Verein legt Konzept für Biketrails im Oberland vor
380 Kilometer Wegnetz hat der Verein Zürioberland Biketrails untersucht. Doch bevor grossflächig Biketrails in der Region erstellt werden können, ist der Kanton gefragt.
Das Zürcher Oberland ist bei Mountainbikern beliebt. Doch offizielle Routen gibt es nur wenige. Das Resultat: Viele Bikerinnen und Biker fahren dort, wo sie wollen. Das sorgt immer wieder für Konflikte und Ärger, beispielsweise mit Wanderern.
Der Verein Zürioberland Biketrails, der 2022 gegründet wurde, will das ändern. Sein Ziel: eine flächendeckende und sichere Mountainbike-Infrastruktur im Zürcher Oberland. Er hat deshalb ein Konzept für ein Biketrail-Netz im Zürcher Oberland erarbeitet. Für das Projekt erhielt der Verein 40’000 Franken von der Standortförderung Zürioberland.
Nun liegen die Ergebnisse vor, wie der Verein mitteilt. Er hat zusammen mit der dafür spezialisierten Firma Bikeplan aus Bern Daten zu einem insgesamt 380 Kilometer umfassenden Wegnetz gesammelt. Dieses bildet die Grundlage für künftige Arbeiten wie den Unterhalt der Wege oder nötige bauliche Massnahmen. Zudem gibt es bereits Ideen für mögliche Routen.

Die Datengrundlage für den Ausbau der Mountainbike-Infrastruktur im Zürcher Oberland hat der Verein damit gelegt. Doch an die Umsetzung geht es damit noch nicht.
Zuerst muss der Kanton ein kantonales Mountainbike-Konzept erarbeiten. Dieses soll bis im Herbst vorliegen. Darin soll auch ein einheitliches und koordiniertes Verfahren für die Planung und Bewilligung von Mountainbike-Infrastruktur und -Wegen geregelt werden.
Verein will weiter mitarbeiten
«Mit den vorliegenden Ergebnissen verfügt das Zürcher Oberland über die Grundlagen, um nach Vorliegen der kantonalen Vorgaben zeitnah und zielgerichtet an die Umsetzung zu gehen», schreibt der Verein Zürioberland Biketrails in der Mitteilung.
Zentral sind für ihn dabei die Sensibilisierung der verschiedenen Interessengruppen sowie die Beratung der Gemeinden.
Bei der Umsetzung will der Verein ebenfalls Hand bieten. Denn für die Verantwortlichen ist klar: «Planung und Unterhalt von Trails müssen überkommunal stattfinden.» Nur so sei es möglich, eine einheitliche Qualität zu gewährleisten.
