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Das sind die zwei Visionen für den Masterplan Unterwetzikon

Der Masterplan Unterwetzikon nimmt weiter Formen an. Viele Fragen sind aber noch zu klären.

Im Gebiet um den Bahnhof soll ein Masterplan für ein koordiniertes Vorgehen sorgen. 

Foto: Simon Grässle

Das sind die zwei Visionen für den Masterplan Unterwetzikon

Nach zweitem Forum

Wohin mit dem Bushof und wie viele Parkplätze? Am zweiten Forum zum Masterplan Unterwetzikon wurde intensiv über die Zukunft des Bahnhofs diskutiert.

Geplant war auf dem Wetziker Bahnhofareal in den letzten Jahren schon viel. Umgesetzt worden ist davon aber fast nichts. Das soll sich bald ändern.

Die Stadt Wetzikon arbeitet gemeinsam mit den SBB an einem Masterplan Stadtraum Unterwetzikon. Dessen Ziel ist es, die verschiedenen privaten und öffentlichen Bauvorhaben rund um den Bahnhof Wetzikon miteinander zu koordinieren.

Als Schlüsselelemente dieses Masterplans wurden die Punkte Bushof und Mobilität, Quartierbildung und Nutzungen, Freiraum und Stadtklima sowie die Anbindung an umliegende Quartiere definiert.

Mitte April hat die zweite Forumsveranstaltung zur Ausarbeitung des Plans stattgefunden. Rund 65 Teilnehmende, darunter Grundeigentümer und Vertreter diverser Interessengruppen, haben sich daran beteiligt.

«Das gemeinsame Gespräch ist zentral in diesem so wichtigen Raum für Wetzikon», lässt sich Salome Mall von den SBB in einer Mitteilung der Stadt zitieren.

Wo gibt es Freiraum?

Am Forum wurden unter anderem zwei verschiedene Lösungsansätze besprochen. Der Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt dabei primär in der Gestaltung der Freiräume.

Der erste Lösungsansatz sieht einen Platz beim Postquartier vor. Der zweite ein Bahnhofviertel beim Gleispark, das zum Verweilen einlädt.

Das hat auch Einfluss auf den zukünftigen Bushof. Dieser wird voraussichtlich aus zwei Standorten bestehen, wobei der Standort in der Guyer-Zeller-Strasse in beiden Lösungsansätzen vorgesehen ist.

Noch offen ist jedoch, ob der zweite und grössere Teil des neuen Bushofs am heutigen Standort bleiben oder neu auf dem heutigen Park-and-ride-Areal erstellt werden soll.

«Wir müssen hier umfassend prüfen, welche Variante besser geeignet ist für einen allfälligen Ausbau», erklärt der zuständige Stadtrat Stefan Lenz (FDP). «Wir planen mit den SBB den Bushof nicht nur für jetzt, sondern auch für die nächste Generation.»

Wie viele Parkplätze?

Die Lage des Bushofs hat auch einen Einfluss auf die Anzahl der Parkplätze. Diese boten am Forum Grundlage für eine engagierte Debatte.

«Es gab Einwände, warum für einen Bahnhof mit rund 25’000 Nutzern pro Tag etwa 160 Parkplätze für nur wenige Nutzer zur Verfügung stehen sollen», erzählt Lenz. Für manche sind das zu wenige, für andere zu viele.

Parkplätze gehören zu einer Mobilitätsdrehscheibe dazu.

Stefan Lenz (FDP), Stadtrat

Tatsächlich gebe es Stimmen, die sich wünschten, dass die Leute nur noch per Velo oder ÖV anreisten – so, wie am Bahnhof Uster. Dort gibt es nur noch ein sehr kleines Parkplatzangebot am Bahnhof.

Der Wetziker Gesamtstadtrat vertritt hier aber eine klare Haltung. «Parkplätze gehören zu einer Mobilitätsdrehscheibe dazu», betont Lenz.

Die Verantwortlichen konnten gemäss der Mitteilung in dieser Sache sehr differenzierte Rückmeldungen wie auch Hinweise für weitere Klärungen in der Phase der Machbarkeitsstudie mitnehmen. Unbestritten ist hingegen ein Ausbau der Veloabstellplätze.

Brücke oder Unterführung?

Als grosse Herausforderung in der Diskussion kristallisierte sich ausserdem der Personenübergang über die Rapperswilerstrasse heraus. Die Teilnehmenden diskutierten, ob diese als Brücke oder als Unterführung gestaltet werden soll.

In einem nächsten Schritt werden laut der Mitteilung die Möglichkeiten mit dem zuständigen Bundesamt für Strassen (Astra) diskutiert. Dabei sollen auch Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule miteinbezogen werden.

Abstimmung in zwei Jahren

Während des Sommers werden die Lösungsansätze weiter ausgearbeitet, bewertet und im dritten Forum erneut besprochen.

Man sieht Personen, die bei einem Modell stehen und diskutieren.
Die bisherigen Diskussionen an den zwei Forumsveranstaltungen waren konstruktiv.

Die gemeinsam erarbeitete Projektabsicht wird anschliessend in Teilprojekten auf die Machbarkeit geprüft. Das ist insbesondere wichtig, um die finanziellen Auswirkungen für die SBB sowie die Stadt Wetzikon abschätzen zu können. «Bisher planen wir noch ohne Preisschild», so Lenz.

Der Masterplan soll voraussichtlich Ende 2024 vorliegen. Basierend darauf wird ein Rahmenkredit ausgearbeitet. Voraussichtlich 2025 wird dieser der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt.

Ein sportlicher Zeitplan? Nein, findet Stefan Lenz. «Mit dem, was wir bisher erreicht haben, sind wir auf sehr gutem Weg.»

Mehr Informationen zum Masterplan findet man auf der Projektwebsite.

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