Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Sport

EHCW empfängt EHCD

So steigen Dübendorf und Wetzikon ins zweite Derby

Hier der selbstsichere EHC Dübendorf, da der EHC Wetzikon, der auf Wiedergutmachung aus ist: Die Vorzeichen für ein spannendes Duell der Lokalrivalen könnten schlechter sein.

Auf zur Runde 2: Der EHC Dübendorf (Nico Kammermann, links) gewann das erste Derby der Saison gegen Wetzikon (Matteo Fasciati). (Archiv)

Foto: Christian Merz

So steigen Dübendorf und Wetzikon ins zweite Derby

Hier der selbstsichere EHC Dübendorf, da der EHC Wetzikon, der auf Wiedergutmachung aus ist: Die Vorzeichen für ein spannendes Duell der Lokalrivalen könnten schlechter sein.

EHC Dübendorf: Diese Fahrt gibt Selbstvertrauen

Immer spannend, immer hitzig. Das sind für den Dübendorfer Stürmer Dominik Hardmeier die Derbys zwischen dem EHCD und dem EHC Wetzikon. Vor etwas mehr als zwei Wochen trafen die MHL-Teams erstmals diese Saison aufeinander, wobei die Glattaler daheim das ausgeglichene Duell dank zwei späten Toren 2:0 gewannen.

Am Mittwoch steht in Wetzikon die nächste Kraftprobe zwischen den Lokalrivalen an. «Was liegt gegen den EHCW drin?», wird Hardmeier am Samstag kurz nach dem Dübendorfer Sieg gegen Lyss gefragt. «Drei Punkte», sagt er und lächelt verschmitzt. «Ich gehe zuversichtlich ins Spiel, dass wir das Derby gewinnen werden.»

Hardmeiers Selbstvertrauen dürfte nicht nur im jüngsten Sieg begründet sein. Der EHC Dübendorf ist gut in Fahrt. Und auf Kurs, um erneut die direkte Playoff-Qualifikation zu schaffen, wofür ein Platz in den Top 6 nötig ist. Nach einem Drittel der Qualifikation hat sich der EHCD auf Rang 3 eingenistet, mit sechs Punkten Vorsprung auf den Trennstrich.

Überraschend kommen die guten Glattaler Resultate nicht. Das Team blieb nach der erfolgreichen letzten Saison zusammen und verfügt weiterhin über einen starken Stamm an routinierten Leistungsträgern. Zweitbestes Powerplay, am zweitwenigsten Strafen und das drittbeste Unterzahlspiel – das Team des scheidenden Trainers Reto Stirnimann gehört in verschiedenen Bereichen zur Spitze.

EHC Wetzikon: Im Soll, aber mit Auffälligkeiten

Nach dem ersten Drittel der Qualifikation liegt der EHC Wetzikon im breiten Mittelfeld, das aus sechs der elf MHL-Teams besteht. Auch wenn der EHCW damit im Soll ist, so geschmeidig wie der Derbygegner glitt der EHCW bisher nicht durch die Meisterschaft. Das mag zum Teil auch am jungen Kader liegen. Dessen Altersschnitt ist mit knapp 22 Jahren gleich um drei Jahre tiefer als bei den Dübendorfern.

Die eine oder andere Auffälligkeit weisen die Wetziker durchaus auf. Sie haben beispielsweise das schwächste Powerplay der Liga. Bisher führten sie zudem nach dem Startdrittel genau einmal. Dafür lagen sie zur ersten Pause in sechs von zehn Partien hinten.

Und zweimal erlitt der EHCW in einem Mitteldrittel schon Schiffbruch. Fünf Gegentore musste er gegen Lyss schlucken, am Samstag waren es deren vier beim 2:5 gegen Franches-Montagnes. «Wir waren zu passiv, liessen Franches spielen, das hat uns das Spiel gekostet», ärgerte sich EHCW-Verteidiger Billy Hunziker hinterher. Hunziker fordert mit Blick auf den weiteren Meisterschaftsverlauf neben einem besseren Start in die Spiele ein generelles Umdenken: «Wir müssen zurück zur Basis und einfach spielen.»

Die zwischenzeitliche Dürre in der Offensive – im ersten Derby gelang ihnen ja auch kein Treffer – scheinen die Wetziker derweil überstanden zu haben. Topscorer ist mit Gian Andrea Thöny der Teamsenior. Dem 33-Jährigen fehlen drei Tore, um mit dem Wetziker Rekordtorschützen Kurt Bachmann (174 Treffer) gleichzuziehen.

Die MHL: Sie war schon attraktiver

Nach zehn von 30 Runden grüsst der EHC Seewen von der Tabellenspitze. Erst einmal hat der MHL-Titelverteidiger verloren. Trotz den eindrücklichen Leistungen sind die Schwyzer nicht Zuschauerkrösus. Nirgends fiebern mehr Leute im Stadion mit als beim SC Langenthal, der im Schnitt vor 1020 Zuschauerinnen und Zuschauer spielt.

Etwas über 700 Fans verfolgten das erste Spiel der Saison zwischen Dübendorf und Wetzikon, das an einem Samstag stattfand. Es ist davon auszugehen, dass das zweite Derby – obwohl unter der Woche – in Wetzikon deutlich mehr Zuspruch erhält als andere Spiele der Qualifikation. 374 Fans sahen die Wetziker Heimspiele bisher im Schnitt. Das ist deutlich weniger als in der letzten Saison (581).

Tiefer sind die Zahlen ebenfalls in Dübendorf, ja in der ganzen Liga. Die MHL hat im Schnitt 100 Zuschauerinnen und Zuschauer weniger als in der Vorsaison. So tief wie aktuell (374) war der Zuspruch überhaupt noch nie. Natürlich kann sich das Bild im Verlauf der Qualifikation verändern. Wegdiskutieren lässt sich aber wohl kaum, dass die Liga an Attraktivität eingebüsst hat.

Mehrere Klubs mit hohen drei- oder gar vierstelligen Zuschauerzahlen (Chur, Basel, Sierre) oder einer gewissen Anziehungskraft (Arosa) haben sich in die Swiss League verabschiedet. Erstmals spielen nur elf Teams in der MHL. Das sind so wenige wie noch nie seit der MHL-Gründung 2017.


Unser neuer Newsletter «Oise Regionalsport»
Abonnieren Sie hier unseren Regionalsport-Newsletter – jeden Montag in Ihrem Postfach.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns