Mein perfekter Komplex
Ende der Mental-Load-Serie
Nach sieben Beiträgen geht die Serie zum Thema Mental Load zu Ende. Redaktorin Lea Chiapolini erzählt, wie es zur – absolut eigennützigen – Serie gekommen ist.
Ich bin 36 Jahre alt, seit fast 15 Jahren im Berufsleben, seit fast 10 Jahren verheiratet, habe einen vierjährigen Sohn und eine zweijährige Tochter. Und so oft frage ich mich: Was mache ich hier? Wer zum Teufel sagt, dass ich das alles kann? Denn wie geht das überhaupt? Das mit dem Leben? Mit dem Arbeiten? Mit dem Muttersein? Oder ganz konkret: Mit dem Sein?
Denn irgendwie geht es ja. Mal besser. Mal schlechter. Mal mit mehr oder weniger Schlaf. Oder Nerven. Mal zufriedener, mal im Tal der Tränen. Gefangen in der Wut. Im Elend. Im Selbstzweifel.
Im besten Fall hat man Freunde und Bekannte, die ehrlich sind. Die zugeben, dass es ihnen auch so geht. Dass sie überfordert sind. Mit der Arbeit. Mit der Mutter-/Vaterrolle. Sich Schuldgefühle machen, nicht perfekt zu sein. Für die Kinder. Für den Mann. Sich selbst.

