Eigentlich ist der Ustermer Politbetrieb durchaus für eine gewisse Streitlust bekannt. Wenn es aber um die grosse Frage geht, wie die Stadt Uster der Zukunft aussehen soll, herrschte in der Vergangenheit bemerkenswerte Eintracht: Die Diskussion über das Projekt Stadtraum Uster 2035 (siehe Box) wurde von Politikern verschiedener Couleur als «wertvoll » , « sachlich » und « kollegial» bezeichnet. Der ehemalige CVP-Gemeinderat Wolfgang Harder meinte einst gar, dass die Debatten über das künftige Uster in den so genannten Echoräumen die «besten Diskussionen» gewesen seien, an denen er je teilgenommen habe.
In den besagten Echoräumen wurde das Stadtraum-Projekt in seinen Grundzügen diskutiert. Am Ende dieser ersten Phase stand ein sogenanntes Stadtentwicklungskonzept.
Am Montagmittag fand nun die Startsitzung für die nächste Phase statt. An deren Ende soll eine neue kommunale Richtplanung stehen. Heisst: Aus den Grundsatzüberlegungen von Phase 1 werden konkrete Massnahmen und Vorgaben, die für die Behörden verbindlich sind.
Ein Beispiel: In den Echoräumen hat man sich darauf geeinigt, dass das Ustermer Zentrum verkehrsberuhigt werden soll. In der zweiten Phase, der kommunalen Richtplanung, wird nun ein Verkehrsplan diskutiert. Wo gibt es zum Beispiel Lücken im Velonetz? Welche Massnahmen muss die Stadt treffen, um diese zu schliessen? Am Ende soll dann ein Verkehrsplan als Teil des kommunalen Richtplans stehen.
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