Saniertes Hallenbad Bauma: Genaue Baukosten sind noch unklar
Nach sechswöchiger Sommerpause ist das Baumer «Halli» wieder offen. Die Zeit wurde genutzt, um das frisch sanierte Bad zu reinigen und Baumängel zu beheben. Für den Projektabschluss fehlt aber immer noch ein wichtiges Detail.
Über die Sommerferien bleibt das Hallenbad in Bauma jeweils geschlossen. In dieser Zeit kümmern sich die Verantwortlichen um die alljährliche Revision und umfassende Reinigungsarbeiten. Diesen Sommer dauerte die Schliessung eine Woche länger als üblich.
Der Grund: Es mussten verschiedene Mängel behoben werden, die nach der mehrjährigen Sanierung zum Vorschein gekommen waren. So galt es etwa, schlecht gekittete Plättli-Fugen nachzubessern, ein Fenster im Bistro zu ersetzen oder eine separate Lüftung für die Bademeister-Loge einzubauen.
Wie der Gemeinderat mitteilt, wurden die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen und der Betrieb wieder aufgenommen. Seit Dienstag gelten die regulären Öffnungszeiten.
Konkursverfahren verzögert Abrechnung
Abgeschlossen ist das Thema Sanierung damit aber noch nicht. Offen ist immer noch die Abrechnung, die Aufschluss über die definitiven Baukosten gibt. Diese wird laut dem Gemeinderat noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Als Hauptgrund für die Verzögerungen nennt er das laufende Konkursverfahren bei der Piatti + Bürgin Bau AG aus Dietlikon.
Die Firma war ursprünglich als Baumeister für die Hallenbadsanierung verantwortlich. Mitte März 2023 wurde sie zahlungsunfähig und musste den Betrieb einstellen. Damit kamen auch die Arbeiten in Bauma weitgehend zum Stillstand, bis die Gemeinde ein neues Unternehmen beauftragen konnte.
Wegen des Konkursverfahrens sei bei einzelnen Arbeiten noch offen, ob Kosten übernommen würden, heisst es in der Mitteilung. Wie Gemeindeschreiber Roberto Fröhlich auf Nachfrage erklärt, geht es einerseits um Forderungen gegenüber dem zahlungsunfähigen Baumeister und darum, ob diese aus der Konkursmasse beglichen werden können.
Andererseits seien noch Ansprüche offen gegenüber anderen Leistungserbringern im Rahmen der Mängelbehebung. Der Gemeinderat prüft nun die möglichen Auswirkungen auf die Gesamtkosten und wird zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal informieren.
Klar ist aber schon, dass die einst genehmigten 11,2 Millionen Franken nicht reichen werden. Bereits im Frühling vor einem Jahr prognostizierte die Baukommission höhere Kosten, die ungeplanten Vorkommnissen und der Teuerung in den letzten Jahren geschuldet sind. Im Raum steht seither ein Betrag von 13,6 Millionen Franken.