Die Bauarbeiten an der alten Weberei in Saland haben begonnen
Konsens mit Nachbarn absehbar
Ein halbes Jahr nachdem der Gestaltungsplan für den südlichen Teil des Juckeren-Areals in Saland genehmigt worden war, ist der Startschuss für die Bauarbeiten in der alten Fabrik gefallen.
Bauma wächst und wächst und wächst. In den nächsten 10 bis 15 Jahren soll die Einwohnerzahl um 1500 Personen auf 6500 ansteigen. Der neue Wohnraum für die Zuzüger soll unter anderem in Saland entstehen.
2021 hatte eine Gruppe von Investoren die Aktien der J. Jucker AG von der Familie Jucker gekauft. Damit gingen sowohl die Gebäude der ehemaligen Weberei Grünthal als auch viel angrenzendes Bauland in neue Hände über.
Im Sommer entschied die Baumer Gemeindeversammlung über die beiden Gestaltungspläne, die das Gebiet betreffen. Während der Gestaltungsplan für das südliche Teilareal Juckeren Wohlwollen bei der Bevölkerung fand, wurde der Gestaltungsplan Baumgartenholz, der den nördlichen Teil abdeckt, klar abgelehnt.
Seither ist einiges passiert. «Der Gestaltungsplan des südlichen Teilareals wird nun vom Kanton festgesetzt, und die Schutzverordnung ist bereits rechtskräftig», führt David Trümpler, Mitinvestor und Geschäftsführer der J. Jucker AG, aus. Der Teil, der nördlich der Juckerenstrasse liege, sei in Überarbeitung. «Momentan laufen konstruktive Gespräche mit der direkt betroffenen Nachbarschaft im Baumgartenholz, wobei eine einvernehmliche Lösung in Sicht ist.»
Neue Ein- und Laubengänge
Derweil haben in der alten Weberei Grünthal die Bauarbeiten schon begonnen. Dort sollen 19 Wohnungen – grösstenteils als Maisonette angelegt – entstehen, zusätzlich einige Ateliers. Dabei wird sich auch die Aussenansicht des denkmalgeschützten Gebäudes verändern.

Die Maisonettewohnungen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss werden jeweils direkt über neue Eingänge an der Südfassade zugänglich sein. «Ab dem zweiten Obergeschoss werden sie über das bestehende Treppenhaus im westlichen Querbau und den daran anschliessenden, neuen Laubengang an der Nordfassade erreicht», sagt Trümpler. An der Südfassade ist neu eine Terrassen- und Balkonschicht geplant, die den Wohnungen private Aussenräume bietet.
Bezug 2028 geplant
Neben dem Fabrikgebäude liegt die ehemalige Schlichterei, wo einst Fäden durch einen Leim gezogen wurden, um sie für den Webvorgang zu stärken. Sie wird ebenfalls saniert und durch Trennwände in sechs Atelierwohnungen unterteilt. Jede Wohnung umfasst ein unteres Geschoss mit einem Bad und einer Küche sowie ein darüber liegendes Galeriegeschoss. Die Zugänge zu den Wohnungen erfolgen über neu eingefügte Türen in der Nordfassade, zusätzliches Tageslicht erhalten die Wohnungen über neue Dachfenster.

Während des Winters werden hauptsächlich Arbeiten im Inneren des Fabrikgebäudes erledigt, bisher wurden bestehende Einbauten entfernt. «Im kommenden April starten wir mit dem Dach und der Gebäudehülle», sagt Trümpler, «der aktuelle Zeitplan geht von einem Bezug im dritten Quartal 2028 aus.»
Und noch eine gute Nachricht: «Ebenfalls konnten wir die Kaminbeleuchtung endlich ersetzen, welche im Advent die Arbeiten der Schüler des Schulhauses Haselhalden zeigt.» Diese wird am Sonntag, 30. November, ab 17.15 Uhr mit einem Adventsapéro gefeiert.
