Hallenbad Bauma: Aus 11 wurden fast 14 Millionen Franken
Teurer Badespass
Bauma schliesst die Hallenbadsanierung definitiv ab: Statt der bewilligten 11 Millionen Franken kostete das Projekt rund 14 Millionen – getrieben von Schäden, Teuerung und Bauverzögerungen.
Die Gemeinde Bauma hat die definitive Bauabrechnung der Hallenbadsanierung verabschiedet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 13,96 Millionen Franken und liegen damit 748'000 Franken über den zuletzt bewilligten Krediten.
Ursprünglich hatten die Stimmberechtigten 2021 einem Objektkredit von knapp 11 Millionen Franken zugestimmt. Schon während der Bauphase war jedoch klar geworden, dass dieser Betrag nicht reichen würde. Bereits 2024 sprach die Baukommission von prognostizierten Kosten von rund 13,6 Millionen Franken.
Schäden, Konkurs und Teuerung
Ein wesentlicher Kostentreiber waren zusätzliche Schäden an der bestehenden Bausubstanz. Im Verlauf der Arbeiten mussten unter anderem Betonteile umfassend saniert und Fassadenelemente ersetzt werden. Diese Probleme waren erst während der Bauphase sichtbar geworden und führten zu erheblichen Mehraufwendungen. Hinzu kamen massive Preissteigerungen im Baugewerbe. Laut Gemeinde betrug die Bauteuerung zeitweise rund 14 Prozent.
Hinzu kamen auch Verzögerungen im Bauablauf, die den gesamten Zeitplan beeinflussten. Besonders einschneidend war der Konkurs des ursprünglich beauftragten Baumeisters im Jahr 2023, der die Arbeiten vorübergehend zum Stillstand brachte und eine Neuvergabe von Aufträgen nötig machte.
Bereits 2024 wurde deshalb in einer ersten Einschätzung darauf hingewiesen, dass die ursprünglich bewilligten rund 11 Millionen Franken nicht ausreichen würden und mit Gesamtkosten im Bereich von über 13 Millionen gerechnet werden müsse.
Zwangspause nach einem Jahr
Nach mehreren Jahren Bauzeit und wiederholten Anpassungen liegt die definitive Abrechnung nun vor. Die Gemeinde bestätigt damit Mehrkosten gegenüber den bewilligten Krediten, die sich auf mehrere hunderttausend Franken belaufen.
Die Schlussabrechnung markiert gleichzeitig das Ende eines Projekts, das die Gemeinde Bauma nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch stark beschäftigt hat – von der Planung über Bauverzögerungen bis hin zur Wiedereröffnung des Bads im Jahr 2024. Und einer Zwangspause im Sommer 2025 für Nacharbeiten und Mängelbehebung.