Stadt Uster legt gegen Doppelspurprojekt Einsprache ein
Zahlreiche Forderungen
Eine zusätzliche Unterführung, kein neues Technikgebäude und mehr Geld: Als Hauptbetroffene des geplanten Doppelspurausbaus hat die Stadt Uster eine ganze Palette von Forderungen.
Der Weg zur Realisierung des Doppelspurausbaus zwischen den Bahnhöfen Uster und Aathal ist lang und holprig. Es gilt, finanzielle, technische und auch juristische Hürden zu nehmen. Zu Letzteren gehört die Einsprache der Stadt Uster gegen das Grossvorhaben.
SBB sollen Unterführung bezahlen
Sechs Tage bevor die Frist am 22. September abgelaufen ist, hat der Stadtrat eine acht Punkte umfassende Einsprache beschlossen. Die gewichtigste Forderung betrifft den Bahnübergang Wermatswilerstrasse. Mit dem Ausbau auf Doppelspur sollen dort statt wie heute 12 gleich 16 Züge pro Stunde vorbeirollen. Damit werden die Barriereschliesszeiten deutlich länger, von 22 Minuten auf künftig 36 Minuten pro Stunde. Die Stadt will daher eine Unterführung. Diese ist für sie «zwingender Bestandteil des Projekts». Bezahlen sollen die SBB dieses rund 14 Millionen Franken teure Bauwerk. Schliesslich verursachen sie auch die Änderungen am Übergang.

