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Sport-Profis in den Ferien (8)

Sie ist im Team Berge

Wie verbringen eigentlich unsere Spitzensportlerinnen und -sportler Ferien? Und worauf müssen sie achten? Dieses Mal mit der Wetziker Marathonläuferin Fabienne Schlumpf.

Fabienne Schlumpf wandert in den Ferien gerne – besonders im Engadin.

Foto: PD

Sie ist im Team Berge

Wie verbringen eigentlich unsere Spitzensportlerinnen und -sportler Ferien? Und worauf müssen sie achten? Dieses Mal mit der Wetziker Marathonläuferin Fabienne Schlumpf.

Auf dem Flughafen Zürich-Kloten findet man Fabienne Schlumpf nur, wenn die Langstreckenspezialistin an einen Wettkampf reist. Zwei Marathons absolviert die Wetzikerin in einem normalen Jahr. Und diese Wettkämpfe diktieren, wann die dreifache Olympiastarterin Ferien hat.

Für gewöhnlich nimmt sich Schlumpf direkt nach den Marathons im Frühling und Herbst eine Auszeit. Gross herumreisen mag sie dann nicht mehr. «Ich bin gerne von daheim aus unterwegs. Da kann ich am besten aus dem Sportleralltag ausbrechen», begründet sie.

In den ersten Tagen nach der enormen Belastung über die 42,195 km lange Strecke mag Schlumpf nichts unternehmen. Weil ihr dann einiges wehtut. Ist diese Phase überstanden, ist sie wieder motiviert, sich zu bewegen. «Ein bisschen Auslauf brauche ich schon», sagt sie und lacht: «Rennen gehört aber nicht dazu.»

Wegweiser als Inspirationsquellen

Auch wenn Schlumpf derzeit lieber in der Schweiz Ferien macht, Nordeuropa zu bereisen, reizt sie. Die Ostsee, Norwegen, Schweden oder Finnland hat sie dabei im Kopf. Unabhängig davon ist für sie klar, Strandferien sind nicht ihr Ding. Oder wie sie sagt: «Ich bin nicht im Team Meer, viel eher im Team Berge.»

Besonders angetan ist die beste Schweizer Langstreckenläuferin vom Engadin. Die 34-Jährige kennt das Bündner Hochtal gut. Dank einer Ferienwohnung in St. Moritz und den unzähligen Wettkampfvorbereitungen, die sie da absolviert.

Im Training läuft sie dann an all den Wegweisern vorbei und denkt sich immer mal wieder: «Auf diesem Gipfel wäre es sicher auch schön.» Hat sie einen Favoriten? Das nicht. Besonders gern aber erinnert sich die Wetzikerin an den Piz Languard, auf dem sie mit zwei Kolleginnen war. «Das war eine coole Wanderung.»

Schlumpf ist in ihren Ferien immer sehr spontan. «Das Wichtigste ist für mich sowieso, die sozialen Kontakte zu pflegen», sagt sie. «Die kommen in einer Marathonvorbereitung manchmal zu kurz.»

Spitzensport und Ferien

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