Untersuchung der Polizei-Affäre kostet Uster mehr als geplant
Stadtrat spricht Zusatzkredite
Gleich zwei externe Untersuchungen zur Ustermer Polizeiaffäre benötigen mehr Geld als ursprünglich vorgesehen. Der Stadtrat hat dafür Zusatzkredite von insgesamt 25’000 Franken bewilligt.
Die Aufarbeitung der Vorgänge bei der Stadtpolizei Uster wird teurer als geplant. Der Stadtrat hat für zwei externe Untersuchungsmandate Zusatzkredite von insgesamt 25’000 Franken bewilligt. Sowohl die Arbeit des ehemaligen Polizeikommandanten Bruno Keller als auch jene der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft BDO AG erfordern mehr Aufwand als ursprünglich angenommen.
Bruno Keller untersucht die Betriebskultur innerhalb des Geschäftsfelds Sicherheit. Zudem soll er dem Stadtrat Vorschläge für das weitere Vorgehen unterbreiten. Wie die Stadt mitteilt, haben sich die Arbeiten als umfassender herausgestellt als anfangs gedacht. Der Stadtrat bewilligt deshalb einen Zusatzkredit von 15’000 Franken. Damit steigt der Gesamtkredit für Kellers Mandat von 25’000 auf 40’000 Franken. Die zusätzlichen Kosten sollen erneut über den freien Kredit des Stadtrats gedeckt werden.
Auch das Mandat der BDO AG wird teurer. Das Unternehmen untersucht die Finanzen, Prozesse und Regeln im Geschäftsfeld Sicherheit. Da auch diese Arbeiten umfangreicher ausfallen als erwartet, hat der Stadtrat einen Zusatzkredit von 10’000 Franken bewilligt. Damit steigt der Gesamtkredit für die Untersuchung auf 110’000 Franken. Die BDO war bereits zuvor mit einer Sachbereichsrevision im Geschäftsfeld Sicherheit beauftragt gewesen und ist deshalb mit der Materie vertraut.
Aufarbeitung auf mehreren Ebenen
Die beiden Untersuchungen sind Teil von insgesamt drei externen Mandaten, welche die Stadt vergeben hat. Zuletzt lässt der Stadtrat seine eigene Kommunikation extern analysieren. Die Gesamtkosten für die Mandate belaufen sich mit Zusatzkrediten auf mittlerweile 196’000 Franken.
Die Aufträge gehen auf den stadträtlichen Ausschuss zurück, der Ende Juli seine Arbeit aufgenommen hatte. Ihm gehören Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP), Finanzvorstand Daniel Frei (GLP) und Bauvorstand Richard Sägesser (FDP) an.
Zusätzlich läuft die Aufarbeitung der ganzen Thematik auf mehreren politischen Ebenen weiter. Die Kommission für öffentliche Dienste und Sicherheit (KÖS) beschäftigt sich ebenfalls damit. Zudem hat sich das Ustermer Parlament Ende August für eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) ausgesprochen. Die Geschäftsleitung des Parlaments muss nun ein Konzept für deren Einsetzung und deren Auftrag ausarbeiten. Dafür hat sie bis Anfang nächsten Jahrs Zeit. Anschliessend entscheidet der Gemeinderat über die definitive Einsetzung.

