Das sind die Abstimmungsvorlagen und Wahlen in der Region
14. Juni
Neben einigen zweiten Wahlgängen wird auch über grosse und wichtige Themen wie die Festsetzung des Richtplans in Uster oder den Masterplan zum Bahnhof Wetzikon abgestimmt. Wir liefern die Übersicht.
Bezirk Hinwil
6,6 Millionen für Schulraumerweiterung Rooswis
Gossau – Bei der Abstimmung zur Schulraumerweiterung Rooswis geht es um einen Kredit von 6,66 Millionen Franken. Die 1992 erbaute Schulanlage Rooswis weist Sanierungsbedarf auf. Zudem stösst das Schulhaus Rooswis schon länger an seine Kapazitätsgrenzen. Das ausgearbeitete Projekt beinhaltet strategische, pädagogische und bauliche Aspekte. Vorgesehen sind ein Anbau am Schulhausgebäude und eine Umnutzung des bestehenden Pavillons für die Tagesstruktur. (lda)
Neubau des Reservoirs Laufenrain
Hinwil – Das Reservoir Laufenrain ausserhalb des Hinwiler Alpenblick-Quartiers ist zu klein und sanierungsbedürftig. Die Gemeinde plant darum einen Neubau gleich neben dem bestehenden Gebäude. Damit würde das Fassungsvermögen auf 2700 Kubikmeter steigen – mehr als doppelt so viel wie bisher. Kosten soll das Projekt insgesamt rund 5 Millionen Franken. Die Inbetriebnahme ist per Ende 2028 vorgesehen. (lel)
Masterplan Stadtraum Bahnhof
Wetzikon – Die Stadt Wetzikon will den Bahnhof und das umliegende Gebiet neu gestalten und entwickeln. Zusammen mit den SBB und Grundeigentümern hat sie dafür den Masterplan Stadtraum Bahnhof Wetzikon erarbeitet. Der Plan sieht vor, dass rund um den Bahnhof ein lebendiges und modernes Stadtviertel entsteht. Zudem soll sich der Bahnhof zur Verkehrsdrehscheibe entwickeln.
Im Verpflichtungskredit, der am 14. Juni an die Urne kommt, geht es um die Finanzierung der städtischen Projekte. In die Zuständigkeit der öffentlichen Hand gehören unter anderem die Bushöfe bei der Post und an der Guyer-Zeller-Strasse, Erneuerungen bei den bestehenden Personenunterführungen oder der Ausbau der Veloinfrastruktur. Für die Schlüsselelemente beantragt der Stadtrat einen Kredit von 82 Millionen Franken. Es ist aber davon auszugehen, dass etwa ein Drittel der Kosten am Ende nicht durch die Stadt getragen werden müssen. Stadtrat und Parlament empfehlen ein Ja zur Vorlage. (bes)
Bezirk Pfäffikon
Knapp 10 Millionen Franken für Luppmenareal
Hittnau – Die Hittnauer Bevölkerung stimmt über die Genehmigung des Bauprojekts für die drei Gemeindeliegenschaften im Luppmenareal (Villa, Kosthaus, Riegelhaus) und die Bewilligung eines Baukredits in Höhe von 9,497 Millionen Franken ab. Mit dem Projekt sollen die Gebäude saniert und sinnvoll genutzt sowie gleichzeitig der Park aufgewertet werden. (lcm)
Grundsatzabstimmung Sanierung Hallenbad
Weisslingen – Das Weisslinger Hallenbad ist am Ende seiner Lebenszeit angelangt und muss dringend erneuert werden. Doch die Totalsanierung würde 6,74 Millionen Franken verschlingen – eine immense Summe für eine Gemeinde, die bereits in Millionenhöhe verschuldet ist. Für die Stimmbürger stellt sich nun die Frage, ob sich Weisslingen das Hallenbad noch leisten kann. Doch für einen qualitativen Schwimmunterricht ist die Schule auf das Hallenbad angewiesen. Denn in anderen Bädern der Region sind die Kapazitäten bereits ausgeschöpft.
Am 14. Juni entscheidet das Weisslinger Stimmvolk lediglich über die Frage, ob ein Bauprojekt für das Hallenbad weiterverfolgt werden soll. Sollte ein Nein resultieren, so müsste die Badinfrastruktur zurückgebaut und das Gebäude umgenutzt werden. (rem)
Tösstal
Teilrevision der Gemeindeordnung
Bauma – In Bauma stimmt die Bevölkerung über die Teilrevision der Gemeindeordnung ab. Die Anpassungen betreffen drei Änderungen: Künftig soll allein der Gemeinderat über Einbürgerungen entscheiden, da der Kanton dafür nur noch ein zuständiges Organ verlangt. Zudem soll die bisher eigenständige Sozialbehörde aufgehoben und durch eine dem Gemeinderat unterstellte Sozialkommission ersetzt werden – gestützt auf das kantonale Sozialhilfegesetz. Weiter sollen in gewissen unterstellten oder beratenden Kommissionen neu auch externe Fachpersonen ohne Wohnsitz in Bauma Einsitz nehmen können. (eru)
Drei Vorlagen für die Sekundarschulgemeinde Turbenthal-Wildberg
Turbenthal/Wildberg – Die Gemeinden Turbenthal und Wildberg teilen am 14. Juni drei Abstimmungsvorlagen. Dies betrifft vordringlich die Sekundarschulgemeinde Turbenthal-Wildberg. Erstens: Die Stimmberechtigten werden über den sogenannten Anschlussvertrag befinden müssen. Da die Gemeinde Wildberg sich für die Fusion mit Pfäffikon rüstet, muss sie zuerst aus der Sekundarschulgemeinde Turbenthal-Wildberg austreten. Auch wenn die Schülerinnen und Schüler nach wie vor in Turbenthal zur Schule gehen dürfen, überträgt die Gemeinde Wildberg die Aufgaben der künftigen Sekundarschulgemeinde Turbenthal. Der Anschlussvertrag regelt die rechtlichen, administrativen und finanziellen Konditionen zwischen den beiden Gemeinden.
Damit hängt auch die zweite Vorlage zusammen: Die Änderung der Gemeindeordnung der Sekundarschule Turbenthal-Wildberg. Diese muss einer Teilrevision unterzogen werden, sollte der Anschlussvertrag angenommen werden. Sollte dieser jedoch abgelehnt werden, entfällt auch die Änderung der Gemeindeordnung. Zu guter Letzt werden die Stimmberechtigten über die Erweiterung der Schule Breiti abstimmen. Eine umstrittene Vorlage. Die Sekundarschulpflege beantragt den Stimmberechtigten einen Kredit von rund 5,7 Millionen Franken, um einen vierstöckigen Erweiterungsbau zu erstellen. Sie argumentiert mit steigenden Schülerzahlen und fehlenden Schulzimmern. Der Gemeinderat empfindet den Erweiterungsbau als überteuert, weswegen die Sekundarschulpflege eine günstigere Variante erarbeitet hat, nämlich einen provisorischen Container für 2,6 Millionen Franken.
Die Rechnungsprüfungskommission lehnt hingegen beide Varianten ab. Sie ist der Meinung, dass es einer längeren Planungsphase bedürfe, und beharrte bis zuletzt auf einem Abstimmungstermin, der in den Herbst hineingelegt werden sollte, unter anderem, weil man die Resultate der restlichen Abstimmungen am 14. Juni abwarten sollte. (mgp)
Neue Stellen für Geschäftsleitung
Schlatt – In der Schulgemeinde Elsau-Schlatt stimmt die Bevölkerung über neue Stellenprozente in der Schulführung ab. Die Schulpflege beantragt jährlich wiederkehrende Ausgaben von 60’000 Franken, um ab dem 1. Juli drei neue Stellen für die Geschäftsleitung in Höhe von insgesamt 30 Stellenprozenten zu schaffen: 20 Prozent für den Vorsitz sowie je 5 Prozent für zwei Mitglieder. Hintergrund sind die Vorgaben des revidierten Volksschulgesetzes, das eine klare Trennung von strategischer und operativer Führung verlangt, sowie die Fusion der Schulen von 2019. Mit rund 130 Mitarbeitenden brauche es eine professionelle Leitung. Die Schulpflege wird auf die neue Legislatur zudem von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert. Die Gemeindeversammlung hatte das Geschäft im Dezember 2025 bereits angenommen, es wurde aber ein Antrag auf Urnenabstimmung gutgeheissen. (bes)
Bezirk Uster
Festsetzung des Richtplans
Uster – Am 14. Juni stimmt die Ustermer Bevölkerung über den neuen kommunalen Richtplan ab. Dieser legt fest, wie sich die Stadt in den kommenden Jahrzehnten entwickeln soll – etwa bei Wohnraum, Verkehr, Grünflächen und öffentlichen Anlagen. Der neue Richtplan soll den bisherigen, rund 40 Jahre alten Richtplan ersetzen. Das Anliegen kommt vors Volk, weil das parlamentarische Referendum ergriffen wurde: Die Gegner kritisieren den Richtplan als zu detailliert und befürchten zusätzliche Regulierungen sowie Einschränkungen für den Verkehr. Die Befürworter hingegen sehen darin einen ausgewogenen Kompromiss und eine moderne Grundlage für die weitere Stadtentwicklung. Abgestimmt wird über den gesamten Richtplan, nicht über einzelne Punkte. Wird die Vorlage abgelehnt, müsste die Planung neu aufgegleist werden. (mar)
Ersatzbeschaffung digitale Arbeitsgeräte Primarschule Dübendorf
Dübendorf – Die Primarschule will die fünf Jahre alten Tablets und Notebooks für Schüler und Lehrer ersetzen. Die Kosten von 1,824 Millionen Franken für die digitalen Arbeitsgeräte sprengen die Finanzkompetenz der Schulbehörde, weshalb der Kredit nun an die Urne kommt. (red)
Ausgliederung der Gemeindewerke
Fällanden – Die Fällander stimmen an der Urne über die Ausgliederung der Gemeindewerke ab. Bei einem Ja werden Elektrizität, Wasser und der neue Bereich Wärme per 1. Januar 2027 in die gemeindeeigene Aktiengesellschaft Werke Fällanden AG überführt. Der Gemeinderat verspricht sich von einer AG schnellere, professionellere und flexiblere Entscheidungen für Betrieb und Weiterentwicklung der Werke. Die Gegner befürchten eine Schwächung der demokratischen Mitbestimmung und steigende Kosten aufgrund höherer Gebühren und der Honorare für den Verwaltungsrat. Für die Ausgliederung sind neben dem Gemeinderat die FDP und die GLP, dagegen sind die Mitte, die SVP und die Rechnungsprüfungskommission. Sie SP hat Stimmfreigabe beschlossen. (red)
Erweiterung Schulanlage Steiacher
Wangen-Brüttisellen – Der Schulanlage Steiacher in Brüttisellen fehlen Schul- und Betreuungsräume. Deshalb soll die Schule für 24,8 Millionen Franken erweitert und umgebaut werden. Geplant sind zusätzliche Klassenzimmer, Gruppenräume, ein neuer Singsaal, eine Betriebsküche und Räume für die Tagesstrukturen. Zudem soll ein neues Handarbeits- und Werkzentrum mit Hauswartwohnung entstehen. Vorgesehen ist ausserdem, das benachbarte denkmalgeschützte Schulhaus Massjuchert zum Kindergartenzentrum umzubauen. (red)
Das sind die anstehenden Wahlen in der Region
Bezirk Hinwil
2. Wahlgang Präsidium Schulpflege
Bäretswil – Im ersten Wahlgang am 8. März eroberten sowohl Daniela Schoch (FDP) wie auch Philippe Délitroz (SVP) erstmals einen Sitz in der Bäretswiler Schulpflege. Das Duell um das Schulpräsidium konnte aber niemand für sich entscheiden. Beide Kandidierenden verpassten das absolute Mehr von 842 Stimmen. Schoch erzielte mit 803 Stimmen jedoch das leicht bessere Resultat als Délitroz mit 692 Stimmen. Die Entscheidung fällt nun im zweiten Wahlgang. (lel)
2. Wahlgang Schulpflege
Dürnten – Für die Schulpflege in Dürnten kommt es am 14. Juni zu einem zweiten Wahlgang, da beim ersten Wahlgang vom 8. März ein Sitz vakant blieb. Für diesen kandidieren die drei Parteilosen Tabea Aeppli, Fritz Forrer und Joel Gräser. Letzterer ist mit dem Jahrgang 2005 noch äusserst jung. (lda)
2. Wahlgang Gemeinderat
Fischenthal – Nach den Wahlen vom 8. März sind erst drei Sitze im fünfköpfigen Fischenthaler Gemeinderat besetzt. Damit kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Dazu treten sieben Kandidaten an, die im März die Wahl verpasst hatten. In der Poleposition sind dabei Schwinger Fabian Kindlimann (SVP) sowie der bisherige Gemeinderat Matthias Zürcher (parteilos). Sie landeten im ersten Wahlgang auf dem dritten und dem vierten Platz, verpassten aber das absolute Mehr. Ebenfalls antreten werden Eugenio di Pomponio (SVP) und die Parteilosen Martin Oberholzer, Marco de Boer, Matthias Gnehm und Michael Kother. (bes)
2. Wahlgang Gemeinderat
Gossau – Am 8. März stand vor allem die Wahl um das Gossauer Gemeindepräsidium im Fokus. Der langjährige Präsident Jörg Kündig (FDP) wurde von Daniel Wäfler (SVP) verdrängt. Ersterer wurde zwar wieder in den Gemeinderat gewählt, will sein Amt nach der Abwahl als Präsident aber nicht mehr weiterführen. Für den Gemeinderat kandidieren Jason Banyer (BKP), Mirko Strik (FDP) und Hans Schenkel (parteilos). (lda)
2. Wahlgang Präsidium Schulpflege
Gossau – Da der bisherige Amtsinhaber Patrick Umbach (Die Mitte) im ersten Wahlgang am 8. März nicht wieder in die Schulpflege gewählt wurde, blieb das Schulpräsidium unbesetzt. Für dieses stellen sich die beiden bisherigen Mitglieder Debora Heusser (SVP) als derzeitige Vizepräsidentin und Andrea Hadorn (PFP/Grüne) zur Verfügung. (lda)
Bezirk Pfäffikon
2. Wahlgang RPK
Weisslingen – Vier Kandidaten waren für die Besetzung der fünfköpfigen Rechnungsprüfungskommission (RPK) der Gemeinde Weisslingen am 8. März angetreten – gewählt wurden alle vier: die beiden Bisherigen Robert Camenzind (Die Mitte) und Chris Kirschner (SVP) sowie neu Richard Habenberger und Patrik Nüssli (beide SVP). RPK-Präsident Chris Kirschner wurde in seinem Amt bestätigt. Im zweiten Wahlgang am 14. Juni stellt sich mit Gabriel Trinkler (Wisliger Forum) nun passgenau ein einziger Kandidat für den vakanten fünften Platz zur Verfügung. (alb)
Bezirk Uster
2. Wahlgang Präsidium RPK
Egg – Die Mitglieder der fünfköpfigen Rechnungsprüfungskommission (RPK) der Gemeinde Egg wurden bereits am 8. März gewählt. Das Präsidium konnte jedoch noch nicht besetzt werden, denn der einzige Kandidat verpasste die Wahl ins Gremium. Deshalb findet am 14. Juni ein zweiter Wahlgang statt. Für das RPK-Präsidium kandidiert einzig Andreas Scherer (FDP). Er erzielte bei der Wahl in die Kommission das beste Resultat. (jgu)
2. Wahlgang RPK
Greifensee – Die Mitglieder der fünfköpfigen Rechnungsprüfungskommission (RPK) der Gemeinde Greifensee wurden bereits am 8. März gewählt. Das Präsidium hat Dario Frattini inne, gewählte Mitglieder sind Isak Etemi, Thomas Hofmeyer und Christina Stettler. Ein Sitz in der Kommission konnte im März noch nicht besetzt werden, da sich zu wenige Kandidaten und Kandidatinnen gemeldet hatten. Deshalb findet am 14. Juni ein zweiter Wahlgang statt. In der Zwischenzeit konnten jetzt zwei Kandidaten gefunden werden: Für die vakante Stelle treten nun Marco Corso (parteilos) und Johannes Hennekeuser (parteilos) an. (eru)
2. Wahlgang RGPK
Volketswil – Im ersten Wahlgang fürs Präsidium der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) Volketswil verpasste Samuel Bond (FDP) das absolute Mehr. Weil sein damaliger Konkurrent Tobias Wehr seine Kandidatur zurückgezogen hat, tritt er nun ohne offiziellen Gegenkandidaten an. (red)
2. Wahlgang Reformierte Kirchenpflege
Volketswil – Für das Präsidium der Reformierten Kirchenpflege Volketswil gab es im ersten Wahlgang keine Kandidatur, für den zweiten Durchgang stellt sich nun das bisherige Mitglied Christina Atland (FDP) nachträglich zur Verfügung. Für die zwei vakanten Sitze gibt es keine offiziellen Bewerber. (red)
2. Wahlgang Reformierte Kirchenpflege
Fällanden – Am 12. April blieben das Präsidium und ein Sitz in der Reformierten Kirchenpflege Fällanden vakant. Nun kandidiert der im ersten Wahlgang wiedergewählte Rolf Rufer (FDP) als Einziger für das Präsidium. Für den siebten Sitz in der Behörde gibt es keine offizielle Kandidatur. (red)
2. Wahlgang RPK
Schwerzenbach – Für den vakanten fünften Sitz in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) Schwerzenbach kandidieren Marc Berthoud (FDP) und Armin Wagner (parteilos). Die vier anderen Mitglieder inklusive des Präsidiums wurden bereits am 12. April gewählt. (red)
Tösstal
2. Wahlgang Reformierte Kirchenpflege
Zell – Bei den Erneuerungswahlen am 8. März konnten vier von sieben Sitzen der evangelisch-reformierten Kirchenpflege in Zell besetzt werden. Gewählt wurden die bisherigen Mitglieder Renate Schlaginhaufen, Esther Messerli, Barbara Egli und Anneliese Luder Roos. Das eigentlich siebenköpfige Organ benötigt allerdings mindestens fünf Mitglieder, weshalb ein zweiter Wahlgang notwendig ist. Zur Wahl stellt sich einzig Ruedi Bohli. Die bereits gewählten Mitglieder müssen nicht erneut aufgeschrieben werden. (nos)