Wegen Beitrag in «Maurmer Post»: Bezirksrat rügt Gemeinde
Die Gemeinde warf dem damaligen stellvertretenden Chefredaktor Christoph Lehmann öffentlich «eine Verletzung der redaktionellen Richtlinien» vor. Dies war gemäss Bezirksrat Uster rechtswidrig.
In den Fall rund um die «Maurmer Post» ist Bewegung gekommen: Der Bezirksrat Uster entschied Ende Januar, dass der Rekurs des ehemaligen stellvertrenden Chefredaktors Christoph Lehmann teilweise gutgeheissen wird. Der mittlerweile pensionierte Journalist hatte seine Beschwerde an den Bezirksrat Uster weitergezogen, nachdem die Gemeinde Maur sie zuvor abgelehnt hatte.
Der «Tod im Sponstürli» führt zum Eklat
Lehmann hatte im März 2024 einen Artikel unter dem Titel «Tod im Sponstürli» verfasst, in dem er das Tötungsdelikt an einem 71-jährigen Dorfbewohner thematisierte. Darin erhob die Schwester des Opfers, Elisabeth Brüngger, schwere Vorwürfe gegenüber der Gemeinde, die indirekt zur Eskalation zwischen dem späteren Täter und dem Opfer beigetragen habe. Eine Stellungnahme der Gemeinde fehlte im Artikel.
Die Gemeinde liess daraufhin in der «Maurmer Post» eine Gegendarstellung drucken, in der sowohl dem damaligen Chefredaktor Thomas Renggli als auch dem Verfasser des Artikels, Christoph Lehmann, «schwere Verstösse gegen redaktionelle Richtlinien» vorgeworfen wurden. Der Journalist wurde daraufhin bis zu seiner Pensionierung freigestellt.

