Wirtschaft

Meldungen aus der Regionalwirtschaft

Alt Regierungsrat wird VR bei Upgreat in Fehraltorf

Köpfe, Karrieren, Kompetenzen: Alles zum Wirtschaftsgeschehen in der Region in unserem Ticker.

Kompakt und kurz: News aus der Oberländer Wirtschaft.

Bildkombo: Maja Stamm

Alt Regierungsrat wird VR bei Upgreat in Fehraltorf

Meldungen aus der Regionalwirtschaft

Personalien, Zahlen, Strategien – alles zum Wirtschaftsgeschehen in der Region.

27. Februar: Alt Regierungsrat wird VR bei Upgreat in Fehraltorf

Der IT-Dienstleister Upgreat vermeldet einen hochkarätigen Zugang im Verwaltungsrat. Seit Anfang Jahr ist der frühere Bündner FDP-Regierungsrat Christian Rathgeb Teil dieses Gremiums.

Der 56-jährige Rathgeb wurde 2012 in den Regierungsrat des Kantons Graubünden gewählt. 2022 trat er aufgrund der Amtszeitbeschränkung zurück. Er ist Rechtsanwalt und heute als Verwaltungsrat verschiedener Unternehmen sowie als Lehrbeauftragter an der Universität Zürich tätig.

Porträt von Christian Rathgeb. Er trägt eine schwarze Brille, einen dunklen Anzug mit weissem Hemd und dunkler Krawatte.
Der Bündner alt Regierungsrat Christian Rathgeb ist seit 2026 Verwaltungsrat der Upgreat AG in Fehraltorf.

Die Upgreat AG in Fehraltorf begleitet Unternehmen bei der Digitalisierung – von der Beratung über die Implementierung bis zum Betrieb von IT-Infrastrukturen und Cloud-Lösungen. Von Rathgebs Engagement verspricht sich der IT-Dienstleister weiteres Wachstum, der Bündner unterhält gute Kontakte in die Baubranche und das Gesundheitswesen und ist auch in der Politik bestens vernetzt. (sco/pd)

18. Februar: Bank BSU schüttet 11’000 Franken an gemeinnützige Organisationen aus

Die Bank BSU kann für das Jahr 2025 insgesamt 11’000 Franken an fünf Organisationen in der Region ausschütten. Die Junior Ranger der Greifensee-Stiftung, die Gesellschaft für Natur- und Vogelschutz Uster (GNVU), der Verein pro Igel, der Biohof Grossegg sowie der Förderverein für Kinder mit seltenen Krankheiten (KMSK) erhalten von der Genossenschaftsbank mit Sitz in Uster je 2165 Franken.

Die fünf Organisationen sind offizielle Eco-Partner der Bank BSU. Der Betrag kommt zusammen dank einem freiwilligen Zinsverzicht der BSU-Kundinnen und -Kunden mit einem Privatkonto eco und einem Sparkonto eco sowie einem zusätzlichen Betrag der Genossenschaftsbank mit Sitz in Uster.

Porträt von Martin Tschirky, dem Nachhaltigkeitsbeauftragten der Bank BSU.
Martin Tschirky ist Nachhaltigkeitsbeauftragter der Bank BSU.

Vor einem Jahr hatte die Bank BSU noch 13’000 Franken verteilt; die Entwicklung an den Zinsmärkten im vergangenen Jahr führte dazu, dass die Ausschüttung für 2025 etwas tiefer ausfällt. Für Martin Tschirky, den Nachhaltigkeitsbeauftragten der Bank BSU und Mitglied der Geschäftsleitung, steht dennoch die Wirkung im Zentrum: «Unsere Eco-Konti zeigen, dass nachhaltiges Engagement auch im finanziellen Alltag einfach umsetzbar ist. Jeder Zinsverzicht steht für eine bewusste Entscheidung unserer Kundinnen und Kunden zugunsten von Nachhaltigkeit und für unsere Region.» 

Seit der Einführung der Eco-Konti im Jahr 2020 wurden insgesamt bereits über 60'000 Franken an regionale Organisationen ausgeschüttet. (pd/sco)

6. Februar: Coop Kollbrunn unter neuer Leitung

Seit Anfang Februar leitet Nemanja Miljkovic den Coop in Kollbrunn. Der 30-Jährige arbeitet seit 2013 bei Coop und bringt langjährige Erfahrung aus verschiedenen Standorten mit. Zuletzt war er Geschäftsführer der Coop-Filiale in Seuzach.

«Ich freue mich sehr über die neue Herausforderung», erklärt Miljkovic in einer Medienmitteilung. Darunter falle auch der derzeitige Ausbau des Coop. Diese Bauarbeiten bezeichnet er als eine «zusätzliche, aber schöne Challange».

Geschäftsleiter Nemanja Miljkovic
Der neue Geschäftsleiter des Coops Kollbrunn, Nemanja Miljkovic, blickt zuversichtlich auf seine Aufgabe.

Seine Vorgängerin in Kollbrunn, die bisherige Geschäftsführerin Mirta Pulito, leitet neu interimistisch den Coop Seuzach. Danach geht sie in den Mutterschaftsurlaub. (noe)

6. Februar: Dormakaba übernimmt KMU in Australien

Dormakaba hat eine Vereinbarung zur Übernahme des operativen Geschäfts der australischen Vintech Systems Pty Ltd. unterzeichnet. Die Akquisition stärkt das Hotelgeschäft des Schliesstechnikkonzerns Dormakaba, der seinen Hauptsitz in Rümlang sowie einen Produktionsstandort in Wetzikon hat. Die Transaktion soll Anfang Mai abgeschlossen werden

Vintech gehöre mit 30 Jahren Erfahrung zu den führenden Anbietern von elektronischen Zutrittslösungen für die Hotellerie in Australien, schreibt Dormakaba. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 42 Mitarbeitende.

«Mit der Akquisition stärken wir unsere vertikale Marktstrategie und beschleunigen den gezielten Ausbau unseres Geschäfts in den Kernmärkten», lässt sich der Dormakaba-CEO Till Reuter in einer Medienmitteilung zitieren. Dadurch eröffne sich die Möglichkeit, Marktanteile im Kernmarkt Australiens zu gewinnen und das bereits etablierte Nordamerika-Geschäft weiter auszubauen. (noe)

1. Februar: Wetziker Kanti-Schüler gewinnen Preis für Produktidee

Am 31. Januar fand im Rahmen des Company Programme von Young Enterprise Switzerland (YES) die Pitch Competition der Region Zürich statt. 32 Miniunternehmen präsentierten während jeweils eines vierminütigen Vortrags ihre Geschäftsideen und stellten sich den kritischen Fragen der Jury.

Als eines von sechs Siegerteams konnten sich sechs Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Zürcher Oberland (KZO) in Wetzikon feiern lassen. Sie überzeugten mit ihrem Pitch die Jury von «M8gum», einem Energy-Kaugummi mit 60 Milligramm Koffein. Die Kaugummis beinhalten damit gleich viel Koffein wie eine Tasse Kaffee. Sie werden in der Schweiz produziert und von den Schülern selbst verpackt.

Für die Schülerinnen und Schüler ist der Sieg an der Pitch Competition ein grosser Meilenstein im nationalen Wettbewerb um den Titel «Company of the Year 2026». (erh)

30. Januar: Stahlton AG zieht von Hinwil nach Schwerzenbach

Die Stahlton AG verlagert ihren Standort im Oberland von Hinwil nach Schwerzenbach. Mit dem Umzug in moderne Büroräumlichkeiten unweit des Bahnhofs Schwerzenbach rücke man näher an die Geschäftspartner der Zürcher Tectus-Gruppe, teilt das Unternehmen mit: «Diese Nähe ermöglicht eine noch engere Zusammenarbeit und die gezielte Nutzung von Synergien, insbesondere in technischen und strategischen Bereichen.»

Die Stahlton AG mit Hauptsitz im aargauischen Frick entwickelt, produziert und vertreibt vorgefertigte Bauteile für Rohbauten und Fassaden, insbesondere in den Bereichen Glasfaserbeton und Fensterstürze. In Hinwil ist die Stahlton AG seit 2010 präsent, als sie die Firma Spann-Stahl AG übernahm. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen etwas mehr als 80 Mitarbeitende. (sco)

26. Januar: Roxor entwickelt Hydrauliköl aus Biomasse

Die Lämmle Chemicals AG bringt ein neu entwickeltes, vollsynthetisches Bio-Hydrauliköl auf den Markt. Das Produkt mit dem Namen Roxor Terra Prime Synth 46 basiere auf Biomasse und setze neue Massstäbe in puncto Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit, schreibt das Familienunternehmen mit Sitz in Madetswil.

Das Hydrauliköl erfülle dabei die neusten technischen, ökologischen und regulatorischen Anforderungen. «Das hat es so noch nie gegeben», sagt Silvan Lämmle, CEO Marketing und Verkauf. «Ein Bio-Hydrauliköl, das nicht nur im Fall eines Ölaustritts die Umwelt schont, sondern bereits bei den Grundstoffen auf der Kreislaufwirtschaft aufbaut, ist ein Novum in der Ölindustrie.»

Sarah Mohr-Lämmle, CEO Produktion und Technik, spricht gar von einem «Meisterwerk» aus der hauseigenen Entwicklungsabteilung. Das Bio-Hydrauliköl ist biologisch schnell abbaubar, nicht toxisch und zeigt keine bakterienhemmende Wirkung. Durch den Einsatz biomassenbasierter Rohstoffe werden fossile Ressourcen um bis zu 46 Prozent geschont. Gleichzeitig ermöglicht die Formulierung eine CO₂-Reduktion von rund 25 Prozent ab dem ersten Einsatztag. (pd/sco)

23. Januar: Praxisnahe Einblicke am Event des Wirtschaftsforums Wetzikon

Der erste Anlass des Wirtschaftsforums Wetzikon im neuen Jahr stand im Zeichen der Veränderung. Es ging am Donnerstagabend im «Iwaz» in Wetzikon um Unternehmen und darum, wie sie sich im Lauf der Jahre verändern.

Luca Dell’Estate und Marcel Hitz vom Beratungsunternehmen Solver Advisory AG in Uster nahmen die rund 50 Teilnehmenden in ihrem Referat auf die praxisnahe Reise eines fiktiven Unternehmens mit.

So beleuchtete Senior Consultant Marcel Hitz zunächst Fragen der Finanzierung von der Gründung eines Unternehmens bis zur Wachstumsphase, wenn aus einer vielversprechenden Idee ein potenziell rentables Business Case geworden ist. Dabei zeigte er die zahlreichen Möglichkeiten auf, wie ein KMU zu Eigen- und Fremdkapital kommen kann: von den Ersparnissen der Gründer in der Anfangsphase bis zu Private Equity, Wandelanleihen und Bankdarlehen in späteren Phasen der Firmengeschichte.

Im zweiten Teil ging Managing Partner Luca Dell’Estate auf Möglichkeiten ein, wie sich ein etabliertes Unternehmen steueroptimiert gestalten lässt. Bei allen verständlichen Bemühungen, nicht unnötig Steuern zu bezahlen, warnte Dell’Estate davor, das Pferd am Schwanz aufzuzäumen: «Zuerst kommt die unternehmerische Entscheidung und erst als Folge davon die steuerlich saubere Umsetzung.»

Die Solver Advisory AG wurde vor fünf Jahren in Uster gegründet und fokussiert auf das Zürcher Oberland. Das Team von mittlerweile 16 Mitarbeitenden unterstützt KMU in Fragen zu Unternehmensnachfolgen, Transaktionen und Investitionen.

Im Anschluss an das spannende Referat blieb bei einem Apéro riche genügend Zeit, das Gehörte und Gesehene im zwanglosen Austausch zu diskutieren und zu vertiefen. (sco)

19. Januar: Meier Tobler gehört zu den besten Arbeitgebern der Schweiz

Drei Unternehmen aus der Region schaffen es beim Swiss Arbeitgeber Award 2026 auf die vorderen Plätze. In der Kategorie der Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden belegt der Schwerzenbacher Gebäudetechnikspezialist Meier Tobler AG den vierten Platz.

In der Kategorie mit 250 bis 999 Mitarbeitenden tauchen die Gemeinde und die Schule Rüti auf Platz 8 im Ranking auf. Bei den Unternehmen mit 100 bis 249 Mitarbeitenden belegt die Nova Werke AG aus Effretikon den 14. Rang. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Komponenten in den Bereichen Hochdrucktechnik, Dieselkomponenten und Oberflächentechnik. Es wurde gleichzeitig zum «Aufsteiger des Jahres» gekürt.

Der Swiss Arbeitgeber Award wird jedes Jahr aufgrund von Mitarbeiterbefragungen vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Icommit GmbH aus Küsnacht durchgeführt. Getragen wird der Award vom Schweizerischen Arbeitgeberverband und von HR Swiss. (sco)

15. Januar: Dormakaba testet seine Türen in norwegischem Eishotel

Es ist ein aussergewöhnliches Projekt, für das ein Team von Dormakaba letzte Woche nach Nordnorwegen gereist ist: Der Schliesstechnikkonzern aus Rümlang und Wetzikon testet im Resort Sorrisniva in der arktischen Region Alta seine Zutrittslösungen unter extremen klimatischen Bedingungen.

Ziel des Pilotprojekts sei es, neue Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Technologien zu gewinnen, die Gebäude weltweit energieeffizienter, zuverlässiger und komfortabler machten, schreibt Dormakaba.

Der Eingang zum Eishotel in Alta. Man sieht eine Holz-Glas-Konstruktion und ein grünes Polarlicht.
Das Eishotel in Alta (Norwegen) wird jedes Jahr neu gebaut und unter ein neues Motto gestellt.

Die Pilotinstallation umfasst wichtige Bereiche des Resorts – vom Restaurant der Arctic Wilderness Lodge über das Hauptgebäude bis hin zur Tür, die zum Eingang des Eishotels führt. Hier will Dormakaba beweisen, dass seine Zutrittssysteme auch bei extremen Minustemperaturen und arktischen Wetterbedingungen zuverlässig funktionieren.

Arbeiter in blauen und weissen Windjacken installieren eine gläserne Schiebetür in einem Durchgang aus Eis.
«If you can make it there, you’ll make it anywhere»: Dormakaba testet seine Zutrittslösungen unter herausfordernden Bedingungen.

«Das Testen unserer Lösungen in einer Umgebung aus Eis und Schnee stellt unsere technische Entwicklung vor Herausforderungen, die weit über die üblichen Grenzen hinausgehen», lässt sich CEO Till Reuter in der Medieninformation zitieren. «Wenn unsere Technologie hier zuverlässig funktioniert, dann setzen wir damit Massstäbe in Sachen Effizienz und Belastbarkeit.»

Das Resort Sorrisniva ist ein Ganzjahresresort, das seit 1999 existiert. Das saisonale Iglu-Hotel wird jeden Winter von lokalen Künstlern neu gestaltet. Es umfasst handgefertigte Eisskulpturen, individuell gestaltete Themensuiten, eine Eisbar sowie eine Eiskapelle. (pd/sco)

9. Januar: Was braucht es, um als Unternehmer erfolgreich zu sein?

Was braucht es, um als Unternehmer erfolgreich zu sein und ein Unternehmen positiv weiterzuentwickeln? Diese Fragen beantwortete Thomas Zellweger am traditionellen Neujahrsapéro des Arbeitgeber-Verbands Zürcher Oberland und rechtes Seeufer (AVZO) in Uster.

Zellweger ist ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre mit besonderer Berücksichtigung von Familienunternehmen an der Hochschule St. Gallen.

Er definierte an diesem spannenden Abend drei Rollen des Unternehmers: den Visionär, den Ingenieur und den Verkäufer. Alle drei Ausprägungen brauche es, um ein Unternehmen zum Erfolg zu führen, so Zellweger. «Der Visionär hat die kreative, neue Idee, der Ingenieur setzt sie in eine funktionierende Lösung um, und der Verkäufer findet eine Lösung, die sich am Markt verkaufen lässt.»

Als Kleinunternehmer ist man sein eigener Chef und hat die totale Kontrolle. Das sei wichtig, um eine visionäre Idee zu verfolgen, sagte der Professor für Betriebswirtschaftslehre: «Aber es kommt der Punkt, an dem Sie andere mitnehmen müssen.»

Sobald eine Unternehmung wächst, wird aus dem Entrepreneur ein Manager. Es geht nicht mehr nur darum, ein Produkt zu entwickeln, sondern ein Unternehmen. Das bedinge die Aufgabe des Machtmonopols.

Ein Mann im dunklen Anzug steht auf einer Bühne und referiert.
KMU und Familienunternehmen liegen im Fokus der Forschungsarbeit von Thomas Zellweger.

Mehr als 100 Gäste waren der Einladung des AVZO ins Bildungszentrum Uster gefolgt. AVZO-Vizepräsident Silvio Büchi hatte den Abend eröffnet. Nach Informationen über die verschiedenen Aktivitäten des Arbeitgeber-Verbands nutzte er die Bühne für eine politische Botschaft: Am 8. März stimmt die Schweiz über die Klimafonds-Initiative ab.

Das Volksbegehren verlangt, dass der Bund für die Bekämpfung des Klimawandels deutlich mehr Mittel einsetzt. Sie sollen insbesondere für die Verminderung der Treibhausgasemissionen, den sparsamen und effizienten Energieverbrauch und den Ausbau der erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Die Initiative sei gefährlich, weil sie die finanzielle Stabilität der Schweiz gefährde, mahnte Büchi und rief die Anwesenden dazu auf, ein Nein in die Urne zu legen. (sco)

8. Januar: Dormakaba sichert sich Millionenaufträge an deutschen Flughäfen

Dormakaba meldet Erfolge im Geschäft mit Zutrittskontrollen und Sicherheitsschleusen an Flughäfen: An den Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf liefert, ersetzt und wartet das Unternehmen mit Hauptsitz in Rümlang und Produktionsstandort in Wetzikon mehr als 650 elektronische Sensorschleusen, sogenannte E-Gates. Das Auftragsvolumen liege im unteren zweistelligen Millionenbereich.

Ab Frühjahr 2026 kommen neu installierte Sensorschleusen in Frankfurt (Terminal 1) und München (Terminal 2) zum Einsatz. Sie ermöglichen Passagieren der Lufthansa und der Star-Alliance-Fluggesellschaften wie der Swiss ein einfaches und komfortables Self-Boarding. Am Frankfurter Flughafen wurden im neuen Terminal 3 E-Gates für die Bordkartenkontrolle und das Boarding installiert.

Eine Personenschleuse am Flughafen Zürich.
Dormakaba hat eine starke Marktposition bei Zutrittskontrolllösungen im Flughafenbereich: Sicherheitsschleuse am Flughafen Zürich. (Archiv)

CEO Till Reuter betont in einer Mitteilung die ungebrochen starke Nachfrage nach Zutrittskontrolllösungen von Dormakaba im Flughafenbereich: «Es freut uns, dass viele langjährige Kunden bei der Modernisierung ihrer Terminals erneut auf unsere Systeme setzen. Mit diesen Grossaufträgen stärken wir unser Geschäft im Flughafenbereich und bauen unsere führende Marktposition weiter aus.» (pd/sco)

7. Januar: R&M ernennt neuen globalen Verkaufschef

Die R&M-Gruppe mit Sitz in Wetzikon hat Laurent Amestoy zum neuen Chief Sales Officer (CSO) ernannt. Der langjährige Geschäftsführer der Asia-Pacific-Region verantwortet künftig den globalen Vertrieb des Entwicklers und Anbieters von Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze.

«Mit der Wahl von Laurent Amestoy geben wir das Vertriebs- und Sales-Management in bewährte Hände», sagt CEO Roger Baumann. Amestoy verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Telekommunikationssektor. Er ist seit dem Jahr 2000 für die R&M-Gruppe tätig. Mit der um die Position des CSO ergänzten Geschäftsleitung wolle R&M die Marktbearbeitung weltweit professionalisieren und Synergien stärker nutzen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Amestoy hat Thermodynamik, Marketing und Finanzwesen studiert. Der Franzose lebt mit seiner Familie in Singapur. (pd/sco)

5. Januar: Nominierungsphase für KMU-Max startet

Ende Mai verleiht der KMU-Verband Winterthur und Umgebung zum 26. Mal den Unternehmerpreis KMU-Max. Immer wieder finden sich unter den Preisträgern und Nominierten auch Unternehmen aus dem Tösstal, so etwa die Metzgerei Jucker aus Kollbrunn, die Preisträgerin 2023, oder die Turbenthaler Bäckerei Genusswerk, die im vergangenen Jahr nominiert war.

Wie die Organisatoren mitteilen, können Interessierte bis zum 10. Februar ihre liebsten KMU aus dem Bezirk Winterthur für den Preis nominieren. Berechtigt sind alle Firmen aus dem Bezirk Winterthur, die zwischen einem und 250 Mitarbeitenden zählen. Eine Jury wählt aus den Vorschlägen sieben Firmen aus, die weiterkommen.

In einem Online-Voting werden dann die drei Finalisten ermittelt. Wer die Auszeichnung erhält, wird sich an der Preisverleihung am 20. Mai im Winterthurer Casinotheater weisen. Dann können die Besucherinnen und Besucher den Siegerbetrieb wählen.

Beim KMU-Max geht es laut den Organisatoren weniger um knallharte Zahlen, dafür aber um emotionale Werte. Neben einer Eisentrophäe erhalten die Sieger eine Baumpatenschaft und ein Preisgeld von 3000 Franken, das an eine regionale Non-Profit-Organisation gespendet wird. (nos)

19. Dezember: Messerli Group in Wetzikon fusioniert zwei Tochterunternehmen

Die Screenpro AG in Volketswil und die in Wetzikon ansässige Dr. W. A. Günther Media Rent AG werden in ein gemeinsames Unternehmen überführt. Die beiden Firmen sind Tochtergesellschaften der Messerli Group in Wetzikon, eines führenden Anbieters in der Live-Kommunikation, und spezialisiert auf Messen, Events, Brand Spaces und digitale Erlebnisse.

Durch die Zusammenführung entsteht ein umfassend aufgestellter Anbieter, der sowohl im Verkauf und in der Systemintegration von Display-, LED- und Digital-Signage-Lösungen als auch in der Vermietung hochwertiger audiovisueller Eventtechnik über ausgewiesene Expertise verfügt.

Messerli möchte mit diesem strategischen Schritt die Marktposition der beiden Firmen stärken, Synergien erschliessen und letztlich die operative Effizienz erhöhen. «Die Zusammenführung wird schrittweise und mit hoher Sorgfalt umgesetzt. Beide Marken bleiben vorerst bestehen; die vollständige Zusammenführung ist in den kommenden Monaten geplant», erklärt Andreas Messerli, Verwaltungsrat der Messerli Group.

Die operative Führung der neuen Einheit übernimmt Marc Oliver Sebben, CEO der Screenpro AG; Christian Stoob, bisher CEO der Dr. W. A. Günther Media Rent AG, wird von seinen Aufgaben freigestellt. (sco/pd)

18. Dezember: Die Ustermer Jaggi Autosattlerei GmbH eröffnet Standort im Valley

Die Jaggi Autosattlerei GmbH zieht im Januar 2026 an einen zweiten Standort mitten in die Automobilszene: in die Motorworld im Valley in Kemptthal. Der Schweizer Meisterbetrieb für hochwertige Sattlerarbeiten und Restaurierungen von Fahrzeuginterieur erweitert damit sein Angebot und seine Präsenz im automobilen Umfeld.

Der neue Standort im Erdgeschoss der Motorworld ergänze den bestehenden Betrieb in Wermatswil bei Uster, schreibt die Jaggi Autosattlerei GmbH in einer Medienmitteilung. Jaggi ist spezialisiert auf edle Leder- und Stoffverarbeitungen – von Oldtimer-Innenausstattungen über massgefertigte Polsterlösungen bis zu individuellen Sonderanfertigungen. Jaggi bedient Kundinnen und Kunden aus der Schweiz und dem Ausland.

Mit der Präsenz in der Motorworld will das Unternehmen näher an Autobegeisterte, Oldtimerfans und Mobilitätsliebhaber heranrücken und sich als handwerklicher Ort in einem der zentralen Treffpunkte der automobilen Szene positionieren. (eru)

18. Dezember: Dormakaba übernimmt Unternehmen in den USA

Dormakaba hat einen Vertrag zur Übernahme der Avant-Garde Systems Inc. unterzeichnet. Avant-Garde ist einer der grössten unabhängigen Lösungsanbieter für Zugangskontrollsysteme in den USA. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und hat seinen Sitz in Clarksville im Bundesstaat Indiana.

Von der Akquisition verspricht sich Dormakaba eine weitere Stärkung der Marktpräsenz und des Kerngeschäfts im Bereich Zutrittskontrolllösungen in Nordamerika. Über die finanziellen Bedingungen wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme soll Anfang Januar 2026 abgeschlossen sein.

«Dormakaba geht davon aus, dass die Transaktion vom ersten Tag an einen positiven Beitrag zum Gewinn je Aktie der Gruppe leisten wird», schreibt das Schliesstechnikunternehmen mit Sitz in Rümlang und Produktion in Wetzikon. Die Akquisition sei ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Wachstumsplans von Dormakaba in Nordamerika, wird CEO Till Reuter in der Medienmitteilung zitiert: «Damit können wir unser margenstarkes Geschäft weiter verbessern und uns für das Wachstum in Sektoren wie Flughäfen und Rechenzentren optimal positionieren.» (pd/sco)

17. Dezember: Prestigeauftrag für Inauen Strassenbau AG in Uster

Eigentlich ist die Inauen Strassenbau AG in Uster ausschliesslich regional tätig. Nun aber hat das Unternehmen einen prestigeträchtigen Auftrag in der Stadt Luzern an Land gezogen.

An der stark befahrenen Obermättlistrasse in Luzern hat Inauen eine Bushaltestelle im Betonelementbau erneuert. Eine weitere Haltestelle beim Bahnhof soll 2026 folgen. Seniorchef Bruno Inauen hat das sogenannte Art-Beton-Modulsystem 2009 patentieren lassen. Es ermöglicht, die Fahrbahn und die Kante einer Bushaltestelle innert weniger Stunden auszuwechseln.

Dabei wird zuerst die zu sanierende Fahrbahn abgetragen. Anschliessend wird die neue Fahrbahn aus vorfabrizierten Betonflächen installiert. «Der Einbau erfolgt mit einem Minimum an Verkehrsbehinderungen, und die Bushaltestelle ist sofort befahrbar», erklärt Gregory Inauen, stellvertretender Geschäftsführer und Finanzchef.

Bauarbeiter in gelber und oranger Schutzkleidung montieren eine vorgefertigte Betonplatte.
Patentiertes System: Dank vorgefertigten Betonelementen ist eine Bushaltestelle in wenigen Stunden saniert.

Beton wird für Bushaltestellen verwendet, weil er sehr belastbar, langlebig und widerstandsfähig gegen die hohen punktuellen Lasten, die Bremsmanöver und das Gewicht von Bussen ist. Asphalt würde sich unter dem Gewicht der Fahrzeuge innert kürzester Zeit verformen.

Inauen hat im Oberland in den letzten Jahren rund 50 bis 60 Bushaltestellen mit diesem patentierten System erneuert. Nun ist im Dezember diese Zürcher Oberländer Erfindung erstmalig in der Zentralschweiz zum Einsatz gekommen. Jetzt hofft das Unternehmen, neben dem Oberland auch in und um Luzern an weitere Aufträge zu kommen: Die Stadt Luzern hat die Projektierung von rund 150 Bushaltestellen in zwei Tranchen ausgeschrieben. (sco)

16. Dezember: «Oscar der Hoffnung» für Fehraltorfer Unternehmer

Rinaldo Lieberherr, Gründer des IT-Unternehmens Upgreat aus Fehraltorf, durfte in Basel den Award «Heroes of Hope» entgegennehmen. Die Awards gelten als «Oscar der Hoffnung» und zeichnen nachhaltiges Unternehmertum aus.

«Für mich ist es eine Ehre, die Auszeichnung entgegennehmen zu dürfen – und eine Motivation, weiterhin mein Bestes zu geben», sagt Lieberherr. Vor 30 Jahren gründete er das IT-Unternehmen Upgreat in Fehraltorf. Heute beschäftigt es rund 140 Mitarbeitende und macht mit unorthodoxen Managementmethoden auf sich aufmerksam: So steht den Mitarbeitenden seit Jahren ein «Chief Prayer Officer», kurz CPO, zur Verfügung. Er untersteht der Seelsorgepflicht und begleitet Mitarbeitende in Nöten. Aufgrund seiner positiven Erfahrungen damit hat Lieberherr auch die Stiftung LabOra ins Leben gerufen. Sie möchte Glauben und Wirtschaft versöhnen und das Gebet «als Ressource» fördern.

Hinter den Awards «Heroes of Hope» stehen das «goMagazin» und die Plattform «goUnity» für Führungskräfte – eine Bewegung, die sich seit Jahrzehnten für christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft engagiert. Die Awards «Heroes of Hope» werden schon zum vierten Mal in der Schweiz und Deutschland vergeben. (lcm)

Rinaldo Lieberherr (links) mit «goMagazin»-Co-Chefredaktor Stephan Lehmann-Maldonado.
Rinaldo Lieberherr (links) mit «goMagazin»-Co-Chefredaktor Stephan Lehmann-Maldonado bei der Preisverleihung.

15. Dezember: Huber+Suhner rechnet 2025 mit leicht weniger Umsatz

Huber+Suhner hat die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 leicht nach unten korrigiert. Das Industrieunternehmen mit Sitz in Herisau und Pfäffikon erwartet einen Nettoumsatz, der rund 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt. Bisher war man von einer seitwärts verlaufenden Entwicklung ausgegangen. 

Die im März kommunizierte Prognose für 2025 hatte vorausgesetzt, dass wichtige Einflussfaktoren wie Inflation, Wechselkurse, Handelshemmnisse oder geopolitische Konflikte die Geschäftsaktivitäten nicht übermässig beeinträchtigen. Angesichts globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten hat sich der Schweizer Franken gegenüber für Huber+Suhner relevanten Handelswährungen wie dem Euro und dem US-Dollar im Jahresverlauf aufgewertet.

Die Abweichung von der ursprünglichen Guidance sei denn auch vor allem auf Währungseffekte zurückzuführen, schreibt der Spezialist für elektrische und optische Verbindungstechnik. Die Betriebsergebnismarge (Ebit-Marge) wird im Bereich von 10 bis 11 Prozent erwartet. Damit liegt sie innerhalb des mittelfristigen Zielbands von 9 bis 12 Prozent. (sco/pd)

3. Dezember: Bank Avera stärkt Betreuung von KMU mit neuem Team

Die Bank Avera hat per 1. November ein neues Team im Bereich Corporate & Private Banking geschaffen, das sich gezielt auf die Betreuung von kleineren Firmen- und Gewerbekunden konzentriert. Geleitet wird das Team von Sarah Parker, die Anfang November zur Bank Avera gestossen ist.

Mit diesem Schritt erfülle man das klare Kundenbedürfnis nach persönlicher Betreuung und individueller Beratung, schreibt die Genossenschaftsbank in einer Mitteilung. Ziel sei es, kleinere Unternehmen und Selbständigerwerbende mit Basisbedürfnissen noch präziser und bedarfsgerechter zu begleiten.

Firmen- und Gewerbekunden, die bisher dezentral in den Filialen betreut wurden, werden ab sofort durch ein spezialisiertes Team beraten. Die Zuordnung erfolgt anhand von Kriterien wie Rechtsform, Umsatz, Anzahl der Mitarbeitenden oder Produktbedürfnisse.

Sarah Parker bringt langjährige Erfahrung in der Betreuung von Firmen- und Gewerbekunden mit. Sie war in ihrer Laufbahn unter anderem für die Citigroup, die Credit Suisse und die Zürcher Kantonalbank tätig. (sco/pd)

20. November: Metallverarbeiter Unimec in Wetzikon wechselt Besitzer

An der Motorenstrasse 100 in Wetzikon wird in der Unimec Fabrikations AG seit 28 Jahren Metall lackiert, montiert und geschweisst. Seit Mitte November steht das Unternehmen jedoch nicht mehr unter der Führung von Erich Locher. Der ehemalige Inhaber und Gründer wird das Wetziker Unternehmen noch zwei Jahre operativ begleiten, bevor er in den Ruhestand tritt.

In den vergangenen Jahren zeichnete sich ab, dass eine Übergabe des Geschäfts innerhalb der Familie nicht möglich sein würde. Daher wurde frühzeitig nach einer alternativen Lösung gesucht. Fündig wurde Locher in den beiden langjährigen Kadermitarbeitern Andreas Balmer und Damian Landolt, die gemeinsam mit der Investmentgesellschaft SIC Group in Rapperswil-Jona am 18. November sämtliche Anteile des Unternehmens übernommen haben.

Landolt hat als CEO die technische Leitung inne und steuert die operativen Abläufe. Balmer ist als CFO für die finanziellen Angelegenheiten verantwortlich und betreut zudem den Kundenkontakt sowie die Beziehungen zu den Partnern des Unternehmens. Die SIC Group unterstützt die Nachfolgelösung als strategischer Partner und hilft dabei, den Betrieb weiterzuentwickeln. (tin)

19. November: Energiepreis der Gemeinde Wald für ehemalige Beiz

Der gelungene Umbau des Hauses zur Platte wurde mit dem Energiepreis Wald 2025 ausgezeichnet. Im denkmalgeschützten Haus wurde bis 2019 das Restaurant zur Platte betrieben. Jetzt ist es von der Schaub Immobilien AG und dem Rütner Architekten Beat Ernst zu neuem Leben erweckt worden.

«Mit grossem Respekt vor der historischen Bausubstanz und den strengen Vorgaben der Denkmalpflege wurde eine zukunftsweisende energetische Erneuerung umgesetzt, die Tradition und Nachhaltigkeit in vorbildlicher Weise verbindet», urteilt die Jury über das Projekt im Zentrum der Gemeinde Wald.

So wurde an die bestehende Bollensteinfassade eine innenseitige Dämmung angebracht, neue Fenster wurden installiert sowie Dach und Boden gedämmt. Die veraltete Elektroheizung wurde durch eine Erdsonden-Wärmepumpe ersetzt. Und die baulich notwendigen Neuerungen wurden mit einem Leichtbausteinmauerwerk ausgeführt.

Das Gebäude wurde 1863 erstellt. Heute befinden sich eine 2½-Zimmer-Wohnung sowie drei 3½-Zimmer-Wohnungen im Gebäude. (sco)

19. November: «Circular Toilet» mit Oberländer Beteiligung gewinnt Förderpreis

Eine öffentliche Toilette, die Urin direkt vor Ort in Pflanzendünger umwandelt. Das will das Projekt «The Circular Toilet». Es hat kürzlich beim Spotlight Award der Zürcher Organisation Clima Now den zweiten Platz gewonnen und wurde ausserdem mit dem Publikumsaward ausgezeichnet. Der Clima Now Spotlight Award fördert jährlich Projekte, die konkrete Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel bieten.

«The Circular Toilet» ist ein Gemeinschaftsprojekt von VaLoo, dem Eawag-Spin-off Ogmo und Kompotoi. Letztere stellt bereits heute Trockentoiletten her. Der Wilemer Jojo Casanova hatte die Firma mit Sitz in Winterthur 2012 mitbegründet.

Das Preisgeld von insgesamt 30’000 Franken wollen die Gewinner nun in den Bau der ersten zirkulären und öffentlichen Komposttoilette der Schweiz stecken. (bes)

14. November: Zwischen Glühwein, Gipsengeln und Wohnungsnot

In sechs Wochen ist Weihnachten, und weihnächtlich angehaucht war auch der letzte Anlass des Wirtschaftsforums Wetzikon in diesem Kalenderjahr. In den Räumlichkeiten der Schaub Maler AG in Wetzikon wurden unter fachkundiger Anleitung Gipsengel gegossen, während vor der Werkhalle der Glühwein dampfte und die Bratwürste brutzelten.

Rund 50 Mitglieder des Wirtschaftsforums waren der Einladung nach Kempten gefolgt. Im Jahr 2006 hatte Schaub hier im Rahmen einer Nachfolgeregelung die Fritz Häfeli AG übernommen. Heute ist die Geschäftsstelle in Wetzikon mit 28 Mitarbeitenden der grösste der vier Standorte des Familienunternehmens. «Wir können guten Gewissens sagen, dass wir das grösste Malergeschäft im Zürcher Oberland sind», sagte Geschäftsführerin Fabienne Schaub.

Inhaltlicher Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Donato Scognamiglio, dem Verwaltungsratspräsidenten des Immobilienberaters Iazi AG und der Bank Avera, EVP-Kantonsrat und eloquenten Experten, wenn es um den Immobilienmarkt in der Schweiz geht. «Alles in der Schweiz ist dichter und enger geworden», sagte Scognamiglio und zeigte eine Grafik, wie sich die Schweiz auf den zehnmillionsten Bewohner hinbewegt.

Den Hauptgrund für den knappen Wohnraum und eine Leerstandsquote von nur noch einem Prozent verortet Scognamiglio aber nur teilweise im Dichtestress und im Bevölkerungswachstum: Während 1970 noch jede Person statistisch eine Wohnfläche von 27 Quadratmetern für sich beansprucht hatte, waren es 2023 bereits 47 Quadratmeter. Das liege auch an den immer kleiner werdenden Haushalten: «In der Stadt Zürich wohnt heute jede zweite Person allein.»

Wer heute ein Einfamilienhaus in Zürich oder in der näheren Umgebung erwerben wolle, der müsse nach der «3-G-Regel» vorgehen, sagte Scognamiglio und zog eine Parallele zur Covid-Pandemie: «Damals musste man getestet, geimpft oder genesen sein. Beim Immobilienkauf lauten die drei G: gewonnen, geerbt oder gestohlen.» Und daran werde sich in den nächsten Jahren auch so schnell nichts ändern. (sco)

Donato Scognamiglio, im dunklen Anzug, weissen Hemd und mit roter Krawatte, referiert vor einer Gruppe von Menschen, die auf Festbänken sitzen.
Die 3-G-Regel beim Immobilienkauf: Donato Scognamiglio spricht vor den Mitgliedern des Wirtschaftsforums Wetzikon.

11. November: Das Gutscheinbuch «fifty-fifty» für 2026 ist da

Ab sofort ist die 2026er-Ausgabe des Gutscheinbuchs «fifty-fifty» für Uster/Wetzikon und das Zürcher Oberland erhältlich. Das Buch enthält 84 Gutscheine für Restaurants, Freizeitangebote, Wellness-Erlebnisse, kulturelle Events oder Einkaufsmöglichkeiten in der Region – vom charmanten Landgasthof über das Spezialitätenrestaurant bis hin zum Fitnessstudio, Museum und zur regionalen Boutique.

Das Prinzip ist einfach: Alle Angebote funktionieren nach dem 2-für-1-Prinzip oder bieten 50 Prozent Rabatt. Wer also zu zweit unterwegs ist, zahlt nur für eine Person. Herausgegeben wird das Gutscheinbuch «fifty-fifty» von der Druckerei Zimmermann in Uster. Ziel des Buchs ist es, das lokale Gewerbe zu stärken und gleichzeitig den Menschen im Zürcher Oberland unvergessliche Erlebnisse preisgünstig zu ermöglichen.

Das Buch im handlichen A6-Format kostet 39 Franken. Erhältlich ist es an zahlreichen Verkaufsstellen und bei Gutscheinpartnern in der Region, in zehn Poststellen im Oberland sowie online unter www.my-fifty-fifty.ch. (pd/sco)

Das Gutscheinbuch 2026 für das Zürcher Oberland. Ein grüner Hardcover-Umschlag mit der Aufschrift «fifty-fifty».
Ab sofort erhältlich: Das Gutscheinbuch «fifty-fifty» kostet 39 Franken.

11. November: Arbeitgeber besuchen Recyclinganlage

Elf Recyclingcenter und fünf Sammelstellen betreibt die Schneider Umweltservice AG in den Kantonen Zürich, Zug und Luzern. Eine solche Recyclinganlage sei immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, sagte Geschäftsführer Rico Sommerhalder am Montagabend zur Begrüssung der Mitglieder des Arbeitgeber-Verbands Zürcher Oberland und rechtes Seeufer (AVZO): «Überall, wo Menschen produzieren und konsumieren, entsteht Abfall.»

Rund 50 Mitglieder waren der Einladung an den traditionellen AVZO-Herbstanlass gefolgt, der dieses Mal nach Volketswil in das modernste Recyclingcenter von Schneider führte. Auf einem Rundgang erfuhren sie, dass der Unterschied zwischen Abfall und Wertstoff sehr klein sein kann und welche technischen Möglichkeiten existieren, um aus Müll wieder Rohstoffe zu gewinnen – von der groben Triage mit der Baggerschaufel bis zur feinsten lasergesteuerten Abfalltrennung, mit der kleinste Teile sortiert werden.

Die Bagger für die grobe Trennung werden mittlerweile elektrisch betrieben – mit Solarstrom der eigenen Photovoltaikanlage. Auch die Lkw-Flotte (immerhin 130 Fahrzeuge) löst sich nach und nach von fossilen Treibstoffen. Aktuell betreibt Schneider 25 Elektrolastwagen, bis 2030 will das Unternehmen 90 Prozent der Lkws elektrifizieren.

Für die AVZO-Mitglieder war es ein spannender Rundgang, ein Blick hinter Kulissen, die normalerweise geschlossen sind, und ein Anlass, der zum Nachdenken anregte, wie viel Müll unsere Gesellschaft produziert. (sco)

Ein Mitarbeiter der Schneider Umweltservice AG in neongelber Jacke erklärt einer Gruppe, wie Abfall sortiert wird.
Eindrückliche Anlage: Der Herbstanlass des AVZO führte die Mitglieder ins Recyclingcenter der Schneider Umweltservice AG in Volketswil.

4. November: Daniel Bernet übernimmt Leitung der Bank BSU in Dübendorf

Nach 14 Jahren an der Spitze der Geschäftsstelle der Bank BSU in Dübendorf tritt Fredy Mailänder im dritten Quartal 2026 in den Ruhestand. Seine Nachfolge ist bereits geregelt: Am 1. November 2025 hat Daniel Bernet (34) die Leitung der Bankfiliale übernommen. Mit dieser frühzeitigen Nachfolgeregelung setze man ein klares Zeichen für Stabilität und Kontinuität, schreibt die Genossenschaftsbank in einer Mitteilung.

Zwei Männer stehen vor dem Eingang der Bank BSU in Dübendorf und halten sich an einem Stab.
Symbolische Stabsübergabe: Fredy Mailänder (rechts) übergibt an seinen Nachfolger Daniel Bernet.

Fredy Mailänder war seit 2012 das Gesicht der Bank BSU in Dübendorf. «Mit grossem Engagement und ausgeprägter Kundennähe hat er die Geschäftsstelle erfolgreich geführt und geprägt», schreibt die Bank. Er wird ab sofort in der Geschäftsstelle Volketswil tätig sein und von dort die Übergabe seiner langjährigen Kundinnen und Kunden aktiv begleiten.

Sein Nachfolger Daniel Bernet ist diplomierter Bankwirtschafter HF. Er startete seine Laufbahn bei der St. Galler Kantonalbank, wo er in verschiedenen Funktionen tätig war. Seit 2017 ist er bei der Bank BSU tätig. (pd/sco)

31. Oktober: Belimo und Huber+Suhner gehören zu den besten Arbeitgebern

Die Oberländer Industrieunternehmen Belimo und Huber+Suhner sind derzeit nicht nur wirtschaftlich auf der Überholspur. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung als Arbeitgeber schneiden sie ausgezeichnet ab. Zu diesem Resultat kommt die Rating- und Rankingagentur Servicevalue in einem grossen Webmonitoring.

Dabei wurden öffentliche Internetquellen aus der Schweiz inklusive redaktioneller Websites und Social Media durchforstet. Gesucht wurde nach Erwähnungen von Unternehmen und Marken in Verbindung mit fünf Themenfeldern: Arbeitgeber, Management, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Karrierestart.

Als Resultat der Analyse wurden 0 bis 100 Punkte vergeben. Die Belimo-Gruppe in Hinwil erreichte einen Wert von 92,5 Punkten, Huber+Suhner mit Sitz in Herisau und Pfäffikon wurde mit 88,1 Punkten gewertet. Beiden wird eine «sehr hohe Attraktivität» beschieden. Sie dürfen sich damit «Beste Arbeitgeber 2025» nennen, wie auch die Tertianum-Gruppe (86,7 Punkte) mit Sitz in Dübendorf.

Klassenbester in dieser Untersuchung ist das Unternehmen Variosystems aus Steinach SG, ein international tätiger Elektronikdienstleister. Das Unternehmen setzt mit 100 Punkten die Benchmark. (sco/pd)

24. Oktober: HF Uster und ibW Südostschweiz starten Bildungspartnerschaft

Die Höhere Fachschule Uster (HFU) und die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz gehen eine Bildungspartnerschaft ein, um die höhere Berufsbildung im Zürcher Oberland zu stärken.

Ab Ende Januar 2026 starten neue gemeinsame Angebote, die praxisnah und berufsbegleitend und auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten sind. «Mit der Kooperation der HF Uster und der ibW entsteht eine starke Allianz zweier renommierter Höherer Fachschulen», teilen die beiden Institutionen mit.

Die HF Uster bietet am Bildungszentrum Uster derzeit Studiengänge im Bereich Technik und Wirtschaft. Im Verbund mit der ungleich grösseren ibW mit Hauptsitz in Chur und weiteren Standorten in Maienfeld, Sargans und Ziegelbrücke kann sie ihr aktuell recht schlankes Angebot ausbauen.

Im Gegenzug verschafft sich die Schule aus der Südostschweiz mit dieser Partnerschaft Zugang zu einer neuen Region mit hohem Potenzial.

«Mit dieser Partnerschaft bündeln wir Stärken und schaffen ein attraktives, praxisnahes Bildungsangebot. Wir tragen damit der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Fach- und Führungskräften in Technik und Wirtschaft Rechnung», sagt Uwe Singer, Direktor der HF Uster.

Auch Stefan Eisenring, Direktor der ibW Höheren Fachschule Südostschweiz, freut sich auf die Zusammenarbeit: «Seit vielen Jahren arbeiten wir punktuell mit der HF Uster zusammen. Dass wir jetzt noch enger zusammenrücken, eröffnet Studierenden neue Perspektiven und stärkt die regionale Bildungslandschaft.»

Vereinfacht gesagt: Uster erhält neue, attraktive Bildungsangebote. Im Gegenzug findet Chur einen neuen Absatzmarkt für seine Weiterbildungen. (sco/pd)

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