RPK ist einstimmig für den Kunstrasen beim Sportzentrum Effretikon
Nach vorgeschlagener Rückweisung
Zunächst empfahl die Rechnungsprüfungskommission, den Antrag zur Erweiterung des Sportzentrums Effretikon um einen Kunstrasen zurückzuweisen. Nun hat sie sich aber überzeugen lassen. Was war das Argument?
Beim Sportzentrum in Effretikon gibt es drei Fussballfelder. Eines davon ist ein Naturrasen, der in den 1980er Jahren errichtet worden ist, weswegen er saniert werden muss. Statt diesen zu erneuern, hat der Stadtrat im letzten Jahr einen Kredit für einen Kunstrasen beantragt.
Über den Rasen wurde an der letzten Parlamentssitzung von 2024 intensiv diskutiert. Damals hatte die Rechnungsprüfungskommission (RPK) einstimmig empfohlen, den Antrag zurückzuweisen. Das Gremium warf dem Stadtrat vor, einen ungenügend vorbereiteten Antrag vorgelegt zu haben. Auch auf wiederholtes Nachfragen habe die RPK keine Antwort erhalten.
Jetzt kommt jedoch die Kehrtwende: Die RPK empfiehlt dem Parlament einstimmig, den Antrag zu genehmigen, wie die Stadt mitteilt. Doch woher dieser Meinungswechsel? Immerhin wurde der Antrag im Dezember heftig kritisiert.
«Das ist kein Meinungswechsel. Der ursprüngliche Antrag hat Vorbehalte ausgelöst, da viele relevante Punkte aus Sicht der RPK nicht genügend aufbereitet waren», sagt Thomas Hildebrand (FDP), Präsident der RPK. Der neue Antrag ist detaillierter ausgearbeitet, was die RPK überzeugt hat.
Ein relevanter Aspekt sei, dass ein stark benutzter Naturrasen auf Dauer weder viel günstiger ausfalle als ein Kunstrasen noch die beabsichtigte Kapazitätserweiterung erfüllen könne.
«Jetzt können wir das Gesamtkonzept gutheissen und dem Parlament darlegen, warum es das ebenfalls tun soll. Mit dieser Investition kann die Stadt das wachsende Sportbedürfnis von vielen Kindern und Jugendlichen ermöglichen», sagt Hildebrand.
Gesamtkonzept «verhebed»
1,7 Millionen Franken würde ein neuer Kunstrasen kosten. 1,2 Millionen Franken würde die Stadt selbst übernehmen. 100’000 Franken würde der FC Effretikon (FCE) zahlen, denselben Betrag würden Stiftungen beisteuern. Und vom kantonalen Sportfonds würden 300’000 Franken zufliessen.
Im ursprünglichen Antrag wurden bereits diverse Gründe aufgeführt, die für einen Kunstrasen sprachen. Da wäre beispielsweise, dass ein Naturrasen sehr pflegebedürftig ist, im Gegensatz zu einem Kunstrasen. Oder dass auf der künstlichen Alternative das ganze Jahr über gespielt werden kann. Auch, dass der FCE viele Mitglieder auf der Warteliste hat und durch den Kunstrasen entlastet werden könnte.
Die zuständige Stadträtin Rosmarie Quadranti (Die Mitte) ist froh über die Empfehlung der RPK. «Es gab wohl Klärungsbedarf. Doch die RPK bestätigt somit, dass das Konzept standhält.» Jetzt bleibt noch die Entscheidung des Parlaments abzuwarten.
