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Fabrikareal in Bauma

Kleinere Häuser statt «Wohnwand» – so soll in Saland gebaut werden

Nachdem die Bürger nur einem von zwei Plänen für das Weberei-Projekt Grünthal in Saland zustimmten, wagt die Bauherrschaft nun einen zweiten Versuch. Den Gemeinderat konnte sie bereits überzeugen.

Auf diesem «Spickel» Land solle anstelle einer regelrechten «Wohnwand» sieben kleinere Blöcke zu stehen kommen.

Foto: Annabarbara Kiliani

Kleinere Häuser statt «Wohnwand» – so soll in Saland gebaut werden

Nachdem die Bürger nur einem von zwei Plänen für das Weberei-Projekt Grünthal in Saland zustimmten, wagt die Bauherrschaft nun einen zweiten Versuch. Den Gemeinderat konnte sie bereits überzeugen.

Das Areal der Weberei Grünthal im Baumer Ortsteil Juckern-Saland ist nicht nur eine wichtige Zeitzeugin des industriellen Zeitalters im Tösstal. Sie ist, gemeinsam mit mehreren anderen Bauprojekten im Dorf, schon länger zum Symbol für das starke Wachstum der Region geworden.

Das Areal gehört den Investoren der J. Jucker AG und der Leemann & Bretscher AG. Letztere Firma war auch treibende Kraft hinter dem Projekt «In den Auen» in Kollbrunn, das unlängst vom Bundesgericht in seiner aktuellen Form gestoppt wurde. Unter der Regie dieser beiden Unternehmen soll auf dem Weberei-Areal und ringsum ein neues Quartier entstehen.

Man sieht Visualisierungen eines Quartiers.
So könnte es bei der alten Weberei Juckern bald aussehen.

Zwei private Gestaltungspläne regeln, wie dieses neue Quartier aussehen soll. Während die Bürger den Plan für das eigentliche Fabrikareal vor rund einem Jahr guthiessen und damit den Weg frei machten für die Bauarbeiten, stellten sie sich gegen die Pläne beim Areal Baumgartenholz.

Das Verdikt: Zu gross, zu dicht, zu mächtig seien die geplanten Wohnbauten. Die Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2025 lehnte die «Wohnwand» mit drei massiven Baukörpern mit nur gerade 78 Ja- zu 202 Nein-Stimmen klar ab.

In der Zwischenzeit haben sich die Planer noch einmal über ihre Entwürfe gebeugt. Das Ergebnis ist ein in mehreren Punkten angepasstes Projekt, wie die seit kurzem öffentlich einsehabren Unterlagen zeigen.

So sollen die Gebäude beispielsweise nicht mehr in einer Linie entlang der Parzellengrenze, sondern leicht versetzt zueinander stehen kommen. Ausserdem sind die Gebäude insgesamt weniger voluminös gestaltet, anstelle von drei grossen Baukörpern sind nun sieben kleinere Einheiten vorgesehen.

Man sieht einen Vorher/Nachher-Vergleich zweier Planskizzen.
Die Änderungen im Überblick: Links die Version aus dem abgelehnten Gestaltungsplan, rechts die überarbeitete Version.

Bürger haben das letzte Wort

Dadurch soll man künftig besser durchs Areal hindurch in Richtung Töss schauen können – was ebenfalls ein zentraler Kritikpunkt war. Ausserdem könne man so das dreieckige Baufeld besser ausnutzen und Grundrisse flexibler gestalten, schreiben die Bauherren im erläuternden Bericht.

Auch der Gemeinderat erkennt im überarbeiteten Gestaltungsplan den gelungenen Versuch, wichtige Einwände vonseiten der Bevölkerung zu verbessern – und stimmt den Plänen zu. Die Unterlagen liegen nun während 60 Tagen öffentlich auf.

Ob daraus nun ein entsprechendes Bauprojekt entstehen kann, wird sich im Herbst weisen. Eine zweite Abstimmung ist für die Gemeindeversammlung vom 28. September vorgesehen.

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