Das Klumpenrisiko auf dem Sprungbrett
Der FC Uster spielt seine vierte Saison in Folge in der 2. Liga interregional. Unter Trainer Etienne Scholz setzt der Klub konsequent auf junge Spieler. Doch wie stabil ist dieser Weg – auch über seine Ära hinaus?
Für den FC Uster ist die 2. Liga interregional längst vertrautes Terrain: Mit mehreren Unterbrüchen bestreitet der Klub seine elfte Saison auf dieser Stufe, bereits die vierte in Folge. Kein anderer Verein aus der Region war seit der Einführung im Jahr 2000 so häufig in dieser Liga vertreten.
Zur Winterpause liegt der FC Uster auf Rang 9. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze in der Gruppe 3 beträgt lediglich vier Punkte. Trainer Etienne Scholz richtet den Blick vor dem Start in die zweite Meisterschaftshälfte gegen Lachen/Altendorf dennoch lieber nach oben als nach unten. «Wir sind gut drauf – und wollen angreifen.» Mit gutem Grund: Die Ustermer gewannen sämtliche sechs Testspiele.
Noch lieber als über Resultate redet Scholz jedoch über die Fortschritte seiner Spieler. Er sieht den besten FC Uster seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren. Der Trainer spricht von Dominanz, vom Auftreten und davon, Chancen herauszuspielen. Der Aufwärtstrend gründet auf der Leistungssteigerung innerhalb des Teams, der Rückkehr von Langzeitverletzten und gezielten Winterverstärkungen. Ob diese Eindrücke auch im Meisterschaftsbetrieb Bestand haben, werden bereits die ersten Spiele zeigen.

