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Jetzt wirds brenzlig für den FC Uster

Der FC Dübendorf hat erstmals nach seinem Aufstieg ein Derby für sich entschieden – und Uster zeigt Merkmale eines Absteigers.

Die Entscheidung in Uster: Dübendorfs Cadima Lusiola (rechts) schliesst einen Konter zum 3:1 ab, Uster-Keeper Boris Steiner hat das Nachsehen.

Foto: Robert Pfiffner

Jetzt wirds brenzlig für den FC Uster

Niederlage im Derby gegen Dübendorf

Der FC Dübendorf hat erstmals nach seinem Aufstieg in die 2. Liga interregional ein Derby für sich entschieden – und Uster zeigt Merkmale eines Absteigers.

Daniel Hess

Jetzt verliert der FC Uster auch noch Derbys. Seit Dübendorfs Aufstieg vor zwei Jahren hatte er diese ungeachtet seines jeweiligen Formstands ausnahmslos gewonnen, zuletzt in Meisterschaft und Cup sogar haushoch.

Diesmal spielte der FCU zwar wieder sehr ordentlich. Doch leistete er sich ein paar schwache Minuten, welche die effizienten Gäste zur Wende nutzten, und verlor 2:3. Der Dübendorfer Trainer Shaip Krasniqi freute sich: «Es war höchste Zeit, dass wir auch einmal ein solches Duell gewinnen!» Seine Mannschaft hat mit dem Erfolg einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Ligaerhalt getan. Die Ustermer hingegen sind acht Runden vor Schluss wieder unter den Strich gefallen. Am Mittwoch stehen sie gegen Arbon, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Verbleib in der Liga, unter maximalem Zugzwang.

FCU kämpft mit sich selbst

Der FCU weist mit nun bereits fünf Niederlagen in sieben Rückrundenpartien nicht nur die Bilanz eines potenziellen Absteigers auf. Er zeigt auch mehrere typische Merkmale eines solchen.

Zum einen ist seine Chancenverwertung seit Längerem ungenügend. Gegen Dübendorf «hätten wir in der Halbzeit 4:0 führen müssen», sagte FCU-Coach Etienne Scholz, wenn auch leicht übertreibend. Stattdessen traf nur Finn Knecht kurz vor der Pause.

Zum anderen leisten sich die Ustermer immer wieder entscheidende Fehler. Gegen den FCD etwa liess Dominik Cennerazzo, der ansonsten eine starke Partie zeigte, ein Zuspiel von Torhüter Boris Steiner abspritzen, was FCD-Topscorer Delil Ferati den Ausgleich ermöglichte. Dass dieser die Ustermer gleich derart aus der Bahn warf, dass sie umgehend das zweite Tor kassierten, dürfte ein Indiz für nicht eben überschäumendes Selbstvertrauen sein.

Zudem haben viele Spieler mit sich selbst zu kämpfen. James Wyndham etwa, der in der vergangenen Saison regelmässig getroffen hatte, steht heuer erst bei zwei Toren und agierte auch gegen Dübendorf unglücklich und eigensinnig. Und Torhüter Boris Steiner hatte zwar keinen gröberen Aussetzer, machte aber bei keinem der drei Gegentore eine allzu vorteilhafte Figur.

FCD noch immer im Flow

Ganz anders die Dübendorfer, deren Lauf trotz zuletzt dreier Partien ohne Sieg offensichtlich noch immer weitergeht. Dabei hatten sie zunächst gehemmt gewirkt und sich gegen das gut verteidigende und auf Umschaltmomente lauernde Heimteam im ersten Abschnitt schwergetan. «Das war wirklich zu wenig, da hat uns die Aggressivität gefehlt», sagte Krasniqi, der sich in der Pause zu Massnahmen genötigt sah. Sie fruchteten allesamt.

Das verstärkte Pressing führte zum Ballverlust vor dem Ausgleich, der in die Spitze beorderte Ferati erzielte auch den zweiten Treffer, und Cadima Lusiola, der in der Pause vom Aussenverteidiger zum zweiten Stürmer mutierte, schoss nach einem Konter das letztlich siegbringende 3:1. Auch Usters finalen Sturmlauf nach dem Anschlusstreffer von Gionata Centoducato überstand der in der zweiten Hälfte wesentlich konsequenter zu Werke gehende FC Dübendorf unbeschadet.

Uster - Dübendorf 2:3 (1:0). – 41. Knecht 1:0. 51. Ferati 1:1. 52. Ferati 1:2. 78. Lusiola 1:3. 81. Centoducato 2:3.

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