Die «Maurmer Zeitung» wollte Geld von der Gemeinde – vergebens
Initiative ungültig, Rekurs angekündigt
Mittels Initiative verlangte der Verein «Maurmer Zeitung» eine finanzielle Absicherung für drei Jahre. Der Gemeinderat lehnt jedoch ab. Jetzt landet der Fall beim Bezirksrat.
Der Verein «Maurmer Zeitung» ersuchte den Maurmer Gemeinderat um eine finanzielle Absicherung. Anfang Dezember reichte er die Initiative «Für die Förderung der Meinungsvielfalt in der Gemeinde Maur» ein, in der er eine Defizitgarantie für die Jahre 2027 bis 2029 forderte. Diese hätte den jährlichen Betrag von jeweils 49’000 Franken nicht übersteigen dürfen. Der Gemeinderat hat die Initiative geprüft und für ungültig erklärt, wie die Exekutive am Freitag mitteilt.
Die «Maurmer Zeitung» ist eine Publikation, die gut sechsmal jährlich gedruckt wird. Auch online veröffentlicht der gleichnamige Verein, der das Lokalblatt herausgibt, regelmässig Berichte und Meinungsartikel über das politische, sportliche und gesellschaftliche Geschehen in Maur. Entstanden ist die Zeitung nach der Krise um die «Maurmer Post» vor rund zwei Jahren.
Der befristete Vertrag des damaligen Chefredaktors Thomas Renggli wurde nach der Publikation eines Artikels über den Todesfall im Sponstürli nicht verlängert. Der Autor und stellvertretende Chefredaktor wurde freigestellt. Denn die Gemeinde wurde mit schweren Vorwürfen belastet, erhielt jedoch keine Möglichkeit zur Stellungnahme. Die Redaktion der «Maurmer Post» wurde personell neu besetzt.
