Wer zahlt die 40 Millionen Franken für die Bahnunterführung in Uster?
Differenzen zwischen Kanton und Bund
Der Doppelspurausbau der SBB zwischen Uster und Aathal kommt. Wann, ist unklar. Um das Projekt nicht zu gefährden, schiesst der Kanton jetzt 1,6 Millionen Franken vor.
Rote Lichter blinken, Barrieren schliessen sich, und dann heisst es: warten. Es ist ein Bild, das sich in Uster an den Bahnübergängen den Verkehrsteilnehmern allzu oft präsentiert. Lange Staus zum Beispiel an der Winterthurerstrasse, einer Kantonsstrasse, sind die Folge. Diese könnten in ungewisser Zukunft noch länger werden.
Die letzte umfangreiche Erhebung der Barriereschliesszeiten fand im Sommer 2019 statt. Abends sind die Barrieren zwischen 23 Minuten pro Stunde (Wermatswilerstrasse) und 34 Minuten pro Stunde (Winterthurerstrasse) geschlossen. Die maximalen einzelnen Schliesszeiten bewegen sich zwischen 3 Minuten und 12 Sekunden sowie 4 Minuten und 57 Sekunden. Aufgrund der hohen Passagierzahlen und Umsteigevorgänge am Bahnhof Uster verspäten sich einzelne Züge um einige Sekunden. Dies reicht jedoch aus, damit der Bahnübergang Winterthurerstrasse teilweise für mehrere Züge geschlossen bleibt.
Eine Einzelinitiative des SVP-Parlamentariers Daniel Schnyder forderte die Verkürzung der Barriereschliesszeiten. Die Stadt lehnt diese ab mit der Begründung, dass diese nicht mit Optimierungen, sondern nur durch den Bau von niveaufreien Bahnquerungen verbessert werden könnten. Abklärungen der Stadt Uster bei den SBB hätten gezeigt, dass die Barriereschliesszeiten bereits heute so weit optimiert seien, wie es die Mindestanforderungen zulassen. (erh)
Denn die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) planen schon lange, die Bahnstrecke zwischen Uster und Aathal doppelspurig auszubauen. In der Folge davon soll der Fahrplan verdichtet werden, was dazu führt, dass die Barrieren bei den Bahnübergängen noch länger geschlossen bleiben.
