Bei Parkplatzabbau und günstigem Wohnraum überrascht dieser SVP-Pragmatiker
Wenn am Montag im Parlament Uster über den Richtplan debattiert wird, will Ulrich Schmid, dass die Politik mehr an die Bevölkerung denkt. Ein Treffen mit einem Mann, der nicht immer ganz in die SVP zu passen scheint.
«Alle Parlamentarier sollten von ihrer Parteilinie einen Schritt zurück machen und an die gesamte Bevölkerung von Uster denken.»
Dieser Satz, gesprochen von Ulrich – oder einfach nur Ueli – Schmid, einem SVP-Politiker, lässt aufhorchen. Erst recht, wenn er im Vorfeld der politisch aufgeladenen Richtplandebatte im Ustermer Parlament fällt.
Richtplan wird besprochen
Nach mehrfachen Verzögerungen ist es jetzt nämlich endlich so weit: Am Montag diskutieren die Ustermer Gemeinderäte das rund 1400 Seiten umfassende Dossier, das die künftige Entwicklung des Stadtgebiets in den Themenfeldern Siedlung, Landschaft, Mobilität sowie öffentliche Bauten und Anlagen definiert. Es geht um Wachstum, Verdichtung, Grünräume, aber auch günstigen Wohnraum, Tempolimiten, Klimaschutz – kurz: um die Zukunft der Stadt. Die Überarbeitung des inzwischen veralteten Richtplans aus dem Jahr 1989 wurde bereits vor neun Jahren mit der Ausarbeitung des Stadtentwicklungskonzepts (Stek) angestossen.

