An der Wärme klinkt sie sich aus
Wie verbringen eigentlich unsere Spitzensportlerinnen und -sportler Ferien? Und worauf müssen sie achten? Dieses Mal Rodlerin Natalie Maag aus Wernetshausen.
Dieses Jahr ist alles anders. Natalie Maag hatte bisher gar nicht das Gefühl, eine Pause zu benötigen. Die Wernetshauserin fühlt sich frisch. Was wohl auch mit ihrer erfolgreichen Saison zu tun hat. Die Rodlerin wurde im Gesamtweltcup Fünfte.
Und doch macht sie eine Woche Sommerferien. Im Wissen darum, dass es Sinn macht. Maag geniesst die freien Tage im Oberland, fährt Motorrad oder macht eine Wanderung. «Mal eine Woche keine Termine zu haben, tut gut, um herunterzukommen.» Auf drei Wochen Ferien kommt sie in diesem Jahr.
Unmittelbar nach jeder Weltcup-Saison hat Maag vier Wochen trainingsfrei. Und nützt diese Zeit für den ersten Ferienblock. So wie Ende Februar, als sie vom finalen Weltcup-Ort in China direkt nach Thailand weiterflog.
«Nach der Saison will ich ans Meer, an die Wärme», sagt Maag. Dann klinkt sie sich vom Sport völlig aus. Kein vergnügliches Joggen am Strand, kein leichtes Training auf dem Velo. Maag sagt gar: «Ich habe es noch nie geschafft, in den Ferien etwas zu machen.» Sinnbildlich dafür steht die Zeit im Frühjahr in Thailand. In ihrem Hotel hatte es ein dreistöckiges Fitnessstudio, in dem sich Maag keine Sekunde aufhielt, wie sie lachend sagt.
Auf die Piste wagt sie sich erst nachher
Die Wernetshauserin lässt sich in ihren Ferien auch einmal treiben. Und sagt über sich: «Ich entdecke gerne Dinge.» Tagelang einfach nur am Strand liegen, das ist ihr dann doch zu wenig abwechslungsreich.
Welche Destinationen finden sich auf der Wunschliste der 27-Jährigen? Ganz vorne stehen Bali und Hawaii. Maag sagt aber auch: «Die langen Reisen schrecken mich momentan noch ab.»
Auch wenn sie wärmere Destinationen bevorzugt: Nur immer den hohen Temperaturen nach reist Maag nicht. In starkem Kontrast zu Destinationen wie Griechenland oder Mexiko steht, was sie regelmässig nach dem Ende des Weltcup-Winters macht: Maag vergnügt sich beim Skifahren.
«Verboten wäre das ja während der Saison nicht», sagt die Rodlerin. Sie verzichtet freiwillig darauf. Der Grund ist logisch: «Das Risiko ist einfach zu gross.»
Spitzensport und Ferien
(1) Squasher Dimitri Steinmann aus Dübendorf: Er will noch den höchsten Berg der Welt erklimmen
(3) Skirennfahrer Alessio Miggiano aus Bubikon: Sein Anspruch: «Ich will nicht aus dem Koffer leben»
(4) Eisschnellläuferin Kaitlyn McGregor aus Ebmatingen: Für ihr Lieblingsland hat sie derzeit keine Zeit
(5) Langläuferin und Triathletin Anja Weber aus Hinwil: Im Luxushotel die Beine hoch lagern ist nicht ihr Ding
(6) Walder Biathlet Sebastian Stalder: Auf Rambazamba hat er keine Lust
(7) Judoka Nils Stump aus Uster: Er geht gerne auf Entdeckungsreise
(8) Marathonläuferin Fabienne Schlumpf aus Wetzikon: Sie ist im Team Berge