Erster Bagger mit erneuerbarem Diesel beim Brüttener-Tunnel-Bau im Einsatz
Meldungen aus der Regionalwirtschaft
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13. Mai: Erster Bagger mit erneuerbarem Diesel beim Brüttener-Tunnel-Bau im Einsatz
Schwere Baumaschinen benötigen ordentlich Pfupf. Vorzugsweise liefert Diesel die nötige Energie, um die fahrbaren Arbeitsgeräte anzutreiben. Solche Baumaschinen umweltfreundlich zu betreiben, war lange mehr Wunschdenken als Realität.
Wie sich nun auf einer Baustelle in Bassersdorf zeigt, gibt es Alternativen. So wurde ein Bagger des Bauunternehmens Eberhard Bau AG erstmals mit erneuerbarem Diesel betankt. Dieser wird künftig beim Bau des Brüttener Tunnels, der den Bahnverkehr unter anderem in Effretikon entlasten soll, zum Einsatz kommen. Ab 2027 wird die Baufirma grössere Mengen des synthetisch hergestellten Treibstoffs beziehen.
Produziert wird er in einer Anlage der Synhelion AG in Deutschland. Dort werden seit 2024 neben erneuerbarem Diesel auch umweltfreundliches Kerosin und umweltfreundliches Benzin in industriellem Massstab hergestellt, wie das Zürcher Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.
Der Vorteil: Der Treibstoff erbringt dieselbe Leistung wie die herkömmlichen, reduziert aber die CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent. Für die Verwendung sind ausserdem keinerlei technische Umbauten an den Baumaschinen nötig. (jgu)
11. Mai: Wechsel in der Chefetage bei der Energie Uster AG
Mirjam Keinath ist seit Anfang Mai neues Mitglied der Geschäftsleitung der Energie Uster AG. Im Rahmen einer geplanten Nachfolgeregelung übernimmt sie die Leitung des Geschäftsbereichs Markt & Innovation und tritt damit die Nachfolge von Philippe Joss an. Joss verlässt das Unternehmen «infolge Pensionierung nach langjähriger und erfolgreicher Tätigkeit», wie es in einer Mitteilung heisst.

Mirjam Keinath verfügt über umfassende Erfahrung in der Energiewirtschaft. Zuletzt war sie als Leiterin Netzwirtschaft beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) tätig. Sie bringe ausgewiesene Expertise in den Bereichen Markt, Regulierung und strategische Weiterentwicklung mit, schreibt die Energie Uster AG in einer Mitteilung.
Die Übergabe der Leitung des Geschäftsbereichs erfolge bis spätestens Ende 2026 im Rahmen einer koordinierten gemeinsamen Führungsphase mit Philippe Joss. Dadurch würden Kontinuität sowie ein reibungsloser Wissenstransfer sichergestellt, schreibt das Ustermer Energieversorgungsunternehmen. (pd/sco)
7. Mai: Was der Nasenrücken mit der Belastbarkeit zu tun hat
Das 12. Wirtschaftsforum der Gemeinde Pfäffikon wurde erstmals zusammen mit dem Gewerbeverein durchgeführt. Das, aber auch die Referentin sorgten für eine rege Beteiligung. Man lernte nämlich, Gesichter zu lesen.
Es war eine echte Profilerin, die in der «Palme» in Pfäffikon den Vertreterinnen und Vertretern aus Gewerbe und Industrie in die Gesichter schaute. Fabienne Rüttimann, Gründerin der Akademie einfach anders in Dübendorf, erklärte, dass ein breiter Nasenrücken von grosser Belastbarkeit zeuge, ein schmaler eher einem Menschen gehöre, der die Sache Schritt für Schritt angehe. Aber natürlich nicht nur das: Die Referentin erzählte Erhellendes und Spannendes zum Thema Menschen verstehen und respektvoll miteinander umgehen.
Der Gastgeber, Gemeindepräsident Marco Hirzel (parteilos), hatte zuvor über aktuelle Themen aus Pfäffikon berichtet. Dabei hob er hervor, dass die Wahlen in Pfäffikon – im Unterschied zu fast allen anderen Gemeinden im Oberland – mit einer aussergewöhnlich hohen Stimmbeteiligung verlaufen seien, was seines Erachtens etwas untergegangen sei und deshalb hier nachgeholt werde.
Positiv entwickelte sich laut dem Gemeindepräsidenten auch die finanzielle Situation. Die Gemeinde habe erneut einen guten Abschluss erzielt und könne den Steuerfuss stabil halten. Zentrale Themen der kommenden Jahre bleiben unter anderem die Mobilität, die Entwicklung des Gebiets Tumbelen Nord und die geplante Fusion mit der Gemeinde Wildberg.
Und auch das Dorfzentrum gibt Grund zur Freude. Veranstaltungen, Märkte und Aktivitäten auf der Seestrasse hätten wesentlich zur Belebung beigetragen. Gemeinsam mit dem Gewerbeverein plane man weitere Projekte zur Stärkung des Standorts und der Arbeitsplätze im Zürcher Oberland. (mk)
7. Mai: FBB hat zwei weitere Elektro-Lkws in Betrieb genommen
Seit Sommer 2024 ist das Baustoffunternehmen FBB mit Sitz in Bauma mit zwei vollelektrischen Scania-Sattelschleppern unterwegs. Mittlerweile ist die Zahl der E-Lkws des Unternehmens mit Standorten im ganzen Oberland auf vier Fahrzeuge angewachsen.
Zu den beiden Scania-Sattelschleppern sind im März zwei Mercedes E-Actros 600 gekommen. «Die Fahrzeuge bewähren sich im täglichen Einsatz bestens, reduzieren Emissionen deutlich und leisten einen messbaren Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt», sagt Werkstattleiter Dominik Tanner, der für den FBB-Fahrzeugpark verantwortlich zeichnet.

Auch preislich werden die elektrischen Alternativen allmählich interessanter. Die beiden Scania kosteten im Sommer 2024 mehr als 500’000 Franken in der Anschaffung, dreimal mehr als ein vergleichbares Dieselmodell. Mittlerweile habe sich diese Differenz auf den Faktor 2 reduziert, sagt Tanner. Dass sich die FBB nicht mehr für Scania, sondern für Mercedes entschieden hat, hat zwei Gründe: Die Lieferfristen des deutschen Herstellers sind deutlich kürzer und die Reichweiten etwas länger. (sco)
23. April: Der Gründer von Bächli Bergsport stirbt mit 89 Jahren
Heinz Bächli, der Gründer der Bächli Bergsport AG, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. In der Todesanzeige in der «Neuen Zürcher Zeitung» verabschiedet sich das Unternehmen von einem «mutigen Geschäftsmann und starken Bergsteiger».
Der einstige Lehrer Ernst Bächli gründete 1974 mit seiner Frau Margrit in Volketswil das Unternehmen Bächli Bergsport. Erster Firmensitz sei das Wohnzimmer gewesen, erinnerte sich Margrit Bächli gemäss der Firmenwebsite an die Anfangszeit. Neben zwei kleinen Kindern habe die Wohnung vor allem Bergsportartikel beherbergt.
Heute hat die Bächli Bergsport AG 15 Filialen in der ganzen Schweiz. Heinz Bächli trat 2006 aus der Firma aus. Verwaltung und Zentrallager sind heute in Nänikon positioniert, eine Filiale gibt es in Volketswil. (sda/eru)
22. April: Huber+Suhner verstärkt Zusammenarbeit mit Microsoft
Huber+Suhner hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit Microsoft zu intensivieren. Ziel ist der Ausbau der innovativen Technologie Hollow Core Fiber (HCF) im globalen Microsoft-Azure-Netzwerk. HCF-Kabel leiten das Licht durch Luft statt durch Glas und ermöglichen so eine bis zu 47 Prozent schnellere Datenübertragung. Dies führt zu einer geringeren Latenz und einer effizienteren Kommunikation zwischen Rechenzentren, was besonders für Cloud- und KI-Infrastrukturen entscheidend ist.
Seit 2017 arbeitet der Spezialist für Verbindungstechnik mit Sitz in Pfäffikon eng mit Microsoft zusammen, um HCF-Kabel und -Steckverbinder zu entwickeln. Diese Technologien sind bereits im Einsatz und übertragen Livedaten im Azure-Netzwerk, das Cloud-Ressourcen, lokale Rechenzentren und das Internet verbindet.
Huber+Suhner hat spezielle Kabelsysteme für den Innen- und Ausseneinsatz sowie innovative HCF-Steckverbinder entwickelt, die eine einfache Integration in bestehende Glasfaserinfrastrukturen ermöglichen. Diese Lösungen bieten wirtschaftliche Vorteile wie geringere Energiekosten, höhere Effizienz beim KI-Training und mehr Flexibilität bei der Standortwahl von Rechenzentren.
Bei Huber+Suhner geht man davon aus, dass die Produktionsmengen schrittweise ansteigen werden. (pd/sco)
20. April: Ecovadis zeichnet R&M erneut mit Gold aus
Der neue Nachhaltigkeitsbericht des Wetziker Industrieunternehmens R&M beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Nachhaltigkeit im Business und in der Unternehmensstrategie einnimmt. Wie kann R&M die umfangreichen Aspekte der Nachhaltigkeit adressieren und gleichzeitig profitabel wachsen?
Man wolle keine Symbolpolitik betreiben, um sich nach aussen zu profilieren, sagt CEO Roger Baumann: «Für R&M bedeutet nachhaltiges Wirtschaften einen klugen Umgang mit Ressourcen und die Sicherung der zukünftigen Handlungsfähigkeit.» Ökologie und Ökonomie müssen dabei nicht in einem Konflikt stehen: Der Hersteller von Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze konnte beispielsweise durch effiziente Transporte und Lagerhaltung die Emissionen reduzieren und gleichzeitig seine Kosten senken.

Erstmals ermittelte R&M Daten über den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch. Er lag bei 23,5 Prozent im Jahr 2025. Langfristiges Ziel ist, 80 Prozent des weltweiten Verbrauchs durch erneuerbare Energiequellen abzudecken.
Die internationale Ratingagentur Ecovadis hat R&M 2025 für deren Engagement im Bereich Nachhaltigkeit erneut das Gold-Zertifikat verliehen. (pd/sco)
15. April: Ein neuer CEO für die Bioengineering AG in Wald
Das Biotech-Unternehmen Bioengineering in Wald hat einen neuen Chief Executive Officer (CEO). Der Verwaltungsrat hat Jiang Pei mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger von Roland Durner ernannt.
Jiang Pei ist gebürtiger Chinese, aber seit mehr als 25 Jahren für die japanische Morimatsu-Gruppe in leitenden Funktionen tätig. Morimatsu hat die Bioengineering AG im September 2025 übernommen und will das Walder Unternehmen als europäischen Hub etablieren.
Aufgabe des neuen CEO sei es, «die Kontinuität in der Unternehmensführung sicherzustellen, die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu fördern und die erfolgreiche langfristige Integration in die internationale Morimatsu Group zu gewährleisten», schreibt Bioengineering.
Über die Gründe für Durners abrupten Abgang nach nicht einmal zwei Jahren äussert man sich bei Bioengineering nicht. (sco)