An der Wärme klinkt sie sich aus
Wie verbringen eigentlich unsere Spitzensportlerinnen und -sportler Ferien? Und worauf müssen sie achten? Dieses Mal Rodlerin Natalie Maag aus Wernetshausen.
Dieses Jahr ist alles anders. Natalie Maag hatte bisher gar nicht das Gefühl, eine Pause zu benötigen. Die Wernetshauserin fühlt sich frisch. Was wohl auch mit ihrer erfolgreichen Saison zu tun hat. Die Rodlerin wurde im Gesamtweltcup Fünfte.
Und doch macht sie eine Woche Sommerferien. Im Wissen darum, dass es Sinn macht. Maag geniesst die freien Tage im Oberland, fährt Motorrad oder macht eine Wanderung. «Mal eine Woche keine Termine zu haben, tut gut, um herunterzukommen.» Auf drei Wochen Ferien kommt sie in diesem Jahr.
Unmittelbar nach jeder Weltcup-Saison hat Maag vier Wochen trainingsfrei. Und nützt diese Zeit für den ersten Ferienblock. So wie Ende Februar, als sie vom finalen Weltcup-Ort in China direkt nach Thailand weiterflog.
«Nach der Saison will ich ans Meer, an die Wärme», sagt Maag. Dann klinkt sie sich vom Sport völlig aus. Kein vergnügliches Joggen am Strand, kein leichtes Training auf dem Velo. Maag sagt gar: «Ich habe es noch nie geschafft, in den Ferien etwas zu machen.» Sinnbildlich dafür steht die Zeit im Frühjahr in Thailand. In ihrem Hotel hatte es ein dreistöckiges Fitnessstudio, in dem sich Maag keine Sekunde aufhielt, wie sie lachend sagt.

