So stimmte die Region ab: Rüti ebnet Weg für Genossenschaftswohnungen
Ticker zu den Abstimmungen
In mehreren Gemeinden kamen am Sonntag kommunale Abstimmungsvorlagen vors Volk. Die Ergebnisse finden Sie in unserem Ticker zum Nachlesen.
16.45 Uhr: Ja zur Aufstockung des Schulhauses Wüeri in Nänikon
Die Stimmberechtigten von Greifensee und Uster haben der Aufstockung des Oberstufenschulhauses Wüeri in Nänikon deutlich mit 78,5 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. In Greifensee sprachen sich 75,3 Prozent der Stimmberechtigten dafür aus, in Uster waren es 83 Prozent.
Gleichzeitig stand in Greifensee und Uster auch die Neubesetzung der jeweiligen Sekundarschulpflegen an. Die Wahlen fanden erst im Herbst statt, nachdem die Stimmberechtigten der Grenzbereinigung und damit der Auflösung der bisherigen Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee zugestimmt hatten.
In Greifensee haben die Stimmberechtigten Renate Rieder (GLP) zur neuen Präsidentin der Sekundarschulpflege gewählt. Mit ihr schafften Peter Bachmann (parteilos), Angela Lienhard (Aktion G) und Monika Honegger (Grüne) ebenfalls die Wahl in die Schulpflege. Da sich nicht genügend Kandidaten gemeldet hatten, ist ein Sitz in der Greifenseer Sekundarschulpflege noch vakant.
In Uster wurde Ueli Schmid (SVP), der bisherige Präsident der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee als neuer Präsident der Sekundarschulpflege gewählt. Er folgt auf Benno Scherrer (GLP), der nicht mehr angetreten war. (lel)
16.05 Uhr: Katholische Kirche St. Benignus erhält neues Pfarrhaus
Die Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirchgemeinde Pfäffikon, die auch die Gemeinden Hittnau, Russikon, Fehraltorf umfasst, sprechen sich mit 70,3 Prozent Ja-Stimmen deutlich für einen Ersatzneubau des Pfarrhauses aus. Die Vorlage wurde in allen vier Gemeinden angenommen. Die Stimmbeteiligung lag im Schnitt bei 33,5 Prozent.
Die Kirchenpflege hatte einen Ersatzneubau empfohlen, weil diese Lösung langfristig wirtschaftlicher, nachhaltiger und zukunftsfähiger sei als eine umfassende Sanierung. Der bewilligte Baukredit für das Pfarrhaus der katholischen Kirche St. Benignus sieht Kosten in Höhe von 4 Millionen Franken vor. (lel)
15.15 Uhr: Niemand schafft das absolute Mehr in Wetzikon
Die Ersatzwahl für den freien Sitz in der Wetziker Schulpflege geht in einen zweiten Wahlgang. Keine der kandidierenden Personen erreichte das absolute Mehr von 2453 Stimmen. Am meisten Stimmen erhielt Sandro Lienhart (FDP) mit 1764 Stimmen, knapp vor der parteilosen Julia Erdin Spörri mit 1744 Stimmen. Jens Hasslinger (SP) kam auf 1368 Stimmen. Der zweite Wahlgang findet am 29. November statt.
14.48 Uhr: Wetzikon sagt Nein zu Mitsprache bei Tempo 30
Die Diskussion um mehr Mitsprache bei Temporeduktionen in Wetzikon ist vorerst beendet. Die Initiative «Mitbestimmen bei Temporeduktionen» von SVP, FDP und EDU wurde mit 59,7 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Auch der parlamentarische Gegenvorschlag scheiterte mit 56,8 Prozent Nein. Damit bleibt alles beim Alten: Der Stadtrat entscheidet weiterhin, ob er bei der Kantonspolizei die Einführung neuer Tempo-30-Zonen beantragt. (brm)
14.25 Uhr: Fällander stimmen neuer Vereinbarung mit Spitex zu
Die neue Leistungsvereinbarung der Gemeinde Fällanden mit der Spitex Pfannenstiel ist in trockenen Tüchern: Die Stimmberechtigten genehmigten das Papier inklusive Zusatzvereinbarung am Sonntag deutlich mit 91,26 Prozent Ja-Stimmen. Die SVP hatte Stimmfreigabe beschlossen, alle anderen Ortsparteien unterstützten das Vorhaben. Die Stimmbeteiligung lag bei 38,96 Prozent. (tba)
14.00 Uhr: Fünf Mitglieder in fusionierte Kirchenpflege Mönchaltorf/Oetwil am See gewählt
Die beiden Reformierten Kirchgemeinden Mönchaltorf und Oetwil am See fusionieren per 1. Januar 2027. Darum stand am Sonntag die Wahl der neuen Kirchenpflegemitglieder an. Für die sieben Sitze hatten sich allerdings nur fünf Kandidierende gemeldet: Tom Willi (Mönchaltorf, bisher), Christine Gfeller (Mönchaltorf, bisher), Claudia Spiess (Mönchaltorf, bisher), Jeannine Truöl (Oetwil am See, bisher) und Brigitta Meier (Oetwil am See, neu).
Alle Kandidierenden erreichten das absolute Mehr deutlich und sind damit gewählt. Auch mit fünf statt sieben Mitgliedern ist die Kirchenpflege damit handlungsfähig.
Tom Willi ist aktuell noch Kirchgemeindepräsident in Mönchaltorf, er kandidierte aber nicht mehr für das Präsidium. Dieses wird die aktuelle Kirchgemeindepräsidentin von Oetwil am See, Jeannine Truöl, übernehmen. Sie wurde mit 524 Stimmen gewählt. (lcm)
13.55 Uhr: Projektierungskredit für das Schulhaus Stägebuck in Dübendorf genehmigt
Es ist ein riesiges, über 100 Millionen Franken teures Projekt, das neue Schulhaus Stägenbuck in Dübendorf. Die Stimmberechtigten bewilligten einen Projektierungskredit von 7,2 Millionen Franken deutlich, mit einem Ja-Stimmen-Anteil von über 70 Prozent. Nun können ein Bauprojekt und ein Kostenvoranschlag ausgearbeitet werden. (tba)
13.45 Uhr: Die Parkplätze auf dem Dübendorfer Adlerplatz bleiben
Die Abstimmung über die Volksinitiative zu den Parkplätzen auf dem Adlerplatz wurde ziemlich knapp. Schliesslich wurde die Initiative mit 52,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Der Gegenvorschlag des Stadtrats, der einen Kompromiss zwischen der Neugestaltung des Platzes und dem Erhalt von Parkplätzen vorsah, wurde mit gut 61 Prozent Nein-Stimmen bachab geschickt. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 40 Prozent. (tba)
12.55 Uhr: Rüti ebnet Weg für Genossenschaftswohnungen
Das Projekt «Drei Eichen» nimmt eine erste Hürde. Die Gemeinde darf das Grundstück an der Moosstrasse 24 im Baurecht an die Wohnbaugenossenschaft Gewo Züri Ost abgeben. Eine entsprechende Vorlage haben die Stimmberechtigten mit 73,5 Prozent Ja-Stimmen genehmigt. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,3 Prozent.
Geplant sind dort, wo heute noch die alten Kindergärten aus den Sechzigerjahren stehen, 27 Genossenschaftswohnungen, drei Kindergärten, ein Hort und ein Mittagstisch für bis zu 60 Kinder. Die Wohnungen sollen zur Kostenmiete angeboten werden.
Der Baurechtsvertrag sieht eine Laufzeit von 65 Jahren vor. Die Gemeinde bleibt Eignerin des Bodens und wird pro Jahr mit 96’000 Franken entschädigt. Im Gegenzug plant die Gemeinde, die drei Kindergärten für die kommenden 30 Jahre zu einem jährlichen Mietzins von gut 222’000 Franken zu mieten.
Die Baueingabe soll im ersten Quartal 2027 erfolgen. Der Baustart ist gemäss dem aktuellen Terminplan ebenfalls noch im kommenden Jahr oder 2028 vorgesehen. Wann die Wohnungen und die Kindergärten bezugsbereit sein werden, ist derzeit noch offen. (lel)
12.25 Uhr: Anja Günter ist Zeller Schulpflegerin
Bei den Erneuerungswahlen am 8. März wurde Schulpfleger Lorenz Nydegger mit 858 Stimmen wiedergewählt. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er jedoch nicht in die frisch angelaufene Legislatur starten, weshalb bereits eine Ersatzwahl nötig wurde. Am Sonntag konnte sich Anja Günter (parteilos) aus Rikon mit 646 Stimmen gegen Brigitte Omusoru (BGV) aus Kollbrunn mit 467 Stimmen durchsetzen. (nos)
12.20 Uhr: Evangelisch-reformierte Kirchenpflege von Zell ist komplett
Auch in der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege von Zell stand am Sonntag eine Wahl an. Nachdem in den ersten zwei Wahlgängen Renate Schlaginhaufen, Esther Messerli, Barbara Egli, Anneliese Luder Roos, Ruedi Bohli und Markus Kägi in die Kirchenpflege gewählt wurden, war noch ein Sitz zu besetzen. Sibylle Bürgi-Henn (parteilos) stellte sich zur Wahl und erhielt 459 Stimmen. Sie ist Lehrerin und wohnt seit anderthalb Jahren in Kollbrunn. (nos)
12.15 Uhr: Roger Nünlist als neuer Pfarrer in Zell gewählt
Seit dem 1. April ist Roger Nünlist in der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zell als Pfarrer tätig. Er folgte auf verschiedene Stellvertretungen und ist vielen bereits bekannt, war er doch bereits von 2009 bis 2017 Pfarrer in Zell. An der Kirchgemeindeversammlung vom 21. Juni haben die Kirchbürger ihn, wie von der Kirchenpflege vorgeschlagen, zur Wahl empfohlen. Nun wurde er mit 97,3 Prozent Ja-Stimmen offiziell ins Pfarreramt gewählt. (nos)
12.10 Uhr: Hittnau erhält eine neue Kita – ohne Tiefgarage
Die ersten Resultate aus der Region sind da. Am schnellsten hat Hittnau ausgezählt. Dort stand eine Variantenabstimmung über den Kita-Neubau an. Das Resultat ist eindeutig. Die Hittnauerinnen und Hittnauer sprechen sich für die bescheidenere Variante aus: Sie wollen zwar eine neue Kindertagesstätte – aber ohne Tiefgarage.
11.30 Uhr: Das ist die Ausgangslage
Für Diskussionen sorgten in den vergangenen Wochen vor allem die nationalen Abstimmungsvorlagen zur Neutralitäts- und zur Ernährungsinitiative. Doch auch in der Region stehen in mehreren Gemeinden Entscheide an.
Die Wetziker Stimmberechtigten müssen etwa darüber befinden, ob sowohl das Parlament wie auch die Bevölkerung mehr Mitspracherecht bei der Einführung von Tempo-30-Zonen erhalten sollen. An die Urne kommt auch ein Gegenvorschlag, der einige Ausnahmen vorsieht.
Eine Variantenabstimmung steht auch in Hittnau an. Dort geht es um den Neubau der Kita, der mit oder ohne Tiefgarage realisiert werden könnte.
Und in Greifensee und Uster müssen die Stimmberechtigten nicht nur die nach der Grenzbereinigung rund um das Oberstufenschulhaus Wüeri neu geschaffenen Sekundarschulpflegen wählen, sondern auch über die Aufstockung des Schulhauses entscheiden.
Eine Übersicht zu allen Vorlagen finden Sie in unserer Vorschau auf den Abstimmungssonntag.

