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Vor dem Wiederanpfiff im Regionalfussball

Diese fünf Neuzuzüge stechen besonders hervor

Für Last-Minute-Transfers ist es nun zu spät – und für die ersten Klubs aus der Region beginnt schon bald die Rückrunde.

Nour Dekhili, hier noch im Trikot des FC Seuzach, spielt neu für Brüttisellen-Dietlikon.

Foto: PD

Diese fünf Neuzuzüge stechen besonders hervor

Für Last-minute-Transfers ist es nun zu spät – und für die ersten Klubs aus der Region beginnt schon bald die Rückrunde.

Seit Ende Februar ist das Winter-Transferfenster geschlossen. Neue Hoffnungsträger wird es nicht mehr geben – dafür umso mehr Erwartungen.

Vor der neuen Top 5 lohnt sich ein selbstkritischer Blick zurück: Die Wintertipps aus dem Vorjahr trafen nicht gerade ins Lattendreieck. Uster-Rückkehrer Ivan Jakovljev war letztlich der einzige nachhaltige Volltreffer. Drei andere Hoffnungsträger sind inzwischen – teilweise mehrfach – weitergezogen. Und der Ur-Wetziker Lukas Huber, streng genommen gar keine Neuverpflichtung, wechselte im Sommer in den Staff des Drittliga-Teams des FCW.

Gerade dies macht aber den Reiz jeder Wechselperiode aus. Fünf Neuzuzüge stechen dabei besonders hervor.

Caner Türkmen (25), FC Uster

Caner Türkmen (FC Seuzach) in einem Spiel gegen Greifensee.
Der Neo-Ustermer Caner Türkmen (hier im Trikot von Seuzach) war in der 2. Liga auch schon gegen Greifensee erfolgreich.

1,6 Tore erzielte der FC Uster im Schnitt pro Partie in der Interregio-Vorrunde – da besteht Luft nach oben. Sicherlich auch, weil Sturmtank Dejan Ilic immer wieder verletzt fehlte. Wenn allerdings mit Fabian Inglin ein Defensivspieler mit 5 Treffern der beste Torschütze ist, wirft das schon Fragen auf.

Nun scheint eine bessere Quote realistisch: Die bisherigen vier Testspiele wurden überzeugend gewonnen. Einen Anteil daran dürfte auch Caner Türkmen haben, der vom Erstligisten SV Schaffhausen dazustiess. Der ehemalige FCZ-Junior bewies zuvor auch beim FC Seuzach über Jahre seine Qualitäten als verlässlicher Skorer.

Nour Dekhili (25), FC Brüttisellen-Dietlikon

Nour Dekhili im Trainingslager mit dem FC Brüttisellen-Dietlikon.
Neuer Hoffnungsträger: Nour Dekhili im Trainingslager mit dem FC Brüttisellen-Dietlikon.

Wenn Brüttisellens Trainer Zahir Idrizi über Nour Dekhili spricht, gerät er ins Schwärmen: «Der Junge hat eine starke Technik, ist schnell und abschlussstark.»

Seit einem Jahr bemühte sich Idrizi um den Offensivallrounder mit tunesischen Wurzeln – nun hat sich die Hartnäckigkeit ausbezahlt. Dekhili, der im vergangenen Juni mit Seuzach den Aufstieg in die 2. Liga interregional schaffte, läuft ab sofort für Brüttisellen-Dietlikon auf.

Alexander Seupke (21), FC Maur

Der Maurmer Alexander Seupke im Dress des FC Seefeld gegen Chur.
Alexander Seupke spielte vor seiner Rückkehr zu seinem Stammverein Maur für die oberklassigen Seefeld und Höngg.

Der erstmalige Aufstieg des FC Maur in die 3. Liga kam im Sommer eher überraschend. Entsprechend wurde der Neuling vielerorts als möglicher Abstiegskandidat gehandelt – und hielt sich dennoch beachtlich. Nach dem Sieg im Aufsteigerduell gegen Mönchaltorf überwinterten die Maurmer sogar über dem Strich.

Nun wächst die Zuversicht weiter: Mit Alexander Seupke ist ein ehemaliger Junior zu seinem Stammverein zurückgekehrt. Der Mittelfeldspieler war bis auf Stufe U16 im Nachwuchs des FC Zürich. Noch in der Hinrunde lief er regelmässig für Höngg in der 1. Liga auf.

Marcel Huber (28), FC Wetzikon

Fussballplatz Meierwiesen, Wetzikon. Marcel Huber gegen Hinwils Oliver Hartmann
Nach eineinhalb Jahren zurück im Stammverein: Marcel Huber, hier gegen den Hinwiler Oliver Hartmann. (Archiv)

Marcel Huber spielte die letzten eineinhalb Saisons für den FC Unterstrass in der 2. Liga und gewann im Juni mit den Stadtzürchern in Volketswil den FVRZ-Cup. Nun kehrt der Offensivakteur zu seinem Stammverein Wetzikon zurück.

Der FCW liegt in der Drittliga-Gruppe 6 auf Rang zwei und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Huber könnte sich dabei tatsächlich als fehlendes Puzzleteil erweisen. Für den FCW wäre es nach fünf Jahren die ersehnte Rückkehr in höhere Gefilde.

Severin Burkart (28), FC Dübendorf

Greifensee 
Severin Burkart
Beim FC Greifensee war Severin Burkart jahrelang ein Leistungsträger. In Dübendorf kam er innerhalb von eineinhalb Saisons zweimal zum Einsatz – zuletzt Ende August 2024. (Archiv)

«Dübendorf ist nun viel unberechenbarer», so titelte zo-online.ch vor Saisonbeginn. Gerade offensiv schien das Team qualitativ breiter aufgestellt. Zudem sollte Severin Burkart – im Sommer 2024 vom Zweitligisten Greifensee zu seinem Stammklub zurückgekehrt – endlich regelmässig auflaufen. «Sevi ist also quasi auch neu», sagte Trainer Shaip Krasniqi damals augenzwinkernd.

Doch der 28-jährige Angreifer verpasste die gesamte Vorrunde verletzungsbedingt – keine einzige Meisterschaftsminute aufgrund einer Hüftverletzung. Das soll sich nun ändern. Und deshalb kommt auch Burkart auf die Hitliste der fünf Neuzuzüge. Krasniqi gibt sich zumindest vorsichtig optimistisch – und sagt zum möglichen Comeback: «Wir hoffen, dass er uns helfen kann.»

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