Das sind die Wahlen und Abstimmungen in der Region
27. September
Während in Dübendorf Parkplätze erhalten werden sollen, geht es in Wetzikon um das Mitreden bei Temporeduktionen. Aber auch sonst gibt es spannende Vorlagen. Wir haben die Übersicht.
Bezirk Hinwil
Für mehr Demokratie: Bürgerliche wollen bei Temporeduktionen mitbestimmen
Wetzikon – Mit ihrer Initiative «Mitbestimmen bei Temporeduktionen» wollen SVP, FDP und EDU erreichen, dass künftig sowohl das Parlament als auch das Stimmvolk über Tempo-30-Zonen mitentscheiden können. Demgegenüber steht ein Gegenvorschlag des Parlaments, welches die Idee im Grundsatz unterstützt, das fakultative Referendum aber einschränken will: Bei Quartierstrassen mit geringem Verkehrsaufkommen soll es keine Anwendung finden. (brm)
Wahl Ersatzmitglied Schulpflege
Wetzikon – Nachdem Thomas Ineichen (FDP) im Frühling sowohl in die Schulbehörde als auch in die Stadtlegislative gewählt wurde und sich für Letztere entschieden hat, wird in der Wetziker Schulpflege eine Ersatzwahl nötig. Es stellen sich dessen Parteikollege Sandro Lienhart, Jens Hasslinger (SP) und die parteilose Julia Erdin Spörri zur Wahl. (brm)
Genossenschaftswohnungen statt alter Kindergärten
Rüti – In Rüti ist an der Moosstrasse 24 eine neue Überbauung geplant, wo heute noch die alten Kindergärten aus den Sechzigerjahren stehen. Im Jahr 2030 sollen an derselben Stelle 27 Genossenschaftswohnungen, drei Kindergärten, ein Hort und ein Mittagstisch für bis zu 60 Kinder stehen. Planen, realisieren und finanzieren wird das Projekt «Drei Eichen» die einst im Dorf verwurzelte Wohnbaugenossenschaft Gewo Züri Ost im Baurecht, während Rüti die Eignerin des Bodens bleibt und pro Jahr 96’000 Franken einnehmen würde. (lda)
Bezirk Pfäffikon
Hittnau soll neue Kita erhalten
Hittnau – Die Hittnauer Kindertagesstätte hat ihre Kapazität schon längst überschritten, die Schulgemeinde will darum einen Neubau erstellen. Der Hittnauer Souverän stimmt darum über den Baukredit ab, für den es zwei Varianten gibt. Der Kredit für die erste Variante ohne Tiefgarage beläuft sich auf rund 8,5 Millionen Franken, die zweite Variante inklusive Tiefgarage mit 20 Plätzen beläuft sich auf rund 10 Millionen Franken. Es muss also über jede Variante abgestimmt werden und zusätzlich die Stichfrage beantwortet, welche Variante bevorzugt wird. (lcm)
Baukredit für neues Pfarrhaus
Pfäffikon – Die Mitglieder der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Pfäffikon, die auch die Gemeinden Hittnau, Russikon, Fehraltorf umfasst, befinden am 27. September über den Baukredit von 4 Millionen Franken für den Ersatzneubau des Pfarrhauses der Katholischen Kirche St. Benignus. Die Kirchenpflege empfiehlt einen Ersatzneubau, weil diese Lösung langfristig wirtschaftlicher, nachhaltiger und zukunftsfähiger sei als eine umfassende Sanierung. (lcm)
Tösstal
Wahl Pfarrer Ev.-ref. Kirchgemeinde
Zell – Seit dem 1. April ist Roger Nünlist in der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zell als Pfarrer tätig. Er folgt auf verschiedene Stellvertretungen und ist vielen bereits bekannt, war er doch bereits von 2009 bis 2017 Pfarrer in Zell. An der Kirchgemeindeversammlung vom 21. Juni haben die Kirchenbürger ihn, wie von der Kirchenpflege empfohlen, zur Wahl vorgeschlagen. (nos)
Wahl Ersatzmitglied Ev.-ref. Kirchenpflege
Zell – Nachdem in den ersten zwei Wahlgängen Renate Schlaginhaufen, Esther Messerli, Barbara Egli, Anneliese Luder Roos, Ruedi Bohli und Markus Kägi in die Kirchenpflege gewählt wurden, ist noch ein Sitz zu besetzen. Sibylle Bürgi-Henn stellt sich zur Wahl. Sie ist Lehrerin und wohnt seit anderthalb Jahren in Kollbrunn. (nos)
Wahl Ersatzmitglied Schulpflege
Zell – Bei den Erneuerungswahlen am 8. März wurde Schulpfleger Lorenz Nydegger mit 858 Stimmen wiedergewählt. Aus gesundheitlichen Gründen kann er nicht in die frisch angelaufene Legislatur starten, weshalb es bereits zu einer Ersatzwahl kommt. Zur Wahl stellen sich Anja Günter (parteilos) aus Rikon und Brigitte Omusoru (BGV) aus Kollbrunn. (nos)
Bezirk Uster
3,3 Millionen für die Aufstockung des Schulhauses Wüeri
Greifensee/Uster – Die Stimmberechtigten von Greifensee und Uster entscheiden über einen Kredit von rund 3,3 Millionen Franken für die Erweiterung des Oberstufenschulhauses Wüeri in Nänikon. Geplant ist die Aufstockung des Trakts C um ein zusätzliches Geschoss in Holzbauweise. Entstehen sollen vier neue Klassenzimmer, drei Gruppenräume und ein flexibel nutzbares Förderzentrum. Auch ein kleiner Umbau der Bibliothek ist vorgesehen. Die Schulpflege begründet das Projekt mit steigenden Schülerzahlen und fehlendem Schulraum. Bei einem Ja soll der Bau Anfang 2027 beginnen und rechtzeitig zum Schulstart 2028 fertig sein. Die Bauarbeiten laufen im Betrieb an. (erh)
Erstmalige Wahl der Sekundarschulpflege
Greifensee – Mit der im Februar beschlossenen Grenzbereinigung und Neuorganisation der Sekundarschulen von Greifensee und Uster entsteht die neue Sekundarschulgemeinde Greifensee (SSG). Nun wählen die Stimmberechtigten erstmals deren fünfköpfige Schulpflege für die verkürzte Amtsdauer bis Ende Juni 2030. Für die fünf Sitze kandidieren Peter Bachmann (parteilos), Monika Honegger (Grüne), Angela Lienhard (Aktion G) und Renate Rieder (GLP). Rieder ist zudem die einzige Kandidatin für das Präsidium. Der zweite Wahlgang findet am 29. November 2026 statt. (erh)
Neuer Präsident für die Sekundarschulpflege
Uster – Die Erneuerungswahlen der Sekundarschulpflege Uster (SSU) finden ausnahmsweise erst im Herbst statt. Grund ist die im Februar beschlossene Neuorganisation der Sekundarschulen von Uster und Greifensee, die per Anfang 2027 in Kraft tritt. Die neu gewählte Schulpflege übernimmt ihr Amt am 1. Januar 2027.
Für die neun Sitze kandidieren zehn Personen. Bisherige Mitglieder sind Sabine Balmer Kunz (FDP), Anina Bigler (FDP), Margrit Bucher (SVP), Manfred Flühmann (SP), Matthias Stammbach (SP), Erich Werder (EVP), Thomas Wüthrich (Grüne) und Urs Zoller (GLP). Neu treten Markus Hauser (BPU) sowie Ueli Schmid (SVP) an.
Schmid ist auch der einzige Kandidat für das Präsidium. Der Ustermer Gemeinderat ist momentan noch Präsident der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee, die bekanntlich aufgelöst wird. Er kandidiert, weil der bisherige Präsident der SSU, Benno Scherrer (GLP), nicht mehr antritt. (erh)
Wahl der neuen Kirchenpflege
Mönchaltorf/Oetwil am See – Die beiden Reformierten Kirchgemeinden Mönchaltorf und Oetwil am See fusionieren per 1. Januar 2027. Darum steht die Wahl der neuen Kirchenpflegemitglieder an. Für die sieben Sitze haben sich allerdings nur fünf Kandidierende gemeldet: Tom Willi (Mönchaltorf, bisher), Christine Gfeller (Mönchaltorf, bisher), Claudia Spiess (Mönchaltorf, bisher), Jeanine Truöl (Oetwil am See, bisher) und Brigitta Meier (Oetwil am See, neu). Tom Willi ist aktuell Kirchgemeindepräsident in Mönchaltorf, kandidiert aber nicht mehr für das Präsidium. Dieses wird die aktuelle Kirchgemeindepräsidentin von Oetwil am See, Jeanine Truöl, übernehmen. (lcm)
Dübendorf stimmt über Zukunft des Adlerplatzes ab
Dübendorf – In Dübendorf entscheidet die Bevölkerung über die Zukunft des Adlerplatzes im Zentrum. Heute befinden sich auf der rund 1000 Quadratmeter grossen Fläche 23 Parkplätze. Eine Volksinitiative verlangt, dass diese vollständig erhalten bleiben. Der Gegenvorschlag des Stadtrats möchte den Platz dagegen neu gestalten und ökologisch aufwerten. Gleichzeitig sollen mindestens 16 Parkplätze erhalten bleiben. An der Urne können die Stimmberechtigten sowohl über die Initiative als auch über den Gegenvorschlag abstimmen. Werden beide angenommen, entscheidet die Stichfrage darüber, welche Variante umgesetzt wird. (red)
Projektierungskredit für Schulanlage Stägenbuck
Dübendorf/Schwerzenbach – Nach jahrelanger Planung für eine Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Stägenbuck in Dübendorf kommt nun der Projektierungskredit an die Urne. Dieser beläuft sich auf 7,2 Millionen Franken. Die Kosten für das Vorhaben betragen voraussichtlich 110 Millionen Franken. Das Schulhaus wird gemeinsam von der Primarschule Dübendorf und der Sekundarschule Dübendorf/Schwerzenbach betrieben. (red)
Neue Leistungsvereinbarung der Spitex Pfannenstiel
Fällanden – Die Stimmberechtigten von Fällanden entscheiden über eine neue Leistungsvereinbarung samt Zusatzvereinbarung mit der Spitex Pfannenstiel. Damit sollen unter anderem das Tarifmodell für Kurzeinsätze angepasst, ein ausgewogeneres Risikofallsystem mit Fonds sowie eine Regelung für den Ausbau der Pflege durch Angehörige und die Nacht-Spitex verankert werden, was zu jährlich wiederkehrenden Ausgaben von rund 950’000 Franken führt; Gemeinderat und RPK empfehlen ein Ja. (red)

