Monika Keller aus Greifensee wird höchste Gemeindepräsidentin
Einstimmige Wahl
Die Greifenseer Gemeindepräsidentin Monika Keller (FDP) ist zur neuen Präsidentin des Verbands der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich gewählt worden. Sie tritt damit die Nachfolge von ihrem Parteikollegen Jörg Kündig an.
Die Greifenseer Gemeindepräsidentin Monika Keller wurde an der Generalversammlung des Verbands der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich (GPV) einstimmig zu dessen neuer Präsidentin gewählt. Dies ohne Gegenkandidatur im ersten Wahlgang, wie der Verband in einer Medienmitteilung bekannt gibt.
Die 57-Jährige gehört seit 2022 dem Leitenden Ausschuss des Verbands an und kann auf zwölf Jahre Erfahrung als Gemeindepräsidentin von Greifensee zurückblicken. Die promovierte Biologin sitzt zudem seit 2023 für die FDP im Kantonsrat und arbeitet an der ETH Zürich als Beraterin für Konflikte am Arbeitsplatz.
Keller folgt auf Jörg Kündig, der den Verband während zwölf Jahren leitete und an der Generalversammlung mit Standing Ovations verabschiedet wurde. In seinem Rückblick zog Kündig eine positive Bilanz: Der GPV habe sich als gewichtiger Verhandlungspartner des Kantons etabliert und Anliegen der Gemeinden erfolgreich in kantonale Entscheide einbringen können.
Jörg Kündig wurde im März als Gemeindepräsident von Gossau abgewählt – und konnte infolgedessen auch nicht Verbandspräsident bleiben.
Eine neue Tür öffnet sich
Gemeindepräsidentin Keller hatte sich kürzlich auch als Regierungsratskandidatin zur Verfügung gestellt. Damit fuhr sie für kurze Zeit zweigleisig. Der Sprung aufs Zweierticket ist ihr aber nicht geglückt, weil die FDP-Delegierten für den Kanton zwei andere Kandidaten ins Rennen schicken wollten.
An der Generalversammlung des GPV würdigte Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) in seiner Grussbotschaft des Regierungsrats die Bedeutung der Gemeinden im föderalistischen System der Schweiz.
Er zeigte sich erfreut über die stabile finanzielle Lage der Zürcher Gemeinden und verwies auf das Projekt «Entflechtung 2027», mit dem Bund und Kanton die Aufgaben zwischen den Staatsebenen überprüfen wollen, um finanzielle Verflechtungen möglichst zu vermeiden. Ob Monika Keller diesbezüglich eine tragende Rolle spielen kann, wird sich nach ihrer Amtsübernahme zeigen.

