald
Das Biotech-Unternehmen Bioengineering in Wald hat einen neuen Chief Executive Officer (CEO). Der Verwaltungsrat hat Jiang Pei mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger von Roland Durner ernannt.
Jiang Pei ist gebürtiger Chinese, aber seit mehr als 25 Jahren für die japanische Morimatsu-Gruppe in leitenden Funktionen tätig. Morimatsu hat die Bioengineering AG im September 2025 übernommen und will das Walder Unternehmen als europäischen Hub etablieren.
Aufgabe des neuen CEO sei es, «die Kontinuität in der Unternehmensführung sicherzustellen, die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu fördern und die erfolgreiche langfristige Integration in die internationale Morimatsu Group zu gewährleisten», schreibt Bioengineering.
Über die Gründe für Durners abrupten Abgang nach nicht einmal zwei Jahren äussert man sich bei Bioengineering nicht. (sco)

