Sport als Alltagspause: Wann er hilft – und wann er stresst
Ab aufs Velo, raus in die Natur, und schon ist der Stress weg. Funktioniert das tatsächlich? Ist Sport ein Ventil, wenn die Gedanken im Dauerzustand kreisen? Eine Sportpsychologin aus Bertschikon gibt Antworten.
Morgens vor der Arbeit ins Fitnessstudio. Nach einem anstrengenden Tag mit den Kindern ins Fussballtraining. In der Mittagspause auf Knopfdruck im Yoga entspannen: Für viele soll Sport ein Ausgleich zum hektischen Alltag sein. Kann uns Sport tatsächlich dabei helfen, mit Mental Load umzugehen, und wann wird er zur zusätzlichen Belastung?
Romana Feldmann aus Bertschikon ist Fachpsychologin für Sportpsychologie mit eigener Praxis. Sie coacht nicht nur Profis, sondern auch Hobbysportler sowie Menschen mit der Absicht, sich mehr zu bewegen. Ausserdem arbeitet sie mit Menschen aus der Privatwirtschaft zu Themen wie «leistungsfähig sein und dabei gesund bleiben». «Sport macht Gedanken nicht weg», sagt Feldmann. «Er kann aber helfen, sie in neuen Fluss zu bringen oder durch das Fokussieren auf etwas anderes einfach auch eine Pause davon zu haben.»
Unsere Serie über Mental Load beleuchtet ein Thema, das viele beschäftigt, aus diversen Blickwinkeln. Regionale Expertinnen und Experten geben Tipps, wie man der mentalen Belastung gegensteuern kann.
Alle publizierten in dieser Serie:
«Nein sagen hat nichts mit Egoismus zu tun», mit Paar- und Familienberaterin Nadine Sonderegger aus Wetzikon
«Stille kracht: Wenn an Weihnachten die Fetzen fliegen», mit Psychologin Raphaela Hügli aus Wetzikon
«Diese Russikerin schafft Ordnung im Haus – und im Kopf», mit Ordnungscoachin Nina Rechsteiner aus Russikon
«Zwischen Pasta und Polenta: So geht Kochen ohne Kopfzerbrechen», mit Gestalttherapeutin Gabriela Achermann aus Pfäffikon
«Druck bei Jugendlichen erkennen und wirksam entlasten», ein Abend in Rikon mit Lerncoach Reto Cadosch
«Diese Volketswilerin sagt schlechten Gedanken den Kampf an», mit Gedankenexpertin Vanessa Kellenberger.
Die Expertin betont, dass Sport nur bedingt als klassisches «Ventil» dient. «Es geht weniger darum, Gedanken abzulassen, sondern vielmehr um Aufmerksamkeitslenkung.»

