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Gesellschaft

Deshalb kostet das neue «Halli» in Bauma mehr

Teuerung und ein unerwarteter Konkurs: Das sind die Kostentreiber beim neuen Hallenbad.

So wird das sanierte Hallenbad in Bauma aussehen. Doch das neue «Halli» hat seinen Preis.

Visualisierung: PD

Deshalb kostet das neue «Halli» in Bauma mehr

Nicht alles lief nach Plan

Die Baumer Bevölkerung darf sich auf die Eröffnung des Hallenbads im April freuen. Weniger Freude werden einige wohl an den Ausgaben haben.

Die Sanierung des Hallenbads ist in jeder Beziehung ein grosser Brocken. Seit zwei Jahren wird in Bauma gebaut, die Eröffnung des neuen «Halli» findet am 13. April statt.

Gut 11 Millionen Franken haben die Stimmberechtigten im März 2021 für das Projekt bewilligt. Ebenso sprach der Gemeinderat noch Zusatzkredite.

Doch die Summe von insgesamt 11,19 Millionen Franken wird nicht reichen, wie die Gemeinde Bauma mitteilt. Denn wie bei Grossprojekten nicht ungewöhnlich verlief die Sanierung nicht nur plangemäss. Das hat nicht nur die Eröffnung verzögert, sondern das Projekt verteuert.

Zuerst führte die unerwartet schlechte Bausubstanz des Hallenbads zu Bauverzögerungen und erheblichen Mehraufwendungen. So mussten mehr Schadstoffe entsorgt werden.

Ebenso erfolgte eine aufwendige Sanierung von tragenden Betonteilen, da die Armierungseisen teils stark korrodiert waren. Dasselbe gilt für Fassadenelemente, die deshalb ersetzt werden mussten.

Teuerung als Kostentreiber

Weitere erhebliche Verzögerungen und Mehrkosten brachte der Konkurs des Baumeisters mit sich. Die Gemeinde musste in Absprache mit der Konkursverwaltung Aufträge an Drittunternehmen erteilen, um die angefangenen Arbeiten fertigstellen zu können. Das führte zu Mehrkosten von rund 255’000 Franken.

Aktuell geht die Baukommission von einer Kostenprognose von 13,6 Millionen Franken aus. Die weiteren Mehraufwendungen sind unter anderem teuerungsbedingt. Denn von Oktober 2020 bis Oktober 2023 stieg der halbjährlich erhobene Baukostenindex um über 14 Prozent.

Die Präsidentin der Baukommission, Gemeinderätin Heidi Weiss (EVP), hofft, dass der teuerungsbereinigte Baukredit eingehalten werden kann. «Wir setzen alles daran, sparsam mit den uns zur Verfügung stehenden Geldern umzugehen», lässt sie sich in der Mitteilung zitieren.

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