Angriff auf das Portemonnaie der Kirchenpflege ist gescheitert
Reformierte Kirche Illnau-Effretikon
Eine Initiative forderte, dass die Kirchenpflege von Illnau-Effretikon noch maximal 10’000 Franken selbst ausgeben darf. Dahinter steckt ein grundsätzlicher Konflikt.
Autor: Jonas Gabrieli
Ein Teil der Kirchgemeinde vertraut der Kirchenpflege Illnau-Effretikon nicht mehr. Das wurde an der Versammlung vom Dienstagabend einmal mehr offensichtlich. Dahinter steckt ein schon länger schwelender Konflikt zwischen freikirchlich-evangelikalen und traditionell orientierten Mitgliedern. Letztere sind unzufrieden mit der Kommunikation und der Entwicklung der Kirche, die ihrer Ansicht nach zu stark auf junge Menschen fokussiert.
Eine Initiative wollte nun die Finanzkompetenz der Kirchenpflege um 90 Prozent kürzen und so der Gemeindeversammlung mehr Macht verleihen. Oder wie es ein Gegner später formulierte: «Sie wollen der Kirchenpflege das Portemonnaie wegnehmen.»

