Kanton hält am Zeitplan für die Bahnunterführung in Uster fest
Trotz offener Finanzierungsfrage
Uster braucht eine neue Unterführung, doch niemand will die 55 Millionen Franken dafür bezahlen. Kanton, SBB und Bund schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Jetzt soll ein offizielles Verfahren endlich Klarheit schaffen.
Die Stadt Uster will den Stau am Bahnübergang an der Winterthurerstrasse mit dem Neubau einer Unterführung entschärfen. Kostenpunkt: 55 Millionen Franken. Doch wer zahlt? Der Kanton zeigt auf die SBB. Die SBB verweisen aufs Bundesamt für Verkehr (BAV). Und das BAV? Laut diesem soll der Kanton zahlen. Ergebnis: Jeder zeigt auf den anderen. Bezahlen will niemand.
Der Kanton Zürich kann seine umfangreichen Investitionen derzeit nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Deshalb hat der Regierungsrat im August beschlossen, einige Bauvorhaben zu stoppen oder zu verschieben. Die geplante Bahnunterführung in Uster wurde vorerst nicht in die Planungsperiode 2026 bis 2029 aufgenommen. Eine Nachfrage bei der Baudirektion zeigt jedoch: Das hat keinen Einfluss auf den Zeitplan des Projekts. Die Arbeiten an der Unterführung sollen immer noch, wie ursprünglich geplant, 2029 starten. Einzig die Finanzierung bleibt weiterhin ungeklärt.

