Politik

Kredit von rund 8,5 Millionen Franken

Hittnau erhält eine neue Kita – aber ohne Tiefgarage

Eine klare Sache: 57,5 Prozent der Hittnauerinnen und Hittnauer sprachen sich an der Urne für den Neubau einer Kindertagesstätte aus. Die Variante mit Tiefgarage hatte keine Chance.

Hittnau erhält eine neue Kita – aber ohne Tiefgarage

Kredit von rund 8,5 Millionen Franken

Eine klare Sache: 57,5 Prozent der Hittnauerinnen und Hittnauer sprachen sich an der Urne für den Neubau einer Kindertagesstätte aus. Die Variante mit Tiefgarage hatte keine Chance.

Dass sich alle Ortsparteien einig sind, kommt selten vor. Doch in Hittnau herrschte vor dem Abstimmungssonntag grosse Einigkeit. SVP, FDP, GLP, das Forum Hittnau sowie die Rechnungsprüfungskommission (RPK) hatten im Vorfeld der Abstimmung die gleiche Parole gefasst: Sie empfahlen der Bevölkerung, den Investitionskredit von rund 8,5 Millionen Franken für den Bau einer Kindertagesstätte hinter der «alten Seki» zu bewilligen – und zwar ohne Tiefgarage mit 20 Plätzen.

Bereits während der langjährigen Planung des Projekts wurde Kritik an der Möglichkeit, die geplante Kita mit einer kostspieligen Tiefgarage für die Öffentlichkeit zu versehen, laut. Die Abstimmungsempfehlungen von Parteien und RPK untermauerten diese Stimmen. Und dies widerspiegelt sich auch im Ergebnis am Abstimmungssonntag.

So erhielt die Hauptvorlage A ohne Tiefgarage 879 Ja- und 649 Nein-Stimmen. Dies entspricht einem Ja-Stimmen-Anteil von 57,5 Prozent. Die Vollvariante B mit Tiefgarage und einem Investitionskredit von rund 10 Millionen Franken erhielt lediglich 576 Ja- und 955 Nein-Stimmen.

Die Stichfrage, welche der beiden Vorlagen in Kraft treten soll, falls sowohl die Hauptvorlage als auch die Vollvariante angenommen werden, war mit der Ablehnung der Variante B somit hinfällig. Doch auch dort war die Sache entsprechend klar: 871 Hittnauerinnen und Hittnauer sprachen sich für Variante A aus, lediglich 507 für Variante B. Die Stimmbeteiligung lag bei 57,6 Prozent.

Somit wird auf dem Areal hinter der «alten Seki» neben dem alten Gemeindehaus die Nachfolgelösung für die aktuelle Kita, die seit 2013 im Industriegebiet betrieben wird, errichtet werden. Geplant ist, eine Kindertagesstätte zu bauen, die zwei Kita-Gruppen und eine Hortgruppe aufnehmen kann, dazu Gemeinschaftsräume, Büroarbeitsplätze und acht Parkplätze im Erdgeschoss.

Der Neubau wird von der Schulgemeinde selbst projektiert und erstellt. Die Räume der Kindertagesstätte werden anschliessend an die Betreiberin der Kita vermietet. In den Räumen der Hortgruppe werden Kindergartenkinder betreut. Schulergänzende Tagesstrukturen sind ein gesetzlicher Auftrag der Schule, die diesen Teil des Gebäudes somit selbst nutzt.

Von Dezember bis April 2027 wird das Baubewilligungsverfahren laufen, im Oktober 2027 ist der Baubeginn geplant. Im August 2028 sollte bei optimalem Verlauf das Gebäude bezogen werden können.

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