Parlament Illnau-Effretikon: Von Fehlerkultur und Abschiedstränen
Sitzung des Vertrauens
Für viele Politikerinnen und Politiker war es die letzte Sitzung im Parlament. Dabei flossen auch ein paar Tränen. Zudem bewies der Stadtrat erneut eines: Stärke.
Daran gibt es nichts zu rütteln: Der Stadtrat in Illnau-Effretikon pflegt eine gesunde Fehlerkultur. Denn Fehler passieren, und dafür kann er auch geradestehen. Schon Stadtpräsident Marco Nuzzi (FDP) gab in einem Interview im September 2024 zu, dass ihm ein Fauxpas unterlaufen ist. Damals ging es um die Sickersteine bei der Alpen-, der Wingert- und der Anwandelstrasse. Diese mussten ersetzt werden, da die Fugen zu breit und die Trottoirs damit nicht barrierefrei waren. Nuzzi sagte, dass es zu einer positiven Fehlerkultur gehöre, dazu zu stehen und daraus zu lernen.
Auch Rosmarie Quadranti (Die Mitte) fiel kein Zacken aus der Krone, als sie an der Parlamentssitzung vom Dezember 2024 für ihren Fehler haftete. Sie hatte einen Antrag für den Kunstrasen beim Eselriet erarbeitet, der von der Rechnungsprüfungskommission (RPK) als mangelhaft eingestuft wurde. Eloquent stand die Politikerin vor dem Parlament und den Zuschauenden auf der Tribüne und versprach, den Fehler zu korrigieren – was auch geschah. Nach der Rückweisung und der Überarbeitung des Antrags, wurde dieser auch von der RPK gutgeheissen.

