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Bahnhof der Zukunft

Wetzikon sagt Ja zum Masterplan

Mit 57,9 Prozent stimmen die Wetzikerinnen und Wetziker einem 82-Millionen-Kredit für die Neugestaltung des Bahnhofgebiets zu. Doch bis zur Umsetzung ist Geduld gefragt.

Das Stimmvolk ebnete den Weg für den Masterplan Stadtraum Bahnhof Wetzikon – und damit für die umfassende Neugestaltung der Umgebung rund um den Bahnhof.

Visualisierung: Stadt Wetzikon

Wetzikon sagt Ja zum Masterplan

Bahnhof der Zukunft

Mit 57,9 Prozent stimmen die Wetzikerinnen und Wetziker einem 82-Millionen-Kredit für die Neugestaltung des Bahnhofgebiets zu. Doch bis zur Umsetzung ist Geduld gefragt.

Das Umfeld des Bahnhofs Wetzikon wird sich in den nächsten 14 Jahren stark verändern. Die Stimmberechtigten haben den Kredit in Höhe von rund 82,1 Millionen Franken für den Masterplan Stadtraum Bahnhof Wetzikon angenommen – und zwar mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 57,9 Prozent.

Beim zuständigen Stadtrat Stefan Lenz (FDP) ist die Freude gross. «Es ist ‹mega›», meint er. Die Klarheit des Resultats und die hohe Stimmbeteiligung von rund 53 Prozent freuen ihn sehr.

Den Masterplan hat die Stadt zusammen mit den SBB und Grundeigentümern rund um den Bahnhof in den letzten Jahren ausgearbeitet. Auch eine Spezialkommission des Parlaments begleitete den Prozess.

Der Plan legt dar, wie Stadt und SBB den Stadtraum rund um den Bahnhof weiterentwickeln können. An der Urne ging es aber ausschliesslich um Projekte, die im Aufgabenbereich der Stadt liegen: die 13 Schlüsselelemente.

Man sieht eine Karte des Bahnhofs Wetzikon mit eingezeichneten Bauprojekten.
Das sind die Schlüsselelemente des Masterplans.

Dazu gehören unter anderem die Bushaltestellen auf beiden Seiten des Bahnhofs – bei der Post und an der Guyer-Zeller-Strasse. Diese werden neu gebaut und werden damit auch behindertengerecht.

So soll das Bahnhofareal in der Zukunft aussehen.
So könnte der neue Busbahnhof an der Guyer-Zeller-Strasse aussehen.

Auch die Wege für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende sollen am Bahnhof sicherer werden, so gibt es mehr Veloabstellplätze und Anpassungen bei den Unterführungen. Auch ein Bahnhofplatz ist geplant.

Planung geht weiter

Bis sich der Bahnhof aber tatsächlich verändert, wird es noch dauern. Aktuell rechnet die Stadt damit, dass die Bauarbeiten für die Infrastrukturprojekte 2032 bis 2036 durchgeführt werden. «Aber auch das ist ein sportliches Ziel», gibt Stadtrat Lenz zu bedenken.

So soll das Bahnhofareal in der Zukunft aussehen.
Wie der Bahnhof der Zukunft im Detail aussehen wird, ist noch nicht klar. Denn die Planungsarbeiten gehen weiter.

Denn der Masterplan ist noch kein Bauprojekt. Für den Stadtrat gehen die Planungsarbeiten nun weiter. «Wir brauchen insgesamt vier Gestaltungspläne», erklärt Lenz. Erst im Anschluss können die einzelnen Bauprojekte ausgearbeitet werden. Voraussichtlich wird der Stadtrat die Projekte der beiden Bushöfe priorisieren.

Für ihn ist mit dem Ja zum Masterplan auch die Mitwirkung der Anspruchsgruppen und der Bevölkerung noch nicht vorbei. «Auch bei den Gestaltungsplänen werden wir den Dialog suchen.»

Zudem wird sich noch klären, wie teuer das Projekt die Stadt zu stehen kommt. Denn die 82 Millionen sind ein Bruttokredit. Die Verhandlungen müssen erst noch geführt werden. Doch die Stadt geht davon aus, dass der Bund, der Kanton und die Nachbargemeinden rund einen Drittel übernehmen werden.

Erfolg für fast alle Parteien

Das deutliche Resultat ist nicht nur ein Sieg für den Stadtrat, sondern auch für die grosse Mehrheit der Wetziker Parteien, von links bis rechts. SP, AW, Grüne, EVP, GLP, Die Mitte und FDP im Lager der Befürworter führten einen sehr aktiven Abstimmungskampf. Überall in der Stadt waren Plakate aufgehängt, zudem erhielten die Stimmbürger einen ausführlichen Flyer im Briefkasten.

Man sieht zwei Ja-Plakate für den Masterplan Stadtraum Bahnhof Wetzikon.
Die meisten Wetziker Parteien stellten sich vereint hinter den Masterplan für den Stadtraum Bahnhof Wetzikon.

Vergleichsweise zurückhaltend waren SVP und EDU, die sich kaum öffentlichkeitswirksam für ein Nein einsetzten. Die SVP kritisierte jedoch an der letzten Parlamentssitzung die teure und intransparente Abstimmungskampagne und sprach sogar von möglicher «Staatspropaganda».

Der Stadtrat wies diesen Vorwurf zurück. Die letzte Informationskampagne habe die Stadt bereits im April beendet. Die Ja-Kampagne sei von einem überparteilichen Komitee sowie von Unternehmen und Privatpersonen finanziert worden.

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