Gute Zahlen, aber Huber+Suhner wächst am falschen Ort
Meldungen aus der Regionalwirtschaft
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20. Oktober: Gute Zahlen, aber Huber+Suhner wächst am falschen Ort
Huber+Suhner übertrifft mit ihren Umsatzzahlen nach neun Monaten die Erwartungen der Analysten. Der Industriekonzern mit Sitz in Herisau und Pfäffikon hat von Januar bis September über alle Geschäftssegmente 734,1 Millionen Franken eingenommen, das sind 11,3 Prozent mehr als in der gleichen Periode 2025.
Damit hat sich das Wachstum des Industriekonzerns nach enttäuschenden Halbjahreszahlen deutlich beschleunigt. Der Auftragseingang blieb mit 811,9 Millionen Franken praktisch gleich (–0,8 Prozent). Die für ein Industrieunternehmen wichtige Book-to-Bill-Ratio lag per Ende September bei 1,11.
Diese Kennzahl beschreibt das Verhältnis von Auftragseingang zu Nettoumsatz. Ein Wert über 1 bedeutet, dass der Auftragseingang höher ist als der Umsatz. Das ist ein positives Signal für die künftige Geschäftsentwicklung.
Huber+Suhner wächst. Aber der Konzern wächst, salopp ausgedrückt, am falschen Ort. Getrieben ist das gute Ergebnis vom Industriesegment, das um 31 Prozent auf 313,9 Millionen Franken zulegte. Verantwortlich sind die Wehrtechnik sowie die Luft- und Raumfahrt. Dazu kommt die Prüf- und Messtechnik, wo seit 1. September auch die Ergebnisse der Geschäftseinheit Ingun einfliessen. Huber+Suhner hatte das Unternehmen aus Konstanz im August übernommen.
Eine leise Enttäuschung ist das Kommunikationssegment. Hier hatte Huber+Suhner vor einem Jahr für Furore und für viel Anlegerphantasie gesorgt, als das Industrieunternehmen einen grossen Betreiber von Cloud- und Rechenzentren mit neuartiger Verbindungstechnik beliefern konnte. Die optischen Umwandler oder Optical Circuit Switches (OCS) von Huber+Suhner lenken grosse Datenströme zwischen Computerchips und helfen mit, die Rechenleistung von Datencentern optimal zu nutzen.
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Der Umsatz in diesem Segment sank zwar nur leicht auf 208,9 Millionen (–4,2 Prozent). Da aber nach dem Grossauftrag vom letzten Herbst keine weiteren erwähnenswerten Bestellungen eingegangen sind, sank der Auftragseingang um 41,4 Prozent auf 209 Millionen Franken. (sco)
16. Oktober: Cybersicherheitsfirma Forentec in Dübendorf wird amerikanisch
Die Dübendorfer Forentec AG wird Teil des Unternehmens Lineal mit Hauptsitz in North Kansas City im US-Bundesstaat Missouri. Forentec wurde 2015 gegründet und bietet Dienstleistungen und Beratungen in den Bereichen Cybersicherheit, digitale Forensik und Informationsdienste an. Das Unternehmen unterstützt Anwaltskanzleien, Finanzinstitute, Versicherer und Behörden bei komplexen Ermittlungen, Rechtsstreitigkeiten, Cybervorfällen und anderen datenintensiven Angelegenheiten.
Lineal ist auf E-Discovery spezialisiert. Dabei geht es um das Auffinden, Aufbereiten und Auswerten elektronischer Daten, beispielsweise in einem Rechtsstreit. Dazu nutzt das US-Unternehmen moderne Strategien und Technologien für das Management und die Prüfung grosser Mengen elektronischer Daten.
Lionel Bloch, Gründer und Geschäftsführer von Forentec, wird dem Unternehmen treu bleiben: «Wir haben Forentec auf der Grundlage von technischem Fachwissen, Diskretion und der Fähigkeit aufgebaut, Kunden zu helfen, wenn viel auf dem Spiel steht.» Von der Übernahme durch Lineal verspricht er sich den Zugang zu einer breiter aufgestellten globalen Organisation, zusätzlicher Technologie und zu Kapazitäten im Bereich E-Discovery und Review. (sco)

6. Oktober: Aus Berlinghoff + Rast AG wird Hustech AG
Seit 2019 gehört Berlinghoff + Rast in Effretikon zur Hustech-Gruppe. Nun verschwindet der Name der Elektroinstallationsfirma, die Berlinghoff + Rast AG tritt neu unter der Marke Hustech AG auf.
Die Hustech-Gruppe wurde 1991 in Gossau gegründet und ist seit 2021 in Bubikon ansässig. Das Unternehmen ist auf Elektroinstallationen, Gebäudeautomation und Energiemanagement spezialisiert und beschäftigt an zehn Standorten zwischen Zürich, dem Oberland und dem Glarnerland rund 150 Mitarbeitende und 30 Lernende. (sco)
2. Oktober: 4 Fondue GmbH in Mönchaltorf startet öffentliche Finanzierung
Schon mehr als 100’000 Franken hat Erfinder Jonny Billeter für die Weiterentwicklung und -verbreitung seines Fondue-Caquelons mit vier getrennten Bereichen zusammengebracht. Am sogenannten Pre-Funding beteiligten sich 49 Investoren. «Das ist für uns ein starkes Zeichen», sagt Billeter. «49 Menschen haben sich entschieden, nicht nur unser Produkt zu kaufen, sondern gemeinsam mit uns an die Zukunft von 4 Fondue zu glauben. Jetzt möchten wir diese Möglichkeit für alle öffnen.»
Als zweite Phase startet nun die öffentliche Finanzierung. Ziel dieses Crowdinvestings sind insgesamt 200’000 Franken, den Maximalbetrag hat Billeter auf 300’000 Franken begrenzt. Damit will der Daniel Düsentrieb aus Mönchaltorf sein patentiertes Caquelon für vier Personen weiterentwickeln, den Vertrieb ausbauen und seine Erfindung auch im Ausland vertreiben. Das Crowdinvesting läuft über die Plattform conda.ch, die Mindestinvestition beträgt 280 Franken.

Die Entwicklung des Caquelons mit vier getrennten Bereichen hat einen persönlichen Hintergrund: Aufgrund ihrer Autoimmunkrankheit Zöliakie muss sich Billeters Tochter Soraya glutenfrei ernähren. Schon eine kleine Brotkrume kann ein Fondue für sie ungeniessbar machen. Das Vater-Tochter-Duo konnte das neuartige Caquelon vor einem Jahr in der TV-Sendung «Die Höhle der Löwen» vorstellen.
Billeter vertreibt das Produkt vor allem online und konnte nach eigenen Angaben bereits 2500 Stück verkaufen. Das Caquelon verfügt über Patentschutz in der Schweiz, China und Indien sowie über europäischen Designschutz. (sco)
1. Oktober: Bäckerei Buchmann zieht von Brüttisellen nach Zürich
2017 hatte die Bäckerei Walter Buchmann AG ihre Produktion von Zürich nach Brüttisellen verlegt. Jetzt kehrt die traditionsreiche Manufaktur nach Zürich-Albisrieden zurück. In der Stadt betreibt Buchmann insgesamt elf Filialen.
Der Umzug nach Brüttisellen vor neun Jahren hatte seinen Grund in einer Schrumpfkur: Damals entschieden sich die Eigentümer zu einem radikalen Strategiewechsel, reduzierten das Angebot und stellten den Lieferdienst ein. Von der Hälfte der 150 Mitarbeitenden trennte man sich, die Backstube war nach diesem Einschnitt zu gross. In Brüttisellen fand man passende Produktionsräume.
Nun kehrt Buchmann ins neu gebaute Koch-Quartier in Zürich-Albisrieden zurück. Am 7. Oktober verlegt die Bäckerei ihre gesamte Produktion praktisch bei laufendem Betrieb: Nach den letzten Produktionsarbeiten in Brüttisellen werden die noch benötigten Geräte und Materialien nach Albisrieden transportiert. Läuft alles nach Plan, entstehen dort am selben Abend bereits die ersten Brote.
eine Bäckerei in Wernetshausen; kurz darauf zog der Betrieb nach Zürich. Insgesamt beschäftigt Buchmann heute wieder 150 Mitarbeitende. (sco)

