Stadtrat Wetzikon will auf Ausschreibung von Spitex-Leistungen verzichten
Es steht viel auf dem Spiel für die Spitex Bachtel: Ein Alleingang Wetzikons hätte für die Institution weitreichende Folgen. Der Stadtrat will auf eine öffentliche Ausschreibung verzichten – stellt aber Bedingungen.
Soll Wetzikon die Spitex-Leistungen künftig öffentlich ausschreiben? Diese Frage beschäftigt die städtische Politik, seitdem die Fachkommission II im Frühjahr 2024 ein Postulat einreichte. Es verlangte, dass die Stadt wegen hoher Kosten die Zusammenarbeit mit der Spitex überprüfen und möglicherweise neu ausschreiben sollte.
Für den Verwaltungsrat der Spitex Bachtel AG, deren Aktionärsgemeinden und über 100 Mitarbeitende und Verbündete ist klar: Könnten sich künftig auch Private um den Leistungsauftrag bewerben, würde das die Zukunft der Spitex Bachtel gefährden.
Die Organisation müsste ihre Gemeinnützigkeit aufgeben, und die beteiligten Gemeinden – Bubikon, Gossau, Hinwil, Rüti und Seegräben – stünden vor der Aufgabe, den Spitex-Auftrag ebenfalls auszuschreiben.
Das Parlament wies den Stadtrat im April an, einen ergänzenden Bericht auszuarbeiten. Dieser liegt nun vor – und er lässt aufatmen: Der Stadtrat will auf eine öffentliche Ausschreibung verzichten. Er sieht seinen Entscheid als «Wertschätzung und Anerkennung der langjährigen guten Leistungen der Spitex Bachtel AG».

