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Grundstein für regionales Biketrail-Netz ist gelegt

Endlich mehr Biketrails: Ein fundiertes Konzept soll der erste Schritt für ein neues Bike-Netz im Oberland sein.

Mit dem nun finanzierten Konzept soll das Zürcher Oberland bald mehr offizielle Biketrails anbieten können.

Foto: ZO-Biketrails

Grundstein für regionales Biketrail-Netz ist gelegt

Dank Bundesgeldern

Der Verein Zürioberland Biketrails hat einen finanziellen Zuschuss für ein Biketrail-Konzept erhalten. Noch müssen sich die Bike-Fans aber gedulden, bis neue Trails entstehen.

Es dürfte eingefleischte Zweiradfahrer freuen: Der Verein Zürioberland Biketrails (ZO-Biketrails) hat einen Betrag von 40’000 Franken für die Erstellung eines Biketrail-Konzepts im Zürcher Oberland gutgesprochen bekommen.

Damit kann ein Problem angegangen werden, das mehreren Interessengruppen unter den Fingernägeln juckt – denn die Situation um Biketrails im Zürcher Oberland erhitzt die Gemüter. Zu wenige offizielle Biketrails zwingen die Zweiradfahrer auf inoffizielle Wege, wo diese sich unter anderen mit denen von Wanderern oder Wildtieren kreuzen.

Ausgerechnet eine passionierte Wanderin hatte im vergangenen Oktober eine Motion mitunterzeichnet, die den Regierungsrat zum Handeln auffordert. Kantonsrätin Judith Stofer (AL) aus Dübendorf hatte damals betont, die fehlende Infrastruktur führe vermehrt zu Konflikten mit anderen Erholungsuchenden im Wald. «Es soll eine von gegenseitiger Toleranz geprägte Koexistenz aller Erholungsuchenden angestrebt werden», so Stofer.

Anfang Februar hatte der Kantonsrat die Motion in ein Postulat umgewandelt und dieses an den Regierungsrat überwiesen. Dieser soll nun eine planungsrechtliche Grundlage für die Mountainbike-Infrastruktur ausarbeiten. Eines der Ziele ist es, Konflikte zwischen Bikern und Wanderern zu minimieren.

Unter Einbezug aller Interessengruppen

Genau bei dieser Problematik soll das Konzept gemäss Christoph Boog, einem Vorstandsmitglied von ZO-Biketrails, ansetzen. Denn ein Hauptaugenmerk liege darauf, die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Interessengruppen definieren.

«Wir wollen ein Konzept erstellen, das ein konfliktfreies und gewinnbringendes Nebeneinander von Bikenden, Erholungsuchenden, aber auch mit Forst, Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz ermöglicht», erklärt Boog.

Biketrail
Das Konzept soll vor allem auch dabei helfen, eine Ausgangslage für ein friedliches Nebeneinander aller Interessengruppen zu ermöglichen.

Das gemeindeübergreifende Konzept für das Oberland soll zudem eine Bestandesaufnahme der jetzigen Gegebenheiten beinhalten und mögliche Massnahmen und Kosten aufführen.

Gerade auch mit den Gemeinden werde jetzt schon der Kontakt gesucht, um diese in die Konzeption der Biketrails einzubeziehen und etwaige Massnahmen gemeinsam anzuschauen. Auch die Förderung des Oberländer Tourismus respektive die Verknüpfung mit diesem sei ein zentrales Thema bei der Erstellung des Konzepts.

«Es ist uns wichtig, nicht nur fundierte Informationen zu sammeln, sondern alle Interessengruppen miteinzubeziehen – nur so könnte das Konzept letztlich auch zur Freude aller Beteiligten umgesetzt werden.»

Bundesgelder für Biketrail-Konzept

Um all diesen Interessen gerecht zu werden, hat sich ZO-Biketrails einen erfahrenen Partner an seine Seite geholt. Das Berner Unternehmen Bikeplan hat sich auf die Beratung von Destinationen, Regionen, Vereinen oder der öffentlichen Hand zu Themen rund ums Biken spezialisiert und wird den Verein bei der Ausarbeitung des Konzepts unterstützen.

Um diese Aufwände zu finanzieren, hatte ZO-Biketrails im Frühjahr 2023 ein Gesuch an die Standortförderung Zürioberland gestellt. Um den Jahreswechsel herum erhielt der Vorstand dann die freudige Nachricht: Die Finanzierung sei gutgesprochen, und das Vorhaben werde aus den Mitteln der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bunds mitfinanziert.

Die NRP stellt solche Gelder zur Verfügung, um regionale Tourismus- und infrastrukturelle Projekte anzustossen. «Das Projekt passt thematisch in den Förderschwerpunkt Tourismus des Zürcher NRP-Umsetzungsprogramms 2024–2027», schreibt die Standortförderung Zürioberland in ihrer Beitragszusicherung.

Ein erster Schritt

Wer sich bereits jetzt auf neue Biketrails, verknüpfte Routen und ein durchdachtes Verpflegungsangebot freut, muss leider noch etwas Geduld walten lassen – denn für eine Umsetzung der möglichen Massnahmen ist es zu früh. «Konkrete Massnahmen werden im Rahmen des Vorhabens nicht umgesetzt», erklärt Boog.

Dennoch bringe der Zuschuss von 40’000 Franken den Stein für ein zukünftiges Bike-Netz im Zürcher Oberland ins Rollen, sodass mögliche Massnahmen, die auf einem fundierten Konzept basierten, umgesetzt werden könnten.

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