Wie ein alteingesessenes Unternehmen plötzlich Sex Appeal entwickelt
«Wir sind mehr als Data Center»
Erst wollte Huber+Suhner nicht nur ein Kabelhersteller sein, jetzt nicht nur ein Ausrüster von Data Centers. Am Kapitalmarkttag in Pfäffikon gab es einiges zu klären.
Um die aktuelle Situation von Huber+Suhner zu verstehen, werfen wir zuerst einen Blick zurück. 1969 war das Unternehmen aus der Fusion zweier traditionsreicher Familienunternehmen entstanden: der R.+E. Huber AG in Pfäffikon und Suhner & Co. AG in Herisau.
Huber produzierte Telegrafendrähte und Kabel, Suhner stellte Kabelisolationen her und verstand sich auf die Spritzgusstechnik. So weit, so langweilig. Ein solides Unternehmen, das stabile Zahlen und verlässliche Dividenden lieferte. Wenig Phantasie, viel Realismus.
Wie unaufgeregt das Geschäft lief, zeigt der Aktienkurs in den letzten Jahren: Zwischen 2020 und 2025 bewegte er sich in einem Band zwischen 60 und 80 Franken. Wie kommt es also, dass am Kapitalmarkttag 2026 plötzlich rund 70 Analysten, Vermögensverwalter, Portfolio-Manager und Medienvertreter den Weg nach Pfäffikon fanden und sich einen vertieften Einblick in die Strategie und das Produktportfolio verschafften?

