Gläubige streiten über Standorte – doch es geht um etwas anderes
Kirchenknatsch in Illnau-Effretikon
In der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Illnau-Effretikon gibt es offene Differenzen. Die Zukunft der Kirchengebäude ist nur eine von vielen ungelösten Fragen.
«Es berührt mich emotional», sagt Elisabeth Wyss-Jenny zu Beginn des Gesprächs. «Der Glauben ist im Herzen, darum lässt es mich nicht kalt, was mit unseren Kirchen passiert.» Die pensionierte Pfarrerin wohnt seit 45 Jahren in Effretikon.
«Die Kirchenpflege möchte die Kirche Effretikon als Zentrum aufbauen und die anderen Gebäude möglichst umnutzen oder vielleicht sogar verkaufen», sagt Wyss-Jenny. Diesen Eindruck habe sie bei den letzten Veranstaltungen der Kirchgemeinde gewonnen.
Die Kirchenpflege relativiert und erklärt auf Anfrage, dass man sich für alle vier Kirchengebäude der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde einsetze. Aber: «Wenn sich langfristig ein Verzicht aufzwingen würde, dann würde das Rebbuck-Zentrum mit der Kirche Effretikon die Bedürfnisse am breitesten abdecken.»
