Dübendorf sorgt für ein unnötiges Drama
Der EHC Dübendorf legt beim 3:2 über Lyss zweimal vor – und muss trotzdem ins Penaltyschiessen.
Erst im Penaltyschiessen gewinnt der EHC Dübendorf die MHL-Partie gegen den SC Lyss 3:2. Dass das Spiel erst zu diesem Zeitpunkt seine Entscheidung fand, lag ganz einfach in der Ineffizienz der Glattaler. Viel zu viele Chancen wurden nicht verwertet, sodass die aufopfernd aufgetretenen Lysser bis zum Schluss an den Sieg glauben durften. Letztlich überzeugte der EHCD aber im Shutout: Die ersten beiden Schützen skorten, für Lyss scheiterten die ersten vier in Serie.
Die Schwächen im Abschluss bemängelte hinterher auch Dübendorfs Captain Dominik Hardmeier: «Es wäre mehr dringelegen», sagte er.
In krankheitsbedingter Abwesenheit von EHCD-Headcoach Reto Stirnimann startete Dübendorf ohne unnötige Risiken einzugehen.
Lyss agierte offensiv – und lief prompt in einen Gegenangriff. Lukas Schläppi markierte den Führungstreffer sicher (5.). Die Glattaler übernahmen nun die Spielkontrolle und vergaben den zweiten Treffer mehrfach knapp. Jari Allevis Abschluss endete beispielsweise am Pfosten.
Bestrafte Dübendorfer Ineffizienz
Dübendorf verschlief den Start in den mittleren Abschnitt komplett. Lyss durfte kurven und passen, sodass Patric Hofstetter aus der Distanz schon bald zum Ausgleich einschoss. Der Weckruf sass: 46 Sekunden später stellte Mitja Kallen den alten Abstand wieder her. Doch Lyss hatte jetzt seine bislang stärksten Momente und suchte vehement den neuerlichen Ausgleich.
Ein ausgeglichenes Kräfteringen war die Folge. Erst gegen Ende des Drittels kam der EHCD wieder zu mehr und vielversprechenderen Chancen als der Gegner. Erfolgreich schloss er indes keine ab.
Die Glattaler machten im Schlussabschnitt dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Nebst den erarbeiteten Chancen betraf dies aber auch das Auslassen derer. Die letzte Konsequenz fehlte. Das sollte sich rächen. Der von der Glattaler Defensive vergessen gegangene Auguste Impose erwischte EHCD-Keeper Yann Tauss zwischen den Schonern – 2:2 (52.).
Alessio Pozzorini fasst kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen Restausschluss, da er dem Gegner den Stock wegwarf. Die Partie wurde auf den letzten Metern noch gehässig, nicht zuletzt, da Head Thomas Rüegg insgesamt einen wenig überzeugenden Abend eingezogen hatte.
Letztlich ging Dübendorf in doppelter Unterzahl in die Verlängerung, überstand diese und hatte danach drei Topchancen, das Spiel für sich zu entscheiden.
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