Gesundheit

Neue Führung

Hotelier Stefan Keel wird Präsident der Hinwiler Stiftung Wohnen im Alter

In der Leitung der Stiftung Wohnen im Alter in Hinwil kommt es zu einem Wechsel. Im Juli übernimmt Stefan Keel das Amt von Pascal Huber.

Pascal Huber (links) gibt sein Amt als Präsident der Stiftung Wohnen im Alter ab. Auf ihn folgt Stefan Keel.

Fotos: Karin Sigg/PD

Hotelier Stefan Keel wird Präsident der Hinwiler Stiftung Wohnen im Alter

Neue Führung

In der Leitung der Stiftung Wohnen im Alter in Hinwil kommt es zu einem Wechsel. Im Juli übernimmt Stefan Keel das Amt von Pascal Huber.

Seit 2014 ist Pascal Huber Mitglied des Stiftungsrats der Hinwiler Stiftung Wohnen im Alter. 2018 übernahm er das Präsidium der Stiftung, die in Hinwil das örtliche Alters- und Pflegeheim sowie die Alterssiedlung betreibt.

Per Ende Juni und mit Ablauf der aktuellen Legislatur wird Huber von seinem Amt zurücktreten, wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilte. Der Gemeinderat würdigt in der Mitteilung die «ruhige, kompetente und umsichtige Art», mit der Pascal Huber die Stiftung geführt habe.

Huber habe die Stiftung Wohnen im Alter «in den vergangenen Jahren massgeblich mitgeprägt», heisst es weiter. Angeführt werden der Neubau der Häuser Nobs A+B mit 16 Wohnungen und zwei Gewerberäumen, der Aufbau der IT-Infrastruktur sowie der Wechsel vom Alters- und Pflegeheim zu einem Pflegezentrum, die er begleitet hat.

Nachfolger aus der Hotellerie

Als Nachfolger von Pascal Huber hat der Gemeinderat Stefan Keel gewählt. Keel wohnt in Hinwil und hat Erfahrung in der Hotellerie. Im vergangenen Jahr hat er den leer stehenden Gasthof Hirschen im Hinwiler Zentrum übernommen und zu einem Boutique-Hotel umgebaut.

Der Hotelier war zuvor während rund vier Jahren als Regionenleiter und Mitglied der Direktion bei der Tertianum AG tätig. Die Gruppe führt an zahlreichen Standorten in der Schweiz Alters- und Pflegeheime. In seiner damaligen Funktion habe sich Stefan Keel «fundierte Kenntnisse im Gesundheitswesen und in der Führung von Pflegeeinrichtungen und Seniorenresidenzen» aneignen können.

Kritik an der Stiftung

Die Stiftung Wohnen im Alter war in den vergangenen Jahren immer wieder öffentlich in Kritik geraten. Im Zentrum stand unter anderem die Frage, wer verantwortlich für die Bereitstellung von genügend altersgerechtem und bezahlbarem Wohnraum in der Gemeinde sei. Dabei ging es beispielsweise um die Bedingung, dass beim Bezug einer Alterswohnung ein Servicepaket mitgebucht werden musste.

Die Stiftung und die Gemeinde Hinwil beugten sich Anfang 2024 schliesslich der Kritik und stellten eine Überarbeitung des Altersleitbilds und der Bedingungen für den Bezug der Alterswohnungen in Aussicht. Erst Ende November 2025 stimmten die Stimmberechtigten zudem an der Urne einer Anpassung des Stiftungszwecks zu.

Mit der Überarbeitung der Stiftungsurkunde wird expliziter festgehalten, dass Seniorinnen und Senioren aus Hinwil bei der Pflege und Betreuung Vorrang erhalten. Weiter kündigte die Gemeinde eine umfassende Überarbeitung der Leistungsvereinbarung zwischen der Stiftung und der Gemeinde an.

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