Leserbeiträge

Leserbriefe

Weitsicht statt Abschottung

Was beschäftigt die Region? Leserinnen und Leser teilen ihre Gedanken und Meinungen zu politischen, gesellschaftlichen und lokalen Themen.

Leserinnen und Leser äussern sich zum aktuellen Geschehen in der Region und darüber hinaus.

Foto: Simon Grässle

Weitsicht statt Abschottung

Leserbriefe

Was beschäftigt die Region? Leserinnen und Leser teilen ihre Gedanken und Meinungen zu politischen, gesellschaftlichen und lokalen Themen.


21. Mai: Weitsicht statt Abschottung

Autorin: Kiki Jungfer, Schwerzenbach

Ich lebe gerne in Schwerzenbach. Unser Dorf ist lebendig, es ist lebenswert und bietet viel. Das ist kein Zufall. Es sind Menschen, die das möglich machen. Viele davon sind zugezogen, aus anderen Kantonen, aber auch aus anderen Ländern.

Jetzt soll die Schweiz per Verfassung auf zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gedeckelt werden. Die SVP nennt das Nachhaltigkeit. Ich nenne es, was es ist: ein Etikettenschwindel.

Echte Nachhaltigkeit bedeutet, die Erde für künftige Generationen zu erhalten – nicht, eine Obergrenze für Menschen festzuschreiben und dafür die Personenfreizügigkeit mit Europa zu opfern. Wenn die Initiative angenommen wird und die Bevölkerungsgrenze erreicht ist, muss die Schweiz das Freizügigkeitsabkommen kündigen. Das haben Bundesrat und Parlament klar gesagt. Die Folgen träfen uns alle: Überalterung, weniger Fachkräfte in Spitälern und Pflegeheimen, höhere Preise, Stagnation, kurz: weniger Wohlstand.

Das eigentliche Problem für die Umwelt ist nicht, wie viele Menschen hier leben – sondern wie. Pro-Kopf-Konsum, Flächenversiegelung, Baupolitik: Das sind die Stellschrauben. Wer statt echter Klimapolitik eine Bevölkerungsobergrenze fordert, lenkt ab. Die SVP redet von Natur schützen und meint: Grenzen dicht.

Schwerzenbach ist eine Gemeinde, die gut funktioniert, weil Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen hier zusammenleben und arbeiten. Stimmbevölkerung und Gemeinderat haben zuletzt mit der sorgfältig erarbeiteten neuen Zonenordnung bewiesen, wie sich die Gemeinde positiv entwickeln soll und ein attraktiver Ort für Jung und Alt bleibt. Diese Weitsicht braucht es, nicht Abschottung oder Deckel.

Am 14. Juni sage ich Nein zur sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative. Ich hoffe, Sie auch.


21. Mai: Ein Schulpräsident für unsere Bevölkerung

Autor: Rico Schaffer, Bäretswil

Am 14. Juni dürfen wir das Schulpräsidium neu wählen. Für mich ist klar, dass wir Personen in der Schulpflege brauchen, welche die Bedürfnisse von uns Eltern kennen und diese möglichst gut in die Schule einbringen können. Zudem wird das IT-Thema die Schule in den nächsten Jahren massiv beschäftigen. Daher bin ich überzeugt, dass mit Philippe Délitroz eine sehr fähige Person zur Wahl steht.

Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung im IT-Bereich, seiner sehr offenen und kommunikativen Art wird er sich da sicherlich zum Wohle von unseren Kindern und der Schule Bäretswil einsetzen. Da er die Volksschule als Vater von Vier Kindern, welche alle die Schulzeit in Bäretswil durchlebt haben, kennengelernt hat – bin ich mir sicher, dass er die Sorgen und Erwartungen der Eltern und Kinder gut verstehen kann.


21. Mai: Mehr Respekt für Fussgänger

Autor: Fred Caan, Uster

Wir älteren Fussgänger leiden wegen den Velofahrern.

Velos sind schnell und geräuschlos. Früher war wenigstens eine Klingel für Warnung da. Warum wurde sie abgesetzt? Früher hatten Velobesitzer eine obligatorische Haftpflichtversicherung. So wurden die von Velounfällen betroffenen Opfer geschützt. Warum wurde dies abgesetzt?

In einem Lande voller Regeln unverständlich.

Fussgänger, im Gegensatz zu Velofahrern, haben keine Fürsprecher. Wohl existiert ein Seniorenrat, der durch Stille glänzt.

Neue Velowege werden von allen Politikern entworfen, wo bleiben Fussgängerwege?

Fussgänger, wehrt Euch.


21. Mai: Guyer-Zeller-Strasse wird zum Bushof, Zumutung für Anwohner

Autor: Konrad Wintsch, Wetzikon

Professionelle Planung, kurze Wege, bessere Anbindung an Quartiere, besseres Stadtklima wird versprochen. Nicht so für das Morgenhalden-Quartier, das Wohlfühl-Klima wird sich hier stark verschlechtern und der Zugang zu Bahnhof und Stadt erschweren. Auf die Guyer-Zeller-Strasse soll der Bushof für Busse Richtung Hinwil und Grüt platziert werden. Das Trottoir welches unser Zugang zur Unterführung ist wird neu auch zum Busperron. Vier Haltekanten für wegfahrende Busse, von Anfang Suva-Gebäude bis grünes Haus. Eine Kante auf Gleisseite für ankommende wie gehabt. Ab 2035 noch Erweiterung mit Wendemöglichkeit in diesem Raum.

Das bedeutet für die Fussgänger aus dem Quartier, darunter Mütter mit Kinderwagen, alte Leute mit Rollator, Kindergärtler und Primarschüler auf ihrem Schulweg, sie müssen sich künftig auf dem Trottoir durch die wartenden Buspassagiere drängen. Zudem sind hier noch Ein-, und Ausfahrten für Tiefgaragen und Parkplatz. Hunderte Passagiere täglich werden die Strasse zu den Bussen überqueren, zirka 350 Busse von 3 Linien anhalten und wegfahren. Autofahrer werden Nerven brauchen hier noch durchzukommen, Staus unvermeidlich, gefährlich für alle Fussgänger. Mit der Ruhe und Gemütlichkeit wäre es vorbei. Was für eine Zumutung!

Dann diese Schönfärberei, überall Bäume, grosskronig, schattenspendend. Solche Bäume kann man nicht pflanzen, diese Eigenschaften haben sie erst in zirka 50 Jahren, was aber die wenigsten erleben werden was folgendes zeigt. Für diesen Bushof werden 20 Bäume gefällt die jetzt Schatten spenden und die Luft verbessern, eine Schande.

Der einzig logische und vernünftige Ort für diesen Bushof ist der Parkplatz beim Schweizerhof. Dort baut man natürlich lieber grosse Gebäude mit Rendite, Schönes kann leider nicht erwartet werden wie Neubauten in der Umgebung zeigen, Kühlschrank-, bis Gefängnis-Charme.

Aus all diesen Gründen kann man dieses Projekt so nur ablehnen!

Noch zum Schluss: Etwas Teer aufreissen und dadurch wird das Stadtklima besser, während rund­herum alles überbaut wird tönt auch nicht gerade seriös. Wetzikon ist ja bekannt um alles zu begrünen und aufgeheizte Wände zu vermeiden. Wer’s nicht glaubt laufe durch die Schellerunterführung, dann weiter der neuen Stützmauer an der Weststrasse entlang und hoch zu den herrlich bepflanzten Kreiseln, sollen die schönsten im Kanton sein.


21. Mai: Wenn Rücksicht zur Verkehrsgefahr wird

Autorin: Kathrin Molinari-Looser, Esslingen

Ein Phänomen, welches ich immer häufiger erlebe: viele Fahrer wissen nicht mehr, wie man einen Verkehr flüssig hält und sollten vielleicht wieder einen Theoriekurs über Verkehrsregeln besuchen. Jüngstes Beispiel, welches wirklich böse hätte ausgehen können: Ich fahre in Egg auf die Beschleunigungsstrecke (die heisst übrigens so, weil man beschleunigen soll) zur Forchstrasse und fädel mich ein. Am Ende der Strecke steht ein Auto und der Lenker, der von Zürich her kommt, bremst bis zum Stillstand ab. Zum Glück konnte ich und die hinter mir rechtzeitig bremsen..... Eine Situation, welche ich auch zu häufig auf der Autobahn sehe (da zum Glück nicht bis zum Stillstand). Leute, ein Fahrzeug, welches sich in eine Schnellstrasse einfädeln will, muss zusehen, dass es reinkommt. Hört auf zu bremsen, das kann überaus böse Folgen haben.

«Langsam fahrender Töfffahrer verurteilt», Ausgabe vom 6. Mai


21. Mai: Nachwahlen Gemeinderat Gossau – FDP-Kandidat Mirko Strik

Autor: Mario Cometti, Grüt

In Gossau muss der noch nicht besetzte Gemeinderatssitz am 14. Juni in einer Nachwahl ­besetzt werden. Mirko Strik (FDP), erstmals Gemeinderatskandidat, hat mit 1750 Stimmen an der Hauptwahl das ­absolute Mehr klar erreicht, konnte aber aus den bekannten Gründen (noch) nicht im Gemeinderat Einsitz nehmen.

Ich hatte das Glück, während der Wahlvorbereitungen in den letzten Monaten Kandidat Mirko Strik persönlich näher kennenzulernen. Eine sehr umgängliche und engagierte Persönlichkeit, zielstrebig und als Gemeinderatskandidat mit klaren Vorstellungen für seine (hoffentlich) zukünftigen Aufgaben im Gemeinderat. Mirko Strik ist seit 2022 und noch bis Ende 2026 der Kommandant der Feuerwehr Gossau. Dies bedeutet, dass er zum richtigen Zeitpunkt eine neue Aufgabe zugunsten unserer grossartigen Gemeinde übernehmen kann. Mirko Strik kennt unsere Gemeinde sehr gut und ist, wie ich selbst erfahren durfte, in der Gemeinde bestens bekannt.

Seine Führungsaufgaben als Kommandant der Feuerwehr Gossau und als IT-Teamleiter in seiner beruflichen Tätigkeit sind beste Voraussetzungen für die Führung des Arbeitsteams innerhalb des Gemeinderats. Zudem kann er mit seinem Jahrgang 1973 ebenfalls etwas zur Verjüngung unserer Gemeindeführung beitragen.

Seine Gründe (siehe fdp-goss­au-zh.ch/), sich auch für die Nachwahlen als Kandidat zur Verfügung zu stellen, bedeuten für mich ein klares Ja zugunsten von Mirko Strik, ­unter anderem:

«Für den Gemeinderat kandidiere ich, weil mir unsere Gemeinde und die Menschen, die hier leben, wirklich am Herzen liegen und ich mich für unser aller Wohlbefinden einsetzen will.»

«Gesundung der Gemein­definanzen. Die Schulden­bremse sehe ich als Chance und nicht als Hindernis für unser Gossau.»

«Unser Dorf ist mehr als ein Ort – es ist unser Zuhause. Und genau deshalb liegt mir die Zukunft unseres grossartigen Dorfs am Herzen. Unsere Mitbewohner sollen ihr Leben hier so leben können, wie sie es möchten – frei, selbstbestimmt und mit Vertrauen in unsere Gemeindeverwaltung und unsere Behörden.»

Ich bin als Stimmbürger von Gossau überzeugt, dass wir mit Mirko Strik einen Gemeinderatskandidaten zur Wahl haben, der sich für unsere Gemeinde «voll» einsetzen wird, frische Impulse setzen kann und als Teamplayer die Gemeindeführung positiv ergänzen wird. Darum meine Empfehlung: Mirko Strik, 1973, FDP, gehört auf den Wahlzettel der Gossauer Gemeindenachwahlen vom 14. Juni.


20. Mai: Seniorenrat stimmt Ja zum Richtplan am 14. Juni

Autor: Peter Bünter, Uster, Mitglied Seniorenrat Uster

Vor über zwei Jahren reichten Mitglieder des Seniorenrats Uster und weitere Personen die Einzelinitiative «Preisgünstiger Wohnungsbau für Uster» ein. Mittlerweile wurde diese Initiative im Gemeinderat beraten und ein Gegenvorschlag des Stadtrats zur Initiative angenommen.

Unter anderem beinhaltet der Gegenvorschlag wichtige Festlegungen im Richtplan zugunsten von mehr bezahlbarem Wohnraum. Das war auch das Anliegen der Mehrheit des Ustermer Parlaments. Diese Bestimmungen im Richtplan sollen dann in der nächsten Phase – in der sogenannten Nutzungsplanung – konkretisiert werden.

So soll es zum Beispiel möglich werden, dass bei zusätzlicher Schaffung von Wohnraum (zum Beispiel durch Verdichtung und erhöhte Ausnutzung) ein Anteil von preisgünstigem Wohnraum verlangt werden kann. Oder wenn Reservezonen aktiviert werden für Wohnnutzungen, soll es auch möglich werden, einen Anteil an preisgünstigen Wohnungen bereits bei der Einzonung festzulegen. Bei Auf- oder Umzonungen, mit denen zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird, kann ein Anteil von preisgünstigen oder gemeinnützigen Wohnungen zum Beispiel für den Bau von Alterswohnungen verlangt werden.

Diese planerischen Instrumente schaffen zwar im Moment der Festlegung im Richtplan noch keinen Wohnraum. Sie sind aber wichtig als Grundlage für zukünftige Entscheidungen bei der Nutzungsplanung und später dann in der konkreten Umsetzung.

Bezahlbarer Wohnraum ist für alle Generationen ein immer drängenderes Thema. Der Se­niorenrat Uster setzt sich dafür ein, dass es für ältere Menschen mehr geeignete und bezahlbare Wohnungen gibt. Damit wird Wohnraum für Familien frei.


20. Mai: Zuwanderung, um die Zugewanderten zu versorgen

Autorin: Ruth Maurer, Adetswil

Während dem letzten Halbjahr musste ich ein paarmal in die Universitätsklinik Balgrist zu Abklärungen. Vielleicht war es Zufall. Fachkräfte haben Schweizerdeutsch gesprochen, von den Patienten in den Warteräumen hörte man Sprachen aus sehr vielen Nationen.

Mein Schwiegersohn musste kürzlich in Aarau auf die Notfallstation. Er musste zwei Stunden warten, vor ihm fast nur Anderssprachige.

Und warum haben wir jetzt Fachkräftemangel? Wenn wir die Zuwanderung nur brauchen, um die Zugewanderten zu versorgen, ist das eine gefährliche Endlosschlaufe. Dies ein Gedanke zur 10-Millionen-Schweiz-Abstimmung vom 14. Juni. Ich stimme ja.


20. Mai: Gedanken nach einem Besuch im Pflegeheim

Autor: Lukas Eigenmann, Seegräben

Meine Mutter ist seit einigen Jahren auf der Demenzabteilung des Sophie-Guyer-Alterszentrums in Pfäffikon zu Hause. Es fällt uns immer wieder auf, wie umsichtig und fürsorglich die Bewohnerinnen und Bewohner auf der Demenzabteilung gepflegt und umsorgt werden. Man hat das Gefühl, es herrsche eine gute und fröhliche Stimmung, wenn man zu Besuch kommt.

Der Grund dafür liegt meiner Ansicht nach vor allem beim Pflegepersonal. Es ist bewundernswert, wenn man beobachtet, wie rücksichtsvoll und empathisch die Pflegenden mit den Bewohnerinnen und Bewohnern umgehen. Ein grosses Dankeschön an das Personal im Sophie-Guyer.

Sollte ich einmal in die Situation kommen, dass ich solche Pflegeleistungen in Anspruch nehmen muss, wäre ich froh, wenn mir dann auch solch einfühlsames Personal zur Verfügung stünde, das sämtliche Aufgaben, angefangen bei der Körperpflege, über die Wäscherei, das Putzen der Zimmer, die Zubereitung der Mahlzeiten und die medizinische Vorsorge, erledigt. Und vermutlich das Wichtigste: die persönliche Empathie und Zuwendung, welche die Bewohnenden täglich erfahren.

Das brachte mich nach dem letzten Besuch meiner Mutter im Sophie-Guyer etwas ins Grübeln. Ich gehöre zur «Boomer-Generation». Diese Welle kommt erst noch auf unsere Alters- und Pflegeheime zu. Kommt dazu, dass sich unsere Lebenserwartung stetig erhöht, und wir vermutlich in Zukunft vermehrt auf Pflegeleistungen angewiesen sein werden. Mir ist aufgefallen, dass die Pflegenden auf der Demenzabteilung fast ausschliesslich einen Migrationshintergrund haben, während es sich bei den Bewohnenden hauptsächlich um Schweizerdeutsch sprechende Menschen handelt. Es sind also genau jene Menschen, die wir mit der 10-Millionen-Initiative begrenzen wollen, die uns im Alter mit grosser Hingabe pflegen. Gut, dass wir sie haben. Darum lehne ich die 10-Millionen-Initiative entschieden ab.


20. Mai: Der SVP geht es nicht um ökologische Nachhaltigkeit

Autor: Martin Pestalozzi, Rüti

Unter dem Titel «Zubetonierung stoppen!» inseriert die SVP für ihre sogenannte «Nachhaltigkeitsinitiative» im ZO vom 13. Mai (und anderswo). Sie beklagt, dass pro Sekunde rund ein Quadratmeter Grünfläche zubetoniert wird, beste Ackerflächen für immer verschwinden und unsere Lebensqualität und schöne Landschaft zerstört werden.

Diese Klage ist berechtigt. Sie fällt allerdings auf die SVP zurück. Ich habe mich seit mehr als einem halben Jahrhundert für Umweltfragen interessiert und mich immer wieder für Natur und Umwelt eingesetzt. Fast nie in dieser Zeit fanden solche Anliegen die Unterstützung der SVP. Seit ich mich erinnern kann, setzt sich die SVP gegen die Reduktion von Bauzonen und für eine Lockerung der Raumplanungs- und Bauvorschriften ein – auch und gerade ausserhalb der Bauzonen. Landschaftsschutz und Erhalt der Ackerflächen sieht anders aus.

Die SVP kämpft für den Ausbau des Strassennetzes, insbesondere der Nationalstrassen. Die damit verbundene Zubetonierung ist ihr egal. Die SVP ist gegen die Ökologisierung der Landwirtschaft, gegen Vorschriften im Tier-, Gewässer- und Umweltschutz und gegen die Revitalisierung von Gewässern, gegen Naturparks, gegen Schutzzonen sowie für eine Lockerung des Waldschutzes. Damit trägt die SVP selber zur Zerstörung der Lebensqualität bei.

Das alles kann man in ihrem Parteiprogramm nachlesen. Die Liste liesse sich fast unendlich verlängern, wenn man alle Abstimmungsresultate in den Parlamenten und die Parteiparolen zu den eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen der letzten Jahrzehnte hinzunehmen würde. Fast immer war die SVP gegen Vorlagen, welche die Schutzinteressen von Natur und Umwelt gestärkt hätten.

Wenn sie sich nun als «grüne» Alternative gebärdet, beschränkt sich ihr «Grün» auf die von ihr gepachtete Parteifarbe. Der Rest ist reine Propaganda, und nachhaltig ist da im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit nichts. Ein Nein zu ihrer Initiative, über die wir am 14. Juni abstimmen müssen, ist deshalb meine klare Antwort auf solche Doppelbödigkeit.


20. Mai: Wenige Schweizer steigen in die24-Stunden-Berufe ein

Autorin: Agatha Gachnang, Rüti

Zuerst danke ich bestens für die Bilder von Einsatzkräften rund um die Uhr, in ihren besten Jahren. Wir brauchen diese dringend, und zu wenig Schweizerinnen und Schweizer steigen in diese 24‑Stunden-Berufe ein.

Als unregelmässige Pendlerin zwischen der Schweiz und den Niederlanden, durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet und das Rheinland staune ich über die Argumente der anstehenden Abstimmung. Genanntes Gebiet ist um einiges dichter besiedelt als die Schweiz, aber lebendig, offen, kreativ mit einer florierenden Wirtschaft.

Wie anders zeigt sich das Oberengadin, das ich dieses Jahr in der Zwischensaison mehrmals durchfuhr: Reihenweise recht neue Blockwohnungen für den Mittelstand und Besserbezahlende, aber offensichtlich aktuell nicht bewohnt, die Campingplätze fast leer. Die Strassen sind leer gefegt, die grossen Ladenketten sind offen, Senioren und Seniorinnen geniessen die Ruhe, Angestellte reisen von weiter an. Kurz: Zweitwohnungen werden auf Vorrat gebaut.

Der Mangel an «bezahlbaren Wohnungen» in den Grossstädten ist teilweise hausgemacht. In den Spitälern arbeiten, wegen den unregelmässigen Arbeitszeiten, fast mehrheitlich Zugezogene; überhaupt im Gesundheitswesen.

Wenn man in der kleinen Schweiz unter sich bleiben will, verrostet man doch. Und bleibt man zufrieden, bis ins hohe Alter, wenn es nichts mehr zu meckern gibt? Es sind mehrheitlich Auswärtige, die mir helfen mit dem Koffer, dem Radwechsel, dem Billettlösen und so weiter.


20. Mai: Keine Billetautomaten mehr auf den Zwischenperrons

Autor: Jürg Streuli, Wetzikon

Die SBB haben auf dem Bahnhof Wetzikon den nun zweiten Billetautomaten entfernt. Damit stehen den Kunden auf den beiden Zwischenperrons keine Billetautomaten mehr zur Verfügung. Noch vorhanden sind zwei Billetautomaten an Gleis 1.

Kommen jedoch Fahrgäste zum Beispiel vom Morgenrainquartier, so verlängert sich der Fussmarsch deutlich und führt dann häufig wieder zurück auf Gleis 5 für die S-Bahnen via Uster nach Zürich.

Die SBB sparen mit der Entfernung von Billetautomaten das Personal für deren Unterhalt und das Einkassieren des Bargeldes ein. Als wäre dies ein wesentlicher Kostenfaktor für den grossen Bundesbetrieb. Wenn man etwa zum Vergleich an das Desaster mit den Fernverkehrs-Doppelstockzügen denkt.


19. Mai: Dorfwechsel wegen eines hochbegabten, leidenden Kindes

Autorin: Ursula Mörgeli, Bubikon

Liebe Eltern von hochbegabten Kindern, längst bin ich pensioniert, aber in meiner zirka 45‑jährigen Musiklehrerzeit habe ich einige hochbegabte Schüler unterrichtet. Ich freue mich jedes Mal sehr, wenn ich wieder von ihnen und ihrem Weg durch das Leben höre, und vor allem, wo sie beruflich gelandet sind.

Viele erfolgreiche Musiker waren hochbegabte Kinder, aber nicht jedes hochbegabte Kind muss ein erfolgreicher Musiker oder eine berühmte Musikerin werden.

Aber das Beste was man einem in der Schule unterfordertem Kind bieten kann ist Musikunterricht in Einzelstunden. Individuell kann die Lehrperson dem Schüler das Lerntempo, die Forderungen und die Führung zum emotionalen Ausdruck anpassen. Gerade mathematisch Hochbegabte haben oft hohe musikalische Fähigkeiten.

Ein Instrument zu spielen erfordert komplexes Denken und Erfassen von horizontalen Linien und vertikalen Harmonien. Für das Umsetzen von Musik braucht es ein fein­motorisch trainiertes Geschick.

Während die Ohren bereits Gespieltes kontrollieren, agieren die Finger in der Gegenwart, Augen und Verstand sind bereits in der Zukunft um die Befehle an die Hände zu geben. Und alles muss rhythmisch , mit mathematischer Genauigkeit geschehen, denn die Musik fliesst weiter. Gibt es eine komplexere Tätigkeit?

Für eine Lehrperson ist das Unterrichten eines hochbegabten Schülers unter Umständen kein Honigschlecken. Das Tempo des Denkens muss mitgehalten werden, Fantasie und schnelle Anweisungen sind gefragt sowie das ständige Reflektieren der Persönlichkeit des Schülers. Im Einzelunterricht kann eine tiefe, persönliche Beziehung entstehen, die auch zur Entlastung im Familienalltag führen kann.

Ein hochbegabtes Kind kann seine Emotionalität in der Musik ausleben, erst recht wenn es zum Zusammenmusizieren in Gruppen oder Orchestern kommt.

Ein Klavier erträgt vieles, auch Temperaments- und Wutausbrüche. Die am Körper gefühlten Schwingungen eines Saiteninstrumentes beruhigen und Gitarre spielend im kleinen Kämmerlein kann man sich zurückziehen vom Frust des Lebens.

Ich wünschte mir vermehrt Psychologen, welche verzweifelte Eltern auf den Musikunterricht hinweisen.

«Er wollte so nicht mehr leben – wie ein hochbegabtes Kind in der Schule untergeht», 6. Mai


19. Mai: Hochbegabung ist keine Einbahnstrasse

Autor: Heinz Keller, Dübendorf

Der Bericht über das Leid hochbegabter Kinder ist wichtig, doch er lässt eine entscheidende Seite der Medaille aus. Als Gesellschaft neigen wir dazu, Hochbegabung als reinen IQ-Wert zu betrachten. Dabei vergessen wir: Ein hoher IQ ist nur das Potenzial – der Charakter ist das Werkzeug, um dieses Potenzial zu nutzen.

Wenn ein begabter Schüler sich bei schwierigen Aufgaben verweigert und lieber das wiederholt, was er schon kann, dann ist das kein schulisches Problem, sondern ein psychologisches. Es fehlt an der Fähigkeit, Frust auszuhalten und Scheitern als Teil des Lernens zu akzeptieren. Wenn wir Eltern unseren Kindern dann Ratschläge geben, die dem sozialen Miteinander widersprechen oder die Schule nur als «Dienstleister» für die Förderung des eigenen Kindes sehen, lassen wir sie im Regen stehen.

Interessanterweise nennen Schüler, wenn man sie nach dem Sinn der Schule fragt, fast immer zuerst soziale Werte: fair sein, nicht auslachen, sich an Regeln halten. Erst viel später kommen Lesen, Schreiben und Rechnen. Das zeigt uns: Kinder spüren genau, wo ihr grösstes «Manko» liegt – im sozialen Lernen und in der Charakterbildung.

Die Schule darf nicht zum Sündenbock für Erziehungsprobleme gemacht werden. Wir helfen unseren Kindern nicht, indem wir sie als «Hochbegabte» auf ein Podest stellen und bei jedem Widerstand das System kritisieren. Wir helfen ihnen, indem wir ihnen zu Hause eine klare Führung in Liebe und Geborgenheit geben, die auch das Aushalten von Anstrengung beinhaltet. Charakterbildung ist die eigentliche Knobelaufgabe für uns Erwachsene – und sie beginnt lange vor dem ersten Schultag.

«Er wollte so nicht mehr leben – wie ein hochbegabtes Kind in der Schule untergeht», 6. Mai


19. Mai: Kurswechsel nötig – Nein zu Feldmann’s Richtplan in Uster

Autor: Daniel Schnyder, Gemeinderat Uster, Präsident SVP Uster

Die Abwahl von SP-Stadtrat Stefan Feldmann war ein deutliches politisches Signal. Viele Bürgerinnen und Bürger haben damit ihre Unzufriedenheit über die Entwicklung Usters und die zunehmende links-grüne Bevormundung zum Ausdruck gebracht.

Mit dem neuen Richtplan soll nun ausgerechnet diese Politik langfristig festgeschrieben werden: mehr Vorschriften, mehr Einschränkungen, weniger Erreichbarkeit und zusätzliche Belastungen für Bevölkerung, Gewerbe und Steuerzahler. Das Auto wird zunehmend verdrängt, Parkplätze verschwinden und immer neue Auflagen verteuern das Wohnen und erschweren Investitionen.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um ein technisches Planungsinstrument. Der aktuell vorliegende Richtplan würde die zukünftige Entwicklung von Uster und den Handlungsspielraum kommender Generationen unnötig einschränken.

Genau deshalb haben SVP, FDP, EDU und BPU gemeinsam das Referendum ergriffen. Über eine derart grundlegende Weichenstellung soll die Bevölkerung selbst entscheiden können.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben mit den Wahlen bereits einen ersten Kurswechsel eingeleitet. Nun bietet sich in Uster am 14. Juni die Gelegenheit, mit einem klaren NEIN auch beim Richtplan ein klares Zeichen für eine vernünftige, ausgewogene und alltagstaugliche Stadtentwicklung zu setzen.


19. Mai: Subjektive Stellungnahme Spital Uster contra Spital Wetzikon

Autor: Theodor Sulzer, Schmidrüti

Ich bin ein 85-jähriger, alter Mann mit ein wenig Lebenserfahrung. Ich habe realisiert, dass die Frau 20 Prozent mehr Leistung erbringen muss, um die selbe Stellung wie ein Mann zu erreichen. Sie ist also im Allgemeinen auf gleicher Stellung 20 Prozent kompetenter als der Mann, sei es Lohn, Prestige, Anerkennung und so weiter.

Wenn Intelligenz die Fähigkeit ist, Zusammenhänge zu erkennen, hat Intelligenz im Grunde mit Wissen nur beschränkt zu tun. Wissen ist eine Fleissleistung, Intelligenz hat eventuell einen anderen, höheren (?) Stellenwert.

Als ich las, das Spital Uster sei von einer Frau geleitet, wurde mir einiges klar. Fusst männliches Handeln primär auf Wissen, Erarbeiten eines Diploms, Papiers und weibliches Handeln primär auf Intelligenz?

Sicher bringt eine Frau auf gleicher Stellung durchschnittlich 20 Prozent mehr Kompetenz mit, siehe oben.

Frauen sind in unserer Gesellschaft in der Mehrheit. Man sagt, wir leben in einer Demokratie. Wann endlich erkämpfen sich die Frauen den Status, den sich die Männer längst erkämpft haben? Wann endlich geben sie Familienpflichten an den Mann weiter und geben Hausfrauenpflichten an den Mann weiter, zu ihrer Befreiung?

Wäre dem Spital Wetzikon gedient, wenn eine Frau an dessen Spitze stände?


19. Mai: Was Vereine leisten und was die offene und aufsuchende Jugendarbeit kostet

Autorin: Barbara Schnyder, Hinwil

An der letzten Gemeindeversammlung vom 18. März 2026 hatte uns die Gemeinderätin Gabriela Casutt, Vorsteherin Ressort Soziales, ein düsteres Bild von Hinwil aufgezeigt.

Für die offene und aufsuchende Jugendarbeit müsse zwingend ein Kredit in der Höhe von 972 000 Franken genehmigt werden. Es gebe neun bekannte «Hotspots» in und rund um Hinwil. Diese müsse man nun in den Griff bekommen. Sie selber meide den Bahnhof Hinwil am Abend und in den späten Nachtstunden. Ein entsprechendes Projekt zur Verbesserung der Situation sei schon länger hängig. Auf verschiedene Fragen aus der Bevölkerung konnte Frau Casutt jedoch keine befriedigenden Antworten geben. Deshalb wurde dieses Projekt bei der Abstimmung von der Bevölkerung auch nur knapp angenommen.

In den letzten Wochen habe ich mir die Mühe gemacht, einige «Hotspots» aufzusuchen und auch mit Anwohnern zu sprechen. Es scheint so, dass sich in den letzten vier Jahren die Situation beruhigt hat. Manchmal konnte ich auch spät abends keine Menschenseele am Bahnhof Hinwil antreffen. Im Übrigen halten sich dort auch Randständige auf, welche keinen Ort mehr haben, wo sie sich treffen können (Schliessung Restaurant Bahnhöfli und Feldegg).

Auch in Ringwil hat sich die Lärmbelästigung gemäss Auskunft von Anwohnern beruhigt. Einzig in den Sommermonaten gibt es an schönen und warmen Abenden vermehrt Lärm, wenn sich die Menschen zum Baden am Weiher treffen. Das ist eine kurze Zeit und wird von den Anwohnern mehrheitlich toleriert.

Es ist zudem bekannt, dass es auch in Hinwil ein Drogenproblem gibt. Auch dieses kann mit der Auslagerung der Jugendarbeit an eine Drittfirma nicht gelöst werden.

Junge Erwachsene beklagen sich, dass es für sie in Hinwil keinen geeigneten Treffpunkt gibt ausser dem «Pirates». Deshalb stellt sich für mich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn wir die gesprochene knappe Million sowohl für die Jungen wie auch für die Randständigen in unserer Gemeinde einsetzen würden.

Im Jahr 2025 besuchten 1062 Hinwiler Kinder verschiedene Vereine. Diese leisten grossartige Arbeit. Sie fördern das Gemeinschaftsgefühl, stärken den Zusammenhalt und geben den Kindern die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Diese wertvollen Vereinsarbeiten werden aktuell mit lediglich 70 000 Franken pro Jahr unterstützt. Für all die geleistete Freiwilligenarbeit erscheint dieser Betrag eher bescheiden.

«Nächste Gemeinde zieht nach: Auch Hinwil erhält ein Feuerwerksverbot», 20. März


16. Mai: Ein Ja zum Sport, zum Gewerbe und für Uster

Autor: Balthasar Thalmann, Gemeinderat SP Uster

Am 14. Juni findet in Uster die Abstimmung über den neuen Richtplan statt. Die Gegner ­sagen, dass der Richtplan überladen, kostenintensiv und einseitig sei und den Wirtschaftsstandort schwäche.

Ich war eng in die Diskussionen eingebunden und kann die Argumente der Gegner bei bestem Willen nicht nachvollziehen. Was den Wirtschaftsstandort betrifft, schafft der Richtplan die Voraussetzungen dafür, dass Industrie- und Gewerbebetriebe Entwicklungsmöglichkeiten ­erhalten und nicht verdrängt werden. Weiter soll mehr und vor allem mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, damit sich in Uster auch ältere Menschen und Familien eine Wohnung leisten können.

Eine Herzensangelegenheit für mich ist, dass die Sport­infrastrukturen weiterentwickelt werden können, am See, auf der Heusser-Staub-Wiese oder im Buchholz. Nur mit einem Ja zum Richtplan bleibt die Heusser-Staub-Wiese als Fussballplatz erhalten, nur mit einem Ja können die Sportinfrastrukturen im Buchholz erweitert werden. Ich glaube, ein Ja sind wir den Sportvereinen schuldig, die sich tagtäglich für unsere Kinder und Jugendlichen einsetzen.

Im Richtplan sind viele Elemente drin, die gewährleisten, dass Uster auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt mit Identität ist. Besonders spannend ist zum Beispiel eine neue, komfortable Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden des Bahnhofs Uster. Oder der Gschwaderplatz: An der Kreuzung von Winterthurer-/Oberland-/Gschwa- derstrasse ist heute eine Fläche so gross wie das Zeughausareal unbebaut. Diese soll nicht einfach ideenlos zubetoniert werden, sondern ein Ort mit Charakter und Qualität werden.

Im Werk des Richtplans hat es auch Punkte drin, die ich nicht so gut finde. Deswegen würde ich das ganze Werk nicht ablehnen, das würde Uster nicht gerecht werden, und viele Projekte würden blockiert. Mit dem neuen Richtplan kann ein Uster entstehen, das uns allen Freude machen wird. Mit einem Ja machen wir uns auf diesen Weg.


16. Mai: Wahl Schulpräsidium Bäretswil

Autorin: Erika Wolf, Bäretswil

Am Sonntag, 14. Juni, findet in Bäretswil der zweite Wahlgang für das Schulpräsidium statt.

Für dieses Amt braucht es eine Person mit Führungsqualitäten, die es versteht, nebst dem Schulbetrieb in erster Linie die Ziele der Gesamtschule richtig umzusetzen. Das erfordert ­Weitsicht und die Fähigkeit, ­anstehende Probleme oder Änderungen im Schulbetrieb zu ­erkennen und die richtigen Entscheide zu treffen.

Der zur Wahl vorgeschlagene Philippe Délitroz ist verheiratet und hat vier Kinder, durch die er über viele Jahre täglich Einblick in den Schulbetrieb hatte und immer noch hat. Aufgrund seiner beruflichen Laufbahn in der Privatwirtschaft verfügt er über viel Führungserfahrung und soziale Kompetenz. Er ist der ideale Kandidat als Schulpräsident. Im Gegensatz zu seiner Kontrahentin, welche beruflich Lehrerin und Schulleiterin ist, bringt er, als in schulischer Hinsicht nicht vorbelasteter Kandidat, frischen Wind in die Schulbehörde.

Ich bin der Meinung, dass unsere Schule dringend eine Auffrischung nötig hat und wähle deshalb Philippe Délitroz.


16. Mai: Mehr Struktur statt Zahlenchaos

Autor: Heinz Bertschinger, Gutenswil

Es ist erfreulich, dass das Ustermer Spital erneut mit einem Gewinn abschliesst. Etwas mager ist hingegen die Berichterstattung im ZO/AvU. Obwohl eine ganze Seite zur Verfügung steht, wird keine allgemein verständliche Bilanz (Aktiven/Passiven) und Erfolgsrechnung (Aufwand/Ertrag) publiziert – was für eine transparente Einordnung hilfreich wäre.

Man findet zwar umfangreiches, aber unstrukturiertes Zahlenmaterial. Nachdem die KV-Lehre die bis heute am ­weitesten verbreitete Berufsbildung ist und viele andere Berufe im Rahmen einer Weiterbildung ebenfalls mit wirtschaftlichen Daten konfrontiert werden, kann man davon ausgehen, dass eine grosse Mehrheit in der Lage wäre, Bilanzzahlen richtig zu interpretieren und dabei mehr erfahren würde als beim offerierten «Kennzahlensalat».

«Spital Uster schreibt bereits das dritte Jahr in Folge einen Gewinn», 8. Mai


16. Mai: Tiefe Stimmbeteiligung – kein neues Phänomen

Autor: Max Homberger, Wetzikon

Die Zahlen zur Wahlbeteiligung bei den Exekutivwahlen von vier Zürcher Parlamentsgemeinden sind wirklich nicht berauschend. Dübendorf: 25 %, Wetzikon: 32 %, Uster: 34 %, Illnau-Effretikon: 47 %.

Die professorale Ursachenerklärung ist wenig behelflich. Historisch gesehen nimmt die Wahlbeteiligung in der Schweiz schon länger ab. An den Nationalratswahlen von 1919 nahmen 80,4 % teil. 2023 waren es noch 46,6 %. 1919 war die Schweiz ein Armenhaus, 2023 war sie eine Wohlstandsinsel. Der Trend ist klar; und der Jammer ist immer noch derselbe. Gemäss Statistischem Amt des Kantons Zürich gab es bei den Kantonsratswahlen vom 18. April 1926 einen Wähleranteil von 77,9 %.

Unter dem Titel «Die Nichtwähler in Zürich» klang es frustriert «Die jüngeren Staatsbürger haben kein Interesse mehr an der Politik». Somit gilt: nichts Neues unter der Sonne. Das Resultat 32 % in Wetzikon ist nicht dramatisch; 2010 waren es 21,85 %, 2018 waren es 29,45 %. Weshalb wählen so wenige? Weil es uns hervorragend geht. 106 000 Franken Nettoverdienst trägt der Schweizer jährlich nach Hause; der Bulgare 13 000 Franken. Das Schulsystem überzeugt, das Krankenwesen ist eines der weltweit besten, die sozialen Hängematten sind eng geflochten. Was soll man sich da noch kümmern?

Weshalb fällt Dübendorf mit «nur» 25 % stark ab? Weil es sehr stark wächst, weil es in seinen grossstädtischen Wohnsilos einen besonderen Menschen anzieht. Und allgemein: die Unrast der Bevölkerung, ein wachsender Nomadismus und die zunehmende Entwurzelung steigern die Beteiligung am ­Gemeinwesen nicht.

«Viele Politikämter, wenige Wählende: Sind Wahlen unwichtig?», 25. April


16. Mai: Verpasste Chance! Nimmt der Ustermer Stadtrat die Gemeindeordnung ernst?

Autor: Alex Muheim, Uster

Der Ustermer Stadtrat hat dem Gemeinderat kurz vor und nach den Wahlen eine grössere Anzahl von umstrittenen Vorlagen zukommen lassen. Interessant: Keine betrifft den öffentlichen Verkehr. Dies, obschon seit 2022 in der Ustermer Gemeindeordnung in Art. 3 Abs 5 Folgendes festgehalten ist: «Die Stadt Uster setzt konsequent auf den öffentlichen Verkehr».

Einige Ustermer Quartiere und Aussenwachten sind nicht ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

Es sind dies unter anderem: Nänikon, Werrikon, Winikon

Quartiere: Seestrasse; Wühre/Heime Dietenrain, Steigstrasse/Oberuster

Arbeitsplatzgebiete: Ackerstrasse; Oberuster/Trümpler Areal

Direktbuslinie Bahnhof – Schifflände Niederuster fehlt, respektive wurde sogar aufgehoben

Die Ustermer Stimmberechtigten haben nach der Annahme der neuen, modernen Gemeindeordnung 2022 gehofft, dass der Stadtrat die empfindlichen Bus-Lücken in Uster schliessen würde. Leider vergebens.

Gemeinderat von 1991 war zukunftsorientierter

Im Jahr 1991 setzte der dama­lige Gemeinderat den kommunalen Gesamtverkehrsplan fest. In diesem war ein markanter Ausbau des Ustermer Busnetzes vorgesehen. Alle Ustermer Quartiere sollten einen Busanschluss erhalten, insbesondere auch Werrikon und Nänikon. Seit 35 Jahren hält der Stadtrat diesen Plan im Dornröschentiefschlaf.

Letztes Jahr machten sich ­einige Näniker auf und lancierten die Einzelinitiative für eine Busverbindung vom Bahnhof Uster via Gschwader–Werrikerstrasse–Werrikon–Nänikon– zum Bahnhof Nänikon/Greifensee (evtl. mit Verlängerung zum Städtli Greifensee). Auch diese Buslinie war bereits im Plan von 1991 enthalten. Die Initiative wurde im Juni 2025 dem Stadtrat mit rund 350 Unterschriften eingereicht. Der Gemeinderat hat die Einzelinitiative innert Monatsfrist behandelt und mit 32 Stimmen an den Stadtrat überwiesen (notwendiges Quorum:12 Stimmen).

Wer nun gehofft hat, der Stadtrat würde das Anliegen aus Werrikon/Nänikon zeitnah behandeln, wurde einmal mehr enttäuscht. Bis heute herrscht Funkstille aus dem Stadthaus.

Vernehmlassung zum ZVV-Fahrplan für 2027/2028

Im Gegensatz zum Stadtrat Wetzikon hat der Stadtrat von Uster eine weitere Chance verpasst, im Rahmen der Vernehmlassung zum ZVV-Fahrplan 2027/2028 die berechtigten Anliegen aus Werrikon/Nänikon sowie die fehlenden Buslinien aus dem Jahr 1991 beim ZVV einzubringen.

«Wetziker Stadtrat fordert mehr Busse der Linien 850 und 851», 22. April


9. Mai: Verschnaufpause – auch im Zürcher Oberland

Autor: Daniel Schnyder, Gemeinderat Uster, Präsident SVP Uster

Das Interview mit Ständerätin Heidi Z’graggen in der NZZ am Sonntag bringt es auf den Punkt: Der Schweiz täte «eine Verschnaufpause gut».

Was sie beschreibt, ist auch in Uster längst Realität. Volle Züge und Busse im Pendlerverkehr, Stau in und um Uster, steigende Mieten und eine immer dichtere Überbauung prägen unseren Alltag. Gleichzeitig verschwinden Grünflächen, und der Druck auf Infrastruktur und Lebensraum nimmt spürbar zu.

Natürlich ist Wachstum nicht per se schlecht. Doch wenn es – wie selbst Z’graggen sagt – vor allem «in die Breite» geht und den Wohlstand pro Kopf nicht erhöht, stellt sich die Frage nach den Grenzen. Genau hier setzt die Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» an: Sie will das Bevölkerungswachstum so steuern, dass Umwelt, Infrastruktur und Lebensqualität Schritt halten können.

Gerade für stark wachsende Regionen wie das Zürcher Oberland ist diese Diskussion zentral. Eine Verschnaufpause wäre kein Rückschritt – sondern eine Chance, die Entwicklung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ich stimme wie Mitte-Ständerätin Heidi Z’graggen der Initiative am 14. Juni zu.


9. Mai: Warum 3 dB nicht doppelt so laut sind

Autor: Heinz Bachmann, Bubikon

Der VCS schreibt, dass die Temporeduktion von 50 km/h auf 30 km/h eine Schallreduktion von 3 dB bewirkt. Das ist sicher richtig. Diese Messungen wurden schon früher gemacht. 3 dB Differenz entsprechen der halben oder auch der doppelten Schallleistung. Durch diese Tatsache zieht der VCS den Schluss, dass das auch der halben oder doppelten Wahrnehmung für den Menschen entspricht.

Dies ist nicht richtig. Wäre das so, hier ein kurzes Beispiel: Autoverkehr ca. 70 dB, Disco laut 100 dB. Wären 3 dB für den Menschen eine Verdoppelung der empfundenen Lautstärke, dann würden wir die Disco ca. 800-mal so laut empfinden wie den Strassenverkehr. Dann hätten die Discos keine Besucher mehr.

Richtig ist, dass ungefähr 10 dB Differenz (10‑fache Schallleistung) eine wahrnehmbare doppelte oder halbe Lautstärke sind und nicht 3 dB. Der VCS sollte mal mit einem Akustiker Kontakt aufnehmen oder einfach KI konsultieren.

Möchte der VCS einfach die Bevölkerung zu 30 km/h motivieren? Für mich ist nicht der Lärm das Massgebende. Ich bin für die 30 km/h. Die Sicherheit bewerte ich weit höher, da sich der Bremsweg quadratisch mit der Geschwindigkeit erhöht.

«Mit Tempo 30 gegen Verkehrslärm», 28. April.


9. Mai: Politische Instrumente richtig verstehen können

Autor: René Rothe, Wetzikon

Mit einem sehr breit angelegten Rundumschlag – über den Linksrutsch in Wetzikon bis zu einem geplanten Moscheebau und weiter zur Schule Pfäffikon bis hin zum Osterhasen – greift Frau Obrist die neu gewählte Schulpflegepräsidentin Andrea Grossen-Aerni unnötig scharf an. Im Kern geht es dabei eigentlich um die Interpellation zum geplanten Projekt einer Moschee in Wetzikon des albanisch-islamischen Kulturvereins.

Diesen Punkt kann man einfach klären: Eine Interpellation stellt keine Forderung für oder gegen ein Vorhaben dar, sondern dient dazu, dem Stadtrat Fragen zu stellen und Transparenz zu schaffen. Genau darum geht es hier: um Klärung der Finanzierung sowie um Fragen der gesellschaftlichen Integration.

Hätte die Leserbriefschreiberin als langjährige Parlamentarierin die Interpellation gelesen, wäre ihr das auch klar. Gerade letzterer Punkt ist Andrea Grossen-Aerni ein wichtiges Anliegen – nicht als Kritik, sondern auch als Chance. Denn häufig leisten solche Organisationen wertvolle Integrationsarbeit, oder es ergeben sich im Dialog neue Möglichkeiten des Zusammenlebens.

Vor diesem Hintergrund ist es wenig nachvollziehbar, daraus eine Stigmatisierung oder gar eine «religiös motivierte Intervention» abzuleiten.


6. Mai: Integrierte Praxen als Chance für das Oberland

Autorin: Rakel Kaiser, Uster

Der Artikel vom 7. April beschreibt ein Problem, das ich aus meinem Praxisalltag gut kenne: Eltern, die verzweifelt einen Kinderarzt suchen. Die Studie der Universität Zürich bestätigt, was viele Familien im Oberland längst spüren.

Was in der Diskussion oft untergeht: Das Problem ist nicht nur der Mangel an Pädiaterinnen und Pädiatern, sondern auch die Struktur, in der sie arbeiten sollen. Frau Moser-Bracher beschreibt es treffend: das Gründungsrisiko, die psychische Belastung, die Isolation auf dem Land. Das schreckt junge Ärztinnen und Ärzte ab, obwohl sie die Arbeit an sich gerne machen würden.

Ein Teil der Lösung liegt in integrierten Praxismodellen: Pädiaterinnen und Pädiatern, die in eine bestehende Hausarztpraxis eingebettet sind, tragen kein Gründungsrisiko, haben ein eingespieltes Team um sich und können sich auf die Medizin konzentrieren. Gleichzeitig profitieren Familien davon, dass Kinder und Eltern am selben Ort betreut werden. Es braucht nicht immer eine neue Kinderarztpraxis, manchmal reicht es, pädiatrische Kompetenz in bestehende Strukturen zu bringen.

Solche Modelle gibt es bereits. Sie müssten aber breiter bekannt und gezielt gefördert werden, damit die Versorgungslücke im Zürcher Oberland nicht weiterwächst.

«Wer übernimmt die Praxis? Kinderärzte im Oberland finden oftmals keine Nachfolger», 7. April


6. Mai: Wo Kinder mehr lernen als Mathematik

Autorin: Vreni Hertig, Wald

Am Samstag, 11. April, konnte die Bevölkerung die neue Schulanlage in Laupen besichtigen. Generell bin ich eher eine Liebhaberin von Fachwerkhäusern (am liebsten auf Kopfsteinpflaster) aber der Rundgang durch das neue Schulhaus bereitete mir auch viel Freude. Die unteren Bereiche der Gebäude waren aus Beton (Schutz der Fassaden) die oberen Bereiche wurden in Holzbauweise ausgeführt und waren mit viel Licht durchflutet.

Ein Spruch, befestigt an einer Zimmerwand, berührte mich als Mami, Grossmami und als Mensch.

«Wir sind verschieden und doch gehören wir zusammen»

Wenn die Kinder in einer solchen Atmosphäre lernen dürfen nehmen sie mehr mit als Kenntnisse in Sprachen und Mathematik. Ist nicht auch das  ein Weg dem Rassismus Gegensteuer zu geben?

Ich wünsche den Kindern und den Fachkräften viele schöne gemeinsame Stunden im Schulhaus Laupen.


6.Mai: Die Hälfte unterschlagen

Autor: Uwe Scheibler, Wetzikon

Zu Recht sorgt sich Urs Fischer in seinem Leserbrief wegen der tiefen Stimmbeteiligung. Dass ein ehemaliger Gemeindepräsident nur gerade die Stimmberechtigten seiner Gemeinde im Blick hat, kann man als pragmatisches Verhalten abtun. Dass dabei aber fast die Hälfte der Bevölkerung «vergessen» gerät, ist dann keine Peinlichkeit mehr, sondern ein veritabler Tritt ins Fettnäpfchen.

In Wetzikon leben knapp 28 000 Menschen und davon sind nur 15 800 oder 56 Prozent stimmberechtigt. Damit repräsentieren die 5055 abgegebenen Stimmzettel also nur knapp 19 Prozent der Bevölkerung. Und mit 10 Prozent wurden die Mitglieder des Stadtrats gewählt.

Möglicherweise hätte die zweite Bevölkerungshälfte, wenn sie denn stimmen dürfte, ein grösseres Interesse an einer Wahl?

Leserbrief «Nicht einmal ein Drittel hat in Wetzikon gewählt», 27. April


6. Mai: Rennstrecken-Feeling im Dorf

Autorin: Maja Krüttli, Bauma

Eine traurige Zahl, die uns die Statistiker hier vorlegen. Kümmert das jemanden ausser die direkt Betroffenen? All meine Beschwerden, Polizeimeldungen und Leserbriefe blieben die letzten Jahre so gut wie wirkungslos. Ich höre nur immer wieder, dass das Problem bekannt ist usw. Um möglichst gesund zu bleiben ernähren sich viele gesund, bewegen sich regelmässig, rauchen und trinken nicht. Das haben wir in unseren eigenen Händen, aber gegen den unerträglichen Lärm können wir anscheinend nichts machen.

Viele sind sicher mit mir einig, dass vor allem der absichtlich verursachte Lärm krank macht. Bei gutem Wetter fühlt es sich bei uns so an, als ob eine Rennstrecke durch unser Dorf führt und die Agrola Tankstelle ist sozusagen die Boxenstrasse. Die Basis für den Lärmstress bildet auch das permanente Geräusch der Autowasch­anlage bei, vor allem an Sonn- und Feiertagen werden Autos gewaschen was das Zeug hält.

Die Freude am Balkon, offene Fenster und schönes Wetter, davon ist schon lange nicht mehr die Rede. Lebensqualität praktisch gleich null.

Ich frage mich nur, wo sind all die Feuerwerk-Gegner, die sich um die kleinen Kinder und Tiere sorgen. Habe ich absolutes Verständnis dafür, auch wenn es normalerweise «nur» zweimal pro Jahr stattfindet. Also bei uns in Bauma kann man die Auspuff-Knallerei und das Motoren-Dröhnen praktisch jeden schönen Tag bis in die Nacht hinein haben.

«Lärm verursacht bis zu 2000 Tote», 27. April


4. Mai: Die Augen vor der Realität verschlossen – jetzt braucht es eine Kehrtwende

Autorin: Anita Borer, Kantonsrätin SVP, Uster

Es ist schon bemerkenswert, wie SP-Nationalrätin Jacqueline Badran im Interview mit CH Media und auch in ihrem Auftritt in der Arena (beide vom 10. April) jeden Zusammenhang zwischen der hohen Zuwanderung in die Schweiz und der Wohnungsknappheit bestreitet. Zu behaupten, steigende Mieten hätten nichts damit zu tun, widerspricht nicht nur dem gesunden Menschenverstand, sondern auch den Fakten.

Allein 2024 sind netto über 8 000 Personen in die Schweiz eingewandert. Diese Menschen brauchen Wohnraum. Die Nachfrage steigt, und zwar massiv. Seit 2000 gibt es 1,3 Millionen Wohnungen mehr in der Schweiz – und trotzdem fehlt Wohnraum. Warum? Weil die Nachfrage durch die unkontrollierte Zuwanderung zu schnell wächst. Vier von fünf neuen Wohnungen entstehen genau aus diesem Grund.

Die Folge ist offensichtlich: Grünflächen verschwinden. Jede Sekunde wird ein Quadratmeter Land verbaut – und trotzdem reicht der Wohnraum nicht. Das ist keine nachhaltige Entwicklung, sondern eine Endlosspirale, die die Mieten in die Höhe treibt und die Lebensqualität von uns allen minimiert.

Wer das Problem lösen will, muss die Ursache angehen, nicht die Symptome. Die Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!», die am 14. Juni zur Abstimmung gelangt, setzt genau dort an: Sie begrenzt die Zuwanderung auf ein gesundes Mass und schützt damit unsere schöne Schweiz.


4. Mai: Velofahrer bevorzugt

Autor: Remo Meier, Uster

Und wieder werden wir Autofahrer benachteiligt und die Velofahrer bevorzugt. Die Parkplätze für die Autofahrer bei der Badi Auslikon werden ersatzlos abgebaut, und für die Velofahrer werden dafür 100 Abstellplätze neu errichtet. Da kann man die Badi doch gleich zumachen, weil viele von ausserhalb Auslikon nicht mehr kommen werden.

«Parkplätze der Badi Auslikon werden ersatzlos gestrichen», 24. April


2. Mai: Die Wahl des Verkehrsmittels ist eine rationale Entscheidung

Autor: Thomas Leu, Adetswil

Der Bevölkerungsanteil in den Oberländer Gemeinden, der für die Fahrt zum Arbeitsplatz die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, wird mit dem Vorhandensein eines S-Bahn-Anschlusses sowie der Länge des durchschnittlichen Fusswegs bis zur nächsten Haltestelle des öffentlichen Verkehrs erklärt. Wenig überraschend weisen Orte ohne Bahnanschluss oder mit langen Reisezeiten in die urbanen Zentren eine tiefere ÖV-Nutzung auf.

Als weitere Erklärung dafür, dass durchschnittlich aus dem Zürcher Oberland nur 15 Prozent der Pendler mit dem ÖV zur Arbeit fahren, müssen auch die monetären Ausgaben beigezogen werden. Beim Vergleich der Kosten des Automobils mit denjenigen des öffentlichen Verkehrs fällt auf, dass der grösste Anteil der Kosten beim Automobil Fixkosten sind. Diese fallen an, sobald ein Auto eingelöst ist, selbst wenn es nur in der Garage steht.

Gemäss TCS-Musterauto (Neupreis 45 000 Franken, jährliche Laufleistung von 15 000 Kilometer) betragen die Kilometerkosten 74 Rappen. Zieht man die jährlichen Fixkosten von 7000 Franken (Motorfahrzeugsteuern, Versicherungen und so weiter) ab, dann resultieren variable Kilometerkosten von bloss 27,5 Rappen. Fazit: Besitzer eines Autos rechnen vernünftigerweise nur mit den variablen Kilometerkosten. Wer beispielsweise die Strecke Bäretswil – Zürich als Pendler an Werktagen mit dem Auto zurücklegt, fährt pro Tag hin und zurück zirka 65 Kilometer. Auf ein Arbeitsjahr ergeben sich variable Kosten von maximal 4111,25 Franken (46 Wochen × 5 Tage × 65 km × 0,275 Fr./km). Ein ZVV-Jahresabonnement kostet 2308 Franken (2. Klasse) und 3812 Franken (1. Klasse). Vergleichbar mit dem Auto wäre aus Komfortgründen eher die 1. Klasse.

Werden zusätzlich die Unannehmlichkeiten des öffentlichen Verkehrs, zum Beispiel das Umsteigen, der durchschnittlich höhere Zeitbedarf, die tiefere Flexibilität sowie die Möglichkeit, das Auto gemeinsam zu benutzen, berücksichtigt, dann rechnet sich offenbar für 85 Prozent der Oberländer der öffentliche Verkehr nicht.

Das hohe Bevölkerungswachstum wird zu einem weiteren Anstieg des Verkehrs (Auto und ÖV) führen. Falls aus diesen Gründen die Anreize zugunsten des öffentlichen Verkehrs verändert werden sollen, dann müssten, zusätzlich zu besseren Anschlüssen vor allem in peripheren Gebieten, die Fixkosten für Autos durch kilometerabhängige Motorfahrzeugsteuern und Versicherungen ersetzt werden. Das wäre auch volkswirtschaftlich sinnvoll, weil damit die Benutzer der Strasse, statt pauschal, proportional zur Nutzung an deren Kosten beteiligt würden.

«Gibt es in Ihrer Gemeinde eher Zugliebhaber oder Autofans?», 17. April


2. Mai: Ängste, Unkenntnis, Mutlosigkeit

Autor: Ernst Eberhard, Dürnten

Mit solchen Worten wie der Titel dieses Leserbriefes könnten einige Stimmen aus dem Nationalrat umschrieben werden, wenn es um die Sicherung der Energieversorgung unter Einbezug moderner Kernkraftwerke geht. Da sind einmal die ewig Gestrigen, die aus Prinzip an einem Schnellschuss – nach Fukushima – festhalten wollen. Dann gibt es einige Ehrliche, die sich noch fürchten vor der veralteten Technologie des letzten Jahrhunderts.

Es ist an der Zeit, dass auch Politiker sich sauber über die Möglichkeiten informieren lassen, welche moderne Kernkraftwerke heute bieten und wie sicher sie heute betrieben werden können. Der Atomunfall von Fukushima bleibt an erster Stelle ein Mahnmal für menschliche Fahrlässigkeit. Denn hätte man diese Anlagen etwas schlauer aufgestellt, nicht mit der ungeschützten Breitseite zum offenen Meer, so wäre beim Tsunami kein Gebäude und kein Reaktor zu Schaden gekommen. So viel einfach zur Erinnerung – aber gerade diese Grobfahrlässigkeit gab den Auslöser für die Reaktion der Bundesrätin Doris Leuthard. Sie war einfach überrumpelt und wollte das Beste machen. Aber acht Jahre später wissen wir, dass es damals nicht hätte passieren müssen – und dass es mit modernen Systemen gar nicht passieren könnte.

Leider wurden viele Jahre der Entwicklung neuer Systeme zur Serienreife verschlafen. Das heisst aber nur, dass jetzt umso mehr Energie darauf verwendet wird, aufzuholen. In solchen Situationen ist es erst dann zu spät, wenn man aufgibt. Die Solarenergie und alle grünen Technologien sind willkommen, aber bei Weitem ungenügend. Darum ist ein pragmatischer Schritt zu neuen Kernkraftwerken dringend angesagt.


2. Mai: So schnell fallen Masken

Autor: Bigi Obrist, Wetzikon

Andrea Grossen-Aerni, die sich im Wahlkampf links der Mitte positioniert hat, wurde als neue Schulpräsidentin in Wetzikon gewählt. Ob der Stadtrat mit ihr tatsächlich nach links rückt, darf jedoch bezweifelt werden. Denn kaum ist der Wahlsonntag vorbei, reichen SVP, EDU und EVP gemeinsam eine Interpellation ein, die auch von Andrea Grossen unterzeichnet wurde.

Mit diesem Vorstoss stellen die Interpellanten dem Stadtrat baurechtliche und finanztechnische Fragen zum Kauf bzw. Umbau einer Liegenschaft des albanisch-islamischen Kulturvereins. Gleichzeitig werden diverse Fragen zur gesellschaftlichen Integration des Vereins und seiner Mitglieder sowie zur Zusammenarbeit mit Stadt und Schule aufgeworfen – lauter Fragen, die man ebenso gut evangelikalen Freikirchen stellen könnte.

Unter dem Deckmantel von Öffentlichkeitsinteressen zeugt der Vorstoss von Misstrauen und Vorurteilen gegenüber einem Verein, der sich regelmässig in Integrations-Austauschgefässen engagiert und Partner bei interreligiösen Anlässen ist. Besonders stossend wirkt, dass dieselben Kreise, die sonst die Gleichstellung von Frauen erschweren, mit Geschlechtergerechtigkeit argumentieren. Während ein solcher Vorstoss von rechtskonservativen fundamentalistisch-religiösen Kreisen kaum überrascht, ist es verwerflich, dass die EVP und vor allem die angehende Schulpräsidentin ihn mitträgt.

Eine Schulpräsidentin ist für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Religion, gewählt. Ihre eigene evangelikal-christliche Werthaltung darf nicht zu Stigmatisierung und Stereotypisierung beitragen. Man erinnere sich an den Fall in Pfäffikon, wo sich religiös-konservative Kreise unter einem EVP-Schulpräsidenten massiv in Lehrpläne und Personalpolitik einmischten, was zum Ausschluss eines Lehrers führte. Öffnet Andrea Grossen nun auch in Wetzikon Tür und Tor für religiös motivierte Interventionen?

In ihrem eigenen Leserbrief vom 1. April schrieb sie noch von Ostersymbolen, die von Hoffnung, Schutz und einem neuen Start in eine gute Zukunft erzählten. Kurz darauf unterschreibt sie eine von Vorurteilen getriebene Interpellation. So schnell können Masken fallen. Aber vielleicht war ihr Wahlkampfauftritt am Ende einfach nur ein schlechter Aprilscherz.

«Der Stadtrat rückt nach links», 13. April, und zum Leserbrief «Von Hasen und Schutz, Eier und Hoffnung», 1. April


2. Mai: Dichtestress wegen des Schneeballsystems

Autor: Tobias Infortuna, Kantonsrat SVP Egg

Schon vor Jahren hat der Dichtestress auch die Badis erreicht. Neu ist, dass eine Zugangsbeschränkung eingeführt wird, um die Besucherzahl auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Auch das ist eine Konsequenz der Zuwanderung, die inzwischen in allen Bereichen erkennbar ist.

Man kann die Folgen jeden Tag erleben. Die Züge sind chronisch überfüllt, auf den Strassen herrscht Dauerstau, und überall wird gebaut und gebaut, aber es reicht trotzdem nicht. Das ist keine schwierige Rechnung: Wenn jedes Jahr 80 000 Menschen zusätzlich in unser kleines Land kommen, müssen diese irgendwo wohnen und leben. Die Folgen sind eine Zubetonierung unserer Natur und ein massiver Verlust an Lebensqualität.

Zudem unterliegt das Argument mit dem Fachkräftemangel einem Denkfehler. Heute leben zwei Millionen mehr Menschen in der Schweiz als im Jahr 2000. Der Fachkräftemangel ist aber schlimmer denn je. Nicht trotz, sondern wegen der hohen Zuwanderung. Denn immer mehr Zuwanderer benötigen immer mehr Fachkräfte: Zugewanderte Fachkräfte pflegen Zuwanderer in den Spitälern, Fachkräfte bauen Wohnungen für Fachkräfte, Zuwanderer füllen die Regale mit Lebensmitteln für die Fachkräfte und so weiter. So etwas nennt man Schneeballsystem, denn auch bei einer Bevölkerung von 20 oder 30 Millionen wäre damit nicht Schluss. Es wäre gar nie Schluss. Ein Schneeballsystem rettet man nicht mit immer noch mehr Schneebällen.

Die Nachhaltigkeitsinitiative ermöglicht, die Zuwanderung auf die wirklich benötigten Fachkräfte zu konzentrieren. Die wenigsten Zuwanderer sind nämlich gesuchte Fachkräfte. Andere Länder wie Kanada oder Australien kontrollieren die Zuwanderung schon lange. Nur auf diese Weise kann das Schneeballsystem beendet und die Schönheit und Lebensqualität unserer Heimat bewahrt werden.

«Rüti will die Besucherzahl in der Badi beschränken», 16. April


2. Mai: Künstliche Begrenzung löst Probleme nicht

Autorin: Aline Fritzenwallner, Illnau

Am 14. Juni wird in der Schweiz über die sogenannte 10-Millionen-Schweiz-Initiative abgestimmt. Die Zuwanderung stellt uns zweifellos vor Herausforderungen. Wohnraum wird knapper, Mieten steigen, und Züge sind überfüllt. Dabei entstehen schnell Fragen: Haben wir genug Platz, Ressourcen und Kapazitäten? Die Schlussfolgerung, dass diese Probleme durch eine künstliche Begrenzung der Bevölkerung gelöst werden könnten, erscheint auf den ersten Blick nachvollziehbar. Doch sie greift zu kurz.

Die Initiative verlangt, dass die Schweiz bei Überschreiten von 9,5 Millionen Einwohnenden Massnahmen ergreift, um die Zuwanderung massiv einzuschränken. Gelingt dies innerhalb von zwei Jahren nicht, müsste das Personenfreizügigkeitsabkommen gekündigt werden. Damit würden die Bilateralen I wegfallen, wobei die Folgen gravierend wären: Wegfall des Lohnschutzes, eingeschränkter Zugang zum EU-Binnenmarkt, Unsicherheit für Unternehmen, insbesondere exportierende KMU – deren wichtigster Absatzmarkt die EU ist.

Auch das Gesundheitswesen wäre stark betroffen. Rund ein Drittel des Gesundheitspersonals stammt aus der EU. Bereits heute fehlen 14 500 Fachkräfte, und ohne die Zuwanderung würde sich dieser Mangel weiter verschärfen. Dazu kommt ein massives Finanzierungsproblem der AHV, da viele Zuwandernde jung sind und mehr einzahlen, als sie beziehen. Ohne sie gerät das System zusätzlich unter Druck. Besonders problematisch ist schliesslich, dass die Initiative im Extremfall die Kündigung des internationalen Menschenrechtsabkommens bedeuten würde, was das Asylrecht faktisch aushebeln würde – ein Schritt, der kaum mit den Werten eines Rechtsstaates vereinbar ist.

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Zuwanderung sind real, eine Obergrenze der Bevölkerung zieht jedoch schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Deshalb stimme ich am 14. Juni Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative.


2. Mai: Raumfahrt gefährdet Rettungsboot

Autor: Uwe Scheibler, Wetzikon

Der Jubelartikel über die sogenannte Mondmission der NASA zeigt die extreme Widersprüchlichkeit dieses Unternehmens beispielhaft auf. Die gelandeten Astronautinnen fühlen sich – wieder auf der Erde angekommen – «wie in einem Rettungsboot». Und in der Tat, aus dem Weltraum wird deutlicher als auf Erden, dass unser Planet mit seiner Biosphäre nur wie ein kleiner Stecknadelkopf in der grossen Leere treibt.

Und – abgesehen von allem anderen Wahnsinn, den die Menschheit auf dieser verletzlichen Erdkugel veranstaltet – trägt auch die Raumfahrt massiv zur Umweltverschmutzung bei. Allein die aktiven Satellitensysteme erfordern ständig mehr und mehr Raketenstarts, und Vorhaben wie die Besiedlung des Mondes führen zu einem erheblichen Verlust an wertvollsten Rohstoffen. Erkenntnisgewinne sind dabei nicht mehr zu verzeichnen.

Besonders peinlich mutet deshalb dann auch die Gratulation unseres Bundespräsidenten zu dieser ganz überflüssigen Mission an. Aber Herr Parmelin hat sich ja auch bisher vor allem durch Aktivitäten gegen eine nachhaltige Entwicklung profiliert.

«Mondmission abgeschlossen», 13. April


2. Mai: Regulierung statt Anreize

Autor: Manfred Bögli, Russikon

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt und beschäftigt viele Menschen. Richtige Anreize zu setzen, wäre jetzt fundamental. Die Wohnschutz-Initiative macht leider das Gegenteil. Sie führt zu mehr Regulierung, verlängerten Verfahren und schafft damit zusätzliche Unsicherheit für Investoren. Die Folgen sind absehbar und lassen sich bereits beobachten. In Basel sind die Baugesuche nach Einführung strenger Wohnschutzregeln um 76 Prozent eingebrochen. Weniger Baugesuche bedeuten weniger Wohnungen. Und weniger Wohnungen verschärfen die Knappheit.

Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen, schnellere Verfahren und mehr Anreize für Neubauten. Genau hier setzt der Gegenvorschlag an. Er stärkt den Wohnungsbau, statt ihn zu bremsen. Darum stimme ich am 14. Juni Nein zu den Wohnungsinitiativen und Ja zum Gegenvorschlag.


27. April: Niemand sieht seine persönliche Freiheit wegen Tempo 30 bedroht

Autor: Res Kieser, Pfäffikon

«Prüft alles und behaltet das Gute» – mit diesem Bibelzitat verabschiedete sich in Uster Stadtrat Cla Famos. Das Bibelwort lässt sich auch auf die Situation rund um die Tempo-30-Zonen in Wetzikon (und Dübendorf!) anwenden. «Prüft alles»: SVP, FDP und die EDU starten für die Prüfung der 30er-Zonen eine Initiative. Über jede dieser Zonen soll Parlament und Stimmvolk abstimmen können. Grund dafür: Die drei Parteien sehen die persönliche Freiheit in Gefahr und ersetzen darum «Prüft alles» mit «Stimmt über alles ab».

Als Pfäffiker verfolge ich diesen Kampf verwundert und erlebe ihn als schlichte Zwängerei. In Pfäffikon ist seit Jahren in allen Quartieren flächendeckend Tempo 30 eingeführt. Und niemand sieht seine persönliche Freiheit bedroht. Und niemand hat bisher eine Rückkehr verlangt. Und überall funktioniert die Verkehrsberuhigung problemlos. Kinder haben sichere Schulwege und die Quartiere mehr Ruhe.

Wieso soll denn das in Wetzikon anders sein? Ich kann den drei Parteien, die so ängstlich auf die geplanten Änderungen schauen, nur empfehlen, mal über den Tellerrand zu schauen! 160 Gemeinden hat der Kanton Zürich, und gefühlt 158 davon leben gut mit ihren Tempo-30-Zonen. Und wollen «das Gute behalten».

«Entscheidet bald das Stimmvolk über neue Tempo-30-Zonen?», 15. April


27. April: Nicht einmal ein Drittel hat in Wetzikon gewählt

Autor: Urs J. Fischer, Alt-Gemeindepräsident Wetzikon

Eigentlich wollte ich als ehemaliger Gemeindepräsident nie einen Leserbrief schreiben. Die Wahl der Exekutive vom 12. April lässt mich meinen Grundsatz über Bord werfen. Wir haben in Wetzikon mehr als 15’500 stimmberechtigte Personen. An der für die kommenden vier Jahre für Wetzikon wichtigsten Wahl hat nicht einmal ein Drittel davon teilgenommen. Ein Stadtrat brauchte gerade einmal die Stimme von 16 Prozent der Berechtigten, um gewählt zu werden.Wir haben am selben Wochenende gesehen, was die Ausübung des aktiven Wahlrechts in Ungarn für eine Kraft haben kann, über 76 Prozent haben daran teilgenommen.

68 Prozent der Wetziker Stimmberechtigten haben die Chance verpasst, die Kandidaten zu wählen, denen sie vertrauen und zutrauen, in ihrem Sinn Wetzikon weiterzuentwickeln. Sicherlich wäre es auch für die jetzt gewählten Exekutivmitglieder wertvoller gewesen, wenn sich von den rund 15’500 Stimmberechtigten wesentlich mehr als 2500 Wähler für sie ausgesprochen hätten. Legitimation und Vertrauen der Bevölkerung sind für jedes Exekutivmitglied wichtig.

Diese enorme Wahlabstinenz macht mir Sorgen. Damit will ich mich keinesfalls zum Ausgang der Wahl geäussert haben, ich will lediglich ein Votum für eine viel intensivere Ausübung unserer demokratischen Rechte abgeben.


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