Auf Rambazamba hat er keine Lust
Wie verbringen eigentlich unsere Spitzensportlerinnen und -sportler Ferien? Und worauf müssen sie achten? Dieses Mal mit dem Walder Biathleten Sebastian Stalder.
Längst ist der Biathlet zurück im Alltag. Im intensiven Training also, auch wenn es noch lange bis zum nächsten Weltcup-Winter dauert. Die Ferien hat Sebastian Stalder hinter sich. Immer im Frühling kann der Walder während mehrerer Wochen frei über seine Zeit verfügen.
Heuer kam der 27-Jährige müde aus der Weltcup-Saison. «Da hatte ich keine Lust mehr, sehr aktiv zu sein.» Er ist aber sowieso keiner, der Actionferien oder Rambazamba braucht. Im Gegenteil: «Ich bin froh um eine ruhige und entspannte Zeit.» Nach der ganzen Reiserei im Winter mag der Biathlet auch nicht mehr fliegen. Er bevorzugt daher Destinationen, die er mit dem Auto oder dem Zug erreicht.
Ihn zieht es dabei eher in den Norden. «Ich bin nicht unbedingt einer, der die extremen Temperaturen braucht. Nur schon von meinem Hauttyp her.»
Wenn der Spaziergang reicht
Vor einem Jahr verbrachte Stalder mit seiner Freundin einige Tage auf einem Hausboot in Holland. Cool sei es gewesen, schwärmt er. «Das Wasser und diese Weite.» Dann witzelt der im Bündnerland lebende Sportler: «Da hat man nicht überall Berge im Weg.»
Diesen Frühling zog es ihn nun mit seiner Partnerin für rund zehn Tage nach Dänemark. Erst in ein Ferienhäuschen, die letzten Tage dann in die Stadt Aarhus. Stalder sagt: «Ich habe die Zeit extrem genossen.»

Seine Laufschuhe hatte er zwar dabei. «Ich bin aber maximal einmal joggen gewesen.» Komplett ohne Bewegung hält es der Biathlet über längere Zeit trotzdem nicht aus. Eine Runde Minigolf oder ein Strandspaziergang reichen ihm in solchen Momenten jedoch völlig aus.
Stalders Situation ist durchaus komfortabel. Grundsätzlich muss er immer drei Wochen eines Monats komplett dem Sport unterordnen. In der vierten aber findet das Training in reduzierter Form statt. Und vor allem ortsunabhängig. Heisst konkret: Wenn er will, kann er da ein paar Tage lang verreisen.
Spitzensport und Ferien
(1) Squasher Dimitri Steinmann aus Dübendorf: Er will noch den höchsten Berg der Welt erklimmen
(2) Rodlerin Natalie Maag aus Wernetshausen: An der Wärme klinkt sie sich aus
(3) Skirennfahrer Alessio Miggiano aus Bubikon: «Ich will nicht aus dem Koffer leben»
(4) Eisschnellläuferin Kaitlyn McGregor aus Ebmatingen: Für ihr Lieblingsland hat sie derzeit keine Zeit
(5) Triathletin und Langläuferin Anja Weber aus Hinwil: Im Luxushotel die Beine hoch lagern ist nicht ihr Ding
(7) Judoka Nils Stump aus Uster: Er geht gerne auf Entdeckungsreise
(8) Marathonläuferin Fabienne Schlumpf aus Wetzikon: Sie ist im Team Berge