Suche nach den drei Millionen für das GZO Spital dauert länger
Mehr Zeit für Evaluierung
Woher sollen die fehlenden drei Millionen Franken für die Aktienkapitalerhöhung des Spitals Wetzikon kommen? Noch liegt keine Lösung vor. Doch der Wetziker Stadtpräsident bleibt optimistisch.
Ende Januar hätten die Aktionärsgemeinden des GZO Spitals eine Lösung für die Beschaffung der fehlenden drei Millionen Franken präsentieren wollen. Doch daraus wird nichts. In einem knappen Communiqué teilen sie am Donnerstagmorgen mit, dass die Suche nach einer Lösung weiter andauert.
«Die Evaluierung der Handelsoptionen und die fortlaufende Abstimmung unter den elf verbleibenden Aktionärsgemeinden erfordern mehr Zeit als ursprünglich angenommen», heisst es in der Mitteilung. Informationen zum konkreten Vorgehen würden erst Anfang März 2026 vorliegen.
Es brauche Abklärungen und Aussprachen innerhalb der einzelnen Exekutiven, erklärt Pascal Bassu (SP), Wetziker Stadtpräsident und Sprecher der Aktionärsgemeinden, auf Anfrage. Diese Gespräche hätten länger gedauert. Die Dauer eines solchen Prozesses sei im Vorfeld jeweils schwierig abzuschätzen. «Man hat elf Gemeinden am Tisch. Das braucht Zeit.»
Keine Auswirkungen auf Rettungsplan erwartet
Damit steht weiterhin in der Schwebe, ob die vollständige Aktienkapitalerhöhung für das Wetziker Spital überhaupt zustande kommt. Ende November hatten die Stimmberechtigten von Bubikon die Beteiligung ihrer Gemeinde in Höhe von 3,12 Millionen Franken abgelehnt.
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Das Sanierungskonzept für das krisengeschüttelte Spital Wetzikon sieht vor, dass die Aktionärsgemeinden insgesamt 50 Millionen Franken an die Rettung beitragen. Der zweite grosse Pfeiler besteht aus einem Schuldenschnitt von bis zu 70 Prozent für die Gläubiger des Spitals.
Auswirkungen auf den gesamten Sanierungsplan erwartet Pascal Bassu durch den späteren Entscheid nicht. Er rechnet mit einer Abstimmung über den Nachlassvertrag durch die Gläubiger im zweiten Quartal dieses Jahrs.
Drei Varianten stehen zur Diskussion
Mitte Dezember hatten die Aktionärsgemeinden drei mögliche Varianten für die Beschaffung der fehlenden drei Millionen Franken präsentiert. Ein Crowdfunding, eine Erweiterung des Aktionariats oder Nachtragskredite der Gemeinden stehen zur Debatte. Vor einem Entscheid würden die Optionen genauer auf die Chancen und Gefahren hin geprüft, liessen die Gemeinden verlauten.
Gemäss Pascal Bassu liegen nach wie vor alle Optionen auf dem Tisch. Eine Tendenz gebe es noch nicht. Der Wetziker Stadtpräsident gibt aber auch zu bedenken, dass es beispielsweise nicht einfach sei, Drittinvestoren zu finden. «Das ist ein gewisser Aufwand.»
Bassu bleibt dennoch optimistisch: «Ich bin relativ zuversichtlich, dass bis im März zumindest Zusagen vorliegen.» Denn eines sei klar: «Wir wollen die 50 Millionen Franken erreichen.»