Wie gut sind KMU im Oberland gegen Cyberangriffe geschützt?
Nach Attacken auf Wagerenhof und «Baumerziitig»
Cyberangriffe können grossen Schaden anrichten. Umso wichtiger ist es, dass sich Unternehmen gut dagegen schützen. Wie der Cybersicherheitsexperte Marco Hiestand aber sagt, sind die wenigsten darauf gut vorbereitet.
Im Juli traf es erst die Stiftung Wagerenhof aus Uster, vor wenigen Tagen dann das Publikationsorgan der Gemeinde Bauma, die «Baumerziitig». Beide Institutionen wurden Opfer eines Cyberangriffs. Aber auch über die Region hinaus häufen sich die Meldungen von Cyberangriffen. Wir haben deshalb bei Marco Hiestand, Experte für Cybersicherheit und Geschäftsführer sowie Verwaltungsrat der Wetziker Brevit AG, nachgefragt, wie es derzeit um die IT-Sicherheit bei den Oberländer Unternehmen steht.
Herr Hiestand, binnen weniger Monate wurden zwei Oberländer Institutionen Opfer eines Cyberangriffs. War das Zufall?
Marco Hiestand: Das war schon ein Zufall. Allerdings haben die Angriffe stark zugenommen. Häufig trifft es dabei die KMU, auf die es schweizweit im Schnitt jede Woche rund 125 Angriffe gibt. Und selbst das wird nur die Spitze des Eisbergs sein. Denn es gibt keine grundsätzliche Meldepflicht bei Cyberangriffen.

