Darum müssen beide dieses Derby gewinnen
Wer findet aus dem Loch?
Für die Interregio-Teams Uster und Dübendorf geht es vor dem Direktduell um alles. Ein Erfolg ist Pflicht, sonst verschärft sich die Krise.
Uster und Dübendorf, die beiden Interregio-Teams aus der Region, warten 2026 noch immer auf den ersten Sieg in einem Pflichtspiel. Gerade für den FCD ist die Lage nach der jüngsten Niederlage gegen Binningen vor dem direkten Aufeinandertreffen vom Sonntag besonders ungemütlich.
Gelingt Dübendorf der Turnaround?
Der FC Dübendorf kennt solche Durststrecken: Seit der Rückkehr in die 2. Liga interregional 2023 hatte das Team immer wieder schwierige Phasen – und fand mit Trainer Shaip Krasniqi jeweils zurück in die Erfolgsspur. Nun tritt er im Juni nach drei Jahren Amtszeit ab. Krasniqi ist also mit solchen Situationen vertraut: 2021 konnte er beim FC Rüti den Abstieg aus der 2. Liga interregional allerdings nicht verhindern.
Es bleibt spannend, ob er in den verbleibenden Wochen das Team noch einmal motivieren kann, um die drohende Relegation zu vermeiden – oder ob er aufgrund seines bereits angekündigten Abschieds im Juni an Einfluss und Strahlkraft in der Kabine verliert.
Kann Uster seine Erwartungen erfüllen?
Die Rückrunde begann holprig: Aus vier Spielen holte der FCU nur zwei Punkte – nach zwei Remis folgten zwei Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften der Gruppe 3.
Dabei war die Zuversicht gross. Trainer Etienne Scholz hatte vor der zweiten Meisterschaftshälfte gesagt: «Wir sind gut drauf – und wollen angreifen.» Sechs Testspielsiege und die Verpflichtung von Stürmer Caner Türkmen aus der 1. Liga liessen hoffen.
Doch im Angriff lief bisher wenig zusammen: Erst drei Tore, und Türkmen wartet noch auf sein erstes Tor in der Meisterschaft. Das Derby könnte zeigen, ob Uster den Knoten endlich löst – oder ob die Offensive weiterhin harmlos bleibt.
Abstiegsangst: Realität oder Panikmache?
Die Lage ist ernst für beide Teams. Uster, derzeit Zehntplatzierter, könnte sich zumindest mit einem Sieg wieder etwas Luft auf den Abstiegsstrich verschaffen. Für Dübendorf geht es sogar darum, den Anschluss zu halten. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den rettenden 11. Platz bereits – bei einem noch ausstehenden Nachtragsspiel gegen den souveränen Leader Thalwil.
Verloren ist jedoch noch nichts: Neben dem wohl schon als Absteiger gesetzten Pratteln sind die Abstände bis Rang 8 gering, und die wenigen Strafpunkte könnten im Falle einer Punktgleichheit sogar für den FCD entscheidend sein.
Wer hat die Derby-Historie auf seiner Seite?
Die Statistik spricht klar für Uster. In den letzten zwölf Pflichtspielen zwischen beiden Teams feierte der FCU acht Siege, Dübendorf nur zwei. Dennoch dürfen die Glattaler hoffen: Den letzten Triumph im direkten Duell feierten sie vor rund einem Jahr – und ausgerechnet im Ustermer Buchholz.
Ob das ein gutes Omen für die bevorstehende Partie ist, bleibt abzuwarten.